Brothers Bloom

Brothers Bloom ist ein Film, der so wunderbar überzogen und übertrieben ist, dass er unglaublich gut gelungen ist und man ihn gesehen haben muss. Die Gebrüder Bloom sind Gauner, Stephen Bloom entwirft Pläne, um Menschen um ihr Geld zu erleichtern. Und weil die Gebrüder das seit ihrer frühen Kindheit machen, hat Stephen mittlerweile künstlerische Ambitionen, die perfekt erlogene Geschichte zu inszenieren, um den Menschen Geld abzuknöpfen.

Brothers BloomZu inszenieren, wie wenn er einen Film drehen würde, nur mit dem Unterschied, dass er nicht im Film lügt, sondern in der Realität. Der andere Bloom, dessen Name durch den ganzen Film einfach nur „bloom“ bleibt, fühlt sich jedoch leer und verloren, er möchte aussteigen, er will einfach nicht mehr. Sie einigen sich auf einen letzten Betrug, und zwar an der schrulligen Penelope, die Millionenerbin in einem großen Schloss, völlig allein und zurückgezogen. Penelope, gespielt von der großartigen Rachel Weisz, soll Bloom (Adrien Brody) kennenlernen und dieser soll sie nach der Regie seines Bruders (Mark Ruffalo) in ein Abenteuer verwickeln und sie um ein paar Millionen erleichtern, denn Penelope macht mit dem Geld ohnehin nichts.
Penelope jedoch macht allen einen Strich durch die Rechnung und das nicht einmal mit Absicht. Allein sie kennen zu lernen wird äußerst schwer: Sie kann sich in Gesprächen nicht auf ein Thema konzentrieren. Auf die Frage, was sie gerne macht, antwortet sie „Ich mag Hobbys“, und erklärt, dass sie beobachtet, was die Hobbys anderer Menschen sind, und diese sich dann selbst beibringt. Sie liest eine Menge über das jeweilige Hobby und bringt es sich selbst bei. Aber ihre Leidenschaft ist die Fotografie. Wenn man sie fragt, wer sie ist, antwortet sie „Ich bin die epileptische Fotografin“, denn ihre epileptischen Anfälle am Steuer lassen sich nicht leicht verbergen.
Bloom kann es kaum glauben, dass diese junge Frau so lange völlig allein gelebt hat und sie tatsächlich so sehr anders ist als alle anderen Menschen. Eines Tages erzählt sie ihm ihre Geschichte, dass ihr Vater ein Öl-Millionär war, der gestorben ist, und ihre Mutter nach langer Krankheit gestorben ist, sie das Haus auch in ihrer Kindheit nicht verlassen durfte und wegen ihrer Allergien nie mit anderen Kindern spielen durfte, bis sie als Erwachsene feststellte, dass sie eigentlich gegen nichts allergisch ist bis auf die Beschichtung der Nadel mit der der Arzt die Allergietests machte.
Dieser Film ist voller komischer Momente und mit wirklich guten Ecken und Kanten. Eine Komplizin der Brüder Bloom namens Bang-Bang sagt beispielsweise während des gesamten Films nicht ein Wort und ist präsenter als Penelope, was filmtechnisch gesehen eine Meisterleistung ist.
Der Betrug an Penelope gelingt nicht, weil sie sichschon um ihr Leben betrogen fühlte, aber sie ist nicht verbittert, im Gegenteil. Jedoch bringt sie die Brüder Bloom ein wenig zur Verzweiflung, bis diese erkennen, dass das Einzige, womit man Penelope locken kann, ein noch viel größeres Abenteuer ist.

Kommentare

immer langsam – ich hatte

immer langsam - ich hatte noch immer nicht zeit, mir "an education" anzuschauen...

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