Am Anfang war die Beziehung

Adam und Eva. Das allererste Liebespaar der Geschichte und der Anfang von Beziehungen. Es begann im Garten Eden. Gott schuf Adam eine Gefährtin, damit dieser nicht einsam ist. Adam und Evas Aufgaben beschränkten sich auf das Bewässern des Gartens und die Namensgebung der Tiere, wobei sie stets bei allem nackt waren und sich nicht dafür schämten. Zu Essen gab es reichlich. Es war das Paradies.
Heutzutage sitzen Männer immer noch gerne im Garten, am liebsten nackt und mit einer Dose Bier in der Hand. Das Bewässern gilt der eigenen Kehle und seiner „Bierbringerin“ gibt er Namen wie Mausi, Haserl oder Schneckchen.

Vermutlich schämt sich deswegen nur die Frau. Ob das paradiesisch ist, sei dahingestellt. Fest steht: Wir sind ungern alleine und sehnen uns nach einem Partner.
Hat man ihn gefunden und die erste Verliebtheitsphase ist zu Ende, beginnt der Alltag inklusiver nervender Angewohnheiten. Warum schafft er es nicht den Klodeckel hinunter zu klappen? Warum muss er ständig mit seinen Kumpels einen drauf machen und sich bis zur Unkenntlichkeit besaufen? Warum kann sie nicht aufhören zu nörgeln? Gut möglich, dass Adam und Eva damals schon derlei typische Beziehungsprobleme kannten. Klodeckel gab es im Garten Eden zwar keinen, aber vielleicht verrichtete Adam sein Geschäft stets in den Rosenbüschen. Und wenn es damals schon Bier gegeben hätte, hätte auch Adam ständig getrunken, um Evas Nörgeleien zu ertragen.
Die Differenzen spitzten sich zu, als Eva sich von der Schlange täuschen ließ und Adam in die Misere mit hineinzog. Auch heute verführen wir, lassen uns täuschen oder handeln egoistisch in einer Beziehung. Beziehungsdifferenzen hin oder her, für Adam und Eva war es das Paradies. Und das Gefühl, neben einem liebevollen Mann einzuschlafen, ist auch heut noch, wie im Paradies.

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