Brad sucks – Out of it

out of it Mit seinem Vorgängeralbum I Don’t Know What I’m Doing konnte sich der Kanadier Brad Turcotte alias Brad sucks als einer der erfolgreichsten unabhängigen Künstler im Netz etablieren. Er ist einer der Ersten, die sich über Tastatur-zu-Tastatur-Propaganda eine Existenz als Musiker aufzubauen vermochten. Diesen Herbst ist nun, nach zwei Community-Remixes des Erstwerks, der Nachfolger mit dem Titel Out of it erschienen.

Angesichts der bisherigen Karriere kann man sich die gedrückte Grundstimmung des Albums nur schwer erklären. Berufliche Gründe für die Depression gibt es wenig, für einen Lebenswandel, der täglich zwingend einen Kater mit sich brächte, reicht es bislang wahrscheinlich dennoch nicht. Schwingt bei Gitarre oder Keyboard im Refrain doch einmal so etwas wie Euphorie mit, gemahnt Brads spröde Stimme doch der ständigen Schmerzen in Stirn und Herz, der Verunsicherung, die das menschliche Mit- und Gegeneinander bringt, sowie des unausweichlichen Hangovers am nächsten Tag. Trotz seines scheinbar aus dem Ruder laufenden Lebens ist Brad fähig, allein im Heimstudio ein Album aufzunehmen, welches bezüglich Arrangements und Produktion keine Vergleiche mit den teuren Produkten der Majorlabels zu scheuen braucht. Dass Kopf- und Weltschmerz bester Rohstoff für Songwriting ist, sollte allgemein bekannt sein.
Das Album, es wurde unter Creative Commons veröffentlicht, gibt es auf www.bradsucks.com gegen freie Spende zum Herunterladen.

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