Biotumen statt Bitumen!

Biotumen statt Bitumen!

Die Biowelle hat uns ja vieles gebracht: Bioobst, Biobier, Bioweine, Biokondome und all die schönen Dinge, die die Welt so dringend braucht wie ein Viertderivat des VdU, die uns aber zumindest ein gutes, Zen-Buddhistisch orientiertes Gefühl und eine leichte Brieftasche geschenkt haben. Aber ich sage euch abermals: Resist the hype!

Denn so wie bei allen Trends gibt’s ein paar Subtrends die besonders bedenklich sind. Bei Biotreibstoffen setzt sich die Erkenntnis, dass Rapsmonokulturen ökologisch nicht unbedingt das gelbe vom Ei sind (naja gelb irgendwie schon) und Essen prinzipiell besser in afrikanische Münder, als in Tanks euro­päischer Wohlstandssuderer (Austricus vulgaris, Piefcus weis­wurstikus, etc.) landen sollte, langsam aber sicher durch.
Was die Menschheit jedoch keineswegs­ davon­ abhält weiter an dieser seltsamen „Kraft­ durch (Futter-)Pflan­­zen“-Idee abzurücken. Nächster Zenit des Blödsinns: Bioasphalt!
Klingt komisch ist aber so. Nach dem Motto Biotumen statt Bitumen. Dabei sollen, ähnlich wie beim Biosprit, erdölhaltige Produkte durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt blablablabla. Damit wir dann mit unsren Heavy-Metal-Autos mal wieder ökologisch verblendet ein gutes Gewissen mit Biosprit über die Bioautobahn rasen können und uns dabei wie die Retter der Erde fühlen dürfen. Aber wenn der Mensch eines gut kann, dann ist das Selbstblendung. Wirsindjaallesogutewunderbaregutmenschen­die­­dieweltverbessern. Zum Speiben! Und als nächstes: Bio-Boeings aus Maisstärke? Warum nicht, man könnte die dann gleich mit 100% Biosprit betreiben und die Triebwerke am örtlichen Zielflughafen als Freedom Fries verkaufen. Alles Bio oder was? Bitte nicht! Danke!

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