Hochbau: Mythos Cordoba

21.06.1978, WM-Endrunde in Argentinien. Österreich trifft auf den Erzrivalen und amtierenden Weltmeister Deutschland. Unser Team war nach einer knapp überstandenen Qualifikation (Spitz von Izmir) mit großen Erwartungen in dieses so wichtige Turnier gestartet, schied zwar aus, kam allerdings als Heldentruppe nach Hause.
Es wäre wohl alles nicht so gekommen, wenn der Gegner nicht Deutschland geheißen hätte und die Spieler aufgrund des ‚Matches des Jahrzehntes’ bis in die Haarspitzen motiviert gewesen wären. Dem österreichischen Fußball gab dieses Ereignis Auftrieb, der bis heute noch zu spüren ist; so bereitet es noch nach 30 Jahren jedem Fan im Lande Genugtuung und ist für alle Balsam auf die geschundene Seele.
Vor allem aber wurden die Spieler dieser Generation zu Helden und Vorbildern, welche noch heute die Fußballlandschaft in Österreich prägen und gestalten. Nur so ist zu erklären, dass aus dieser Mannschaft schon 3 Teamchefs hervorgegangen sind, die auch auf Club-Ebene äußerst erfolgreiche Arbeit abgeliefert haben.

Im ORF-Fernsehen übertrug Robert Seeger, aber keiner hörte ihn – denn im Radio sprach der legendäre Edi Finger sen. und wurde tatsächlich narrisch.
Narrisch werden heute noch unsere deutschen Nachbarn, auf dieses für Österreich Identitäts- stiftende Phänomen, denn durch das 3:2 wurde nicht nur Krankl zum Weltstar, sondern musste der Weltmeister die Koffer packen und zu allem Überfluss mit der österreichischen Mannschaft im gleichen Flugzeug nach Hause fliegen!

16.06.2008, EM-Endrunde in Österreich. Wieder heißt der Gegner Deutschland, wird sich die Geschichte wiederholen…?

ram & rem

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.