Nachschlagen

Bierce: The Devil's Dictionary

Nach-schlagen. Wieviele Lexikas hat man zu Hause? Wieviele Nachschlage­werke hat man in der Bibliothek? Und keines hat es je geschafft, einen zum Lachen zu bringen. Das soll ein Lexikon ja auch nicht – sagt man zumindest. 1911 hat Ambrose Bierce sich die Mühe gemacht, des Teufels Wörterbuch zu schreiben – zumindest wurde es 1911 auf den Markt gebracht. The Devil’s Dictionary ist eine Art Nachschlagewerk mit Aphorismen-Charakter und ja, es macht Spaß, etwas nachzuschlagen. Und wie es Spaß macht! Bierce, ein Amerikaner, der während der mexikanischen Revolution spurlos verschwand, beschreibt prägnant was es mit einigen Worten und Begriffen und menschlichen Verhaltensweisen so auf sich hat. Vielleicht wegen der Brexit-Tragödie, vielleicht wegen beziehungstechnischen Problemen mit dem Liebsten oder der Liebsten, fühlt man sich berufen das Wort „abdanken“ nachzuschlagen. „Abdanken bedeutet, einen Vorteil um eines größeren Vorteils aufzugeben.“ Oder aber man hat die Nachrichten satt und schlägt das Wort „Occident“ nach  – und findet auf englisch : „OCCIDENT, n. The part of the World lying west (or east) of the Orient. It’s largely inhabited by Christians ,a powerful subtribe of the Hypocrites, whose principal industries are murder and cheating, which they are pleased to call „war“ and „commerce“ . These, also, are the principal industries of the Orient.“ Für einige wenige Euro kann man dieses Buch noch kaufen, obwohl es schon fast in Vergessenheit geraten ist. Eine Bibel für jene, die gerne zynisch pointiert die Wahrheit sagen oder mal herzlich darüber lachen wollen. Alt und gut – nachgeschlagen.

- Auch online vefügbar: thedevilsdictionary.com
- Zu Ambrose Bierce: ambrosebierce.org

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