Janusköpfig

Zwiespältig wird das Wetter in den kommenden Tagen. Wasser weiß nicht recht, ob es gefrieren soll, und Eis nicht recht, ob es schmelzen soll. Es regnet mancherorts und manchesmal, aber auch nicht so richtig, um als Regen bezeichnet werden zu können. Schnee kündigt sich an, kommt aber dann doch nicht. Der Grund für diese Ambivalenzen liegt wohl im derzeitigen Monat, dem Januar:

Der erste aller Monate leitet sich nämlich laut Wikipedia begrifflich vom römischen Gott Janus ab. Zu dessen Zuständigkeitsbereiche zählen der Anfang und das Ende, Ein- und Ausgänge sowie Türen und Tore. Also alles andere als eine geringe Verantwortung, die obendrein noch ziemlich dialektisch ist. Dazu brauchts auch zwei Köpfe, mit denen Janus gesegnet ist. Ich habe hinten keine Augen gilt für ihn zwar leider nicht mehr als Entschuldigung fürs Anrempeln, dafür lässt sich aber alles von zwei Seiten betrachten: Also Fisch und Fleisch (statt keins von beiden), gut und böse (statt jenseits davon), halbvoll und halbleer, auch wenn das ein bisschen nach Schizophrenie riecht…wie dem auch sei, beim Janus gibt es immer zwei. Das reimt sich, und was sich reimt ist ja angeblich gut.

Lassen wir also das Wetter ruhig ein bisschen janusköpfig sein. Hilfts nix, so schadets nix.

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