Nationaler Fahrtwind

Es darf gehisst werden!

Ab sofort weht ein anderer Wind im Land. Die bereits lange andauernde Flaute flaut ab und lässt es zu, dass sich rot-weiß-rote Fahnen nicht mehr lustlos der Gravitation unterwerfen. Nachdem vor kurzem ein Team um den renommierten Wissenschafter Josef Broukal (laut einer Umfrage ist er der bekannteste Wissenschafter im Land) entdeckt hat, dass besonders viel Wind beim Autofahren erzeugt werden kann (der Grund dafür, dass der Wind immer gegen die Fahrtrichtung weht, wird derzeit noch untersucht), schrauben sich die Verkaufszahlen für Autofähnchen in die Höhe. Die derzeit hohen nationalen Windwerte dauern nach ersten Berechnungen noch einige Tage an, es wird jedoch angesichts der hohen Spritpreise eine weitere Fahrtwindflaute ungeahnten Ausmaßes befürchtet. Außerdem ist es wahrscheinlich, dass Sonntag Nacht ein emotionales Tief über das Land hereinbrechen wird. Keine guten Aussichten also. Darum unser Appell: Bloß nicht in die Bahn bringen lassen! Ansonsten Plan B: Halbmast – oder wenn alle Stricke reißen: Fahnenflucht.

Als Service noch ein Tipp zur Ermittlung der Fahrtgeschwindigkeit:

Falls ihr Tachometer den Geist aufgegeben hat, können Sie mit folgender Methode vermeiden, einer Radarfalle auf den Leim zu fahren: Ermitteln Sie jeweils für einen an der Straßenseite befindlichen Windsack sowie für ihr Österreich-Fähnchen den Winkel zur waagrechten und subtrahieren den des Windsacks von dem des Fähnchens. Anschließend dividieren sie die Flatterfrequenz des Autofähnchens durch die des Windsacks und berechnen das Produkt aus den beiden Ergebnissen und dem persönlichen Patriotismusfaktor nach einer nach oben hin offenen subjektiven Einschätzungsskala. Dann einfach noch ein „km/h“ hinten dazuschreiben, und gegebenenfalls das Bremspedal schon mal im Blickfeld behalten.

Kommentare

heute äußerst gutes wetter

für bagger-redakteure, die am 8. juni geboren sind. der wind, der durch ihr philosophisches blabla weht, ist bis auf weiteres nur der allerbeste und geeignet, alle falter aus dem lande zu wehen. (die raupis werden sich festhalten und in den äpfeln verstecken.)

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