An Inspector Calls

In Zeiten von Ausgangssperre und sich wiederholenden Spaziergängen,  kann man auch zu Hause die Filme ansehen, die man im Kino verpasst hat. Manchmal weiß man dann nach einigen Minuten, warum man den Film im Kino verpasst hat, absichtlich verpasst haben wollte, aber manchmal, bereut man einen Film nicht auf großer Leinwand gesehen zu haben, und so ein Film ist "An Inspector Calls". Belassen wir es beim englischen Titel, denn der Film ist auf englisch grandios, und die deutsche Version habe ich mir noch nicht angesehen. Ein wenig war ich abgeneigt diesen Film zu sehen, aus Sorge DowntownAbbey wieder zu finden, aber nein, es ist besser als jede kitschige Serie, die die Probleme der feinen Gesellschaft darstellt.

Basierend auf ein Theaterstück von J.B.Priestley, handelt dieser 2015 ausgestrahlte Film, von einer jungen Frau in einer Fabrik, die es  für mehr Lohn zu streiken. Der Streik scheitert, alle behalten ihren Arbeitsplatz, bis auf sie. Eine Hiobsbotschaft folgt der anderen, sie verliert das Gleichgewicht, denn sie hungert, findet keine Arbeit, wird von Männern ausgenutzt, von Frauen in Stich gelassen und es ist als ob man sie von innen in Flammen setzen würde, bis man sich von Außen nicht mehr mit ihr beschäftigen muss.

Alle die ihr schreckliches antun, und das ganz beiläufig, denn das Böse kommt auch hier ganz leichtfüssig daher, gehören einer Familie an. Kritiker wendeten ein, dass das die Schwäche des Filmes sei, dass ausgerechnet eine einzige Familie ihr das alles angetan haben soll, ohne dass die Familienmitglieder voneinander gewusst hätten, aber das ist eben die Stärke des Films. Daran erkennt man, dass die Handlung vom Theater kommt, und dass der Film überspitzt versucht, etwas darzustellen und sich mit ein wenig Übertreibung aus zu helfen wusste.

Der Inspektor der diese Familie zur Rede stellt, platzt ausgerechnet in eine kleine familiäre Verlobungsfeier, und so beginnt der Film, wo die Täter Reue zeigen, dann wieder weg zu laufen versuchen, und man als Betrachter, den Tätern fast helfen möchte , sich aus der Schuld zu befreien, wäre da nicht die Protagonistin, die so verzweifelt ist, dass es weh tut, so gut von Sophie Rundle gespielt, dass jede Beschreibung überflüssig ist. Man muss diesen Film gesehen haben, so sieht Verzweiflung aus, und so sieht Machtmissbrauch aus.

Die Regisseurin Aisling Walsh setzt gekonnt Bilder ein, und spielt mit dem romantischen Blick auf die Jahrhundertwende, und zeigt wie es ist, als Frau verzweifelt zu sein, in great despair.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.