Die Entdeckung neuer Erden

Eigentlich ist es ja ohnehin schon zu spät. Bereits 1991 wurde der erste erdähnliche Planet, eine sogenannte Super-Erde nachgewiesen. Inzwischen ist eine ganze Reihe solcher Himmelskörper bekannt, von denen manche sogar um sonnenähnliche Sterne kreisen.
Warum diese Entdeckungen schlecht sind? Dazu brauchen wir uns nur zwei Tatsachen vor Augen zu führen.
Erstens: Was geschah in der Vergangenheit nahezu jedes Mal nach der Entdeckung neuer Kontinente und Weltregionen? Es wurde kolonisiert – besiedelt, lokale Kulturen zerstört, die Bevölkerung dezimiert und assimiliert und das Land ausgequetscht wie eine Zitrone.
Zweitens: Was erwarten wir, dass geschähe, wenn umgekehrt eine Spezies von einem anderen Planeten uns entdecken würde? Richtig: Invasion, Versklavung, Kolonisation – bösartige Ziele, die im Science Fiction-Genre meist am heldenhaften Abwehrkampf der menschlichen Spezies oder einzelner Individuen derselben scheitern. Aber natürlich ist diese Idee der außerirdischen Invasion nichts anderes als ein Bild dessen, was die Menschheit von sich selbst erwartet, wenn sie auf andere zivilisierbare erdähnliche Planeten stöße. Aus gutem Grund, wir wissen ja, wie unsere Vorfahren in solchen Situationen gehandelt haben. Und so, wie in den fiktiven Geschichten stets die Angegriffenen die Helden, die Guten sind, so wären wir im Umkehrschluss natürlich die Bösewichter.
Also besser nicht weiter in den Himmel starren – es besteht die Gefahr, dass unsere Nachfahren irgendwann in der Lage sind dorthin zu fliegen und zu zerstören, was wir finden.

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