Raubbau an der Medienlandschaft

Warum der Bagger die Funktionsweise von Medien als Informationsquelle und deren Bildungsauftrag untergräbt, ist leicht festzustellen, da er weder informativ ist, noch irgendetwas zur Bildung beiträgt. Eine Festschrift zum 5-jährigen Bestehen, die sich gerne gegen alles und jeden richten würde, sich am Ende aber nur selbst lächerlich macht.

Natürlich, jeder hat schon einmal eine Schnapsidee gehabt. Meist eine „b’soffene Gschicht‘“. Das ist verzeihlich und ab und zu darf man ja in seinen schwachsinnigen Träumen schwelgen. Stellen Sie sich aber vor, jede dahergelaufene Clique aus Langzeitstudenten (Geistes- und Sozialwissenschaften), -arbeitslosen und Gelegenheitsjobbern (natürlich im Sozialbereich), würde diese vermaledeiten Ideen auch tatsächlich umsetzten.

Zum Glück sind die erwähnten Personengruppen ohnehin entweder zu betrunken, zu bekifft, oder einfach zu faul, um einen Finger zu rühren. Daher bleiben wir von den meisten solcher geistigen Miss- und Fehlgeburten verschont und dürfen uns höchstens an völlig geist-, niveau- und bedeutungslosen „Postings“ in diversen Internet-Foren von Seiten der besagten Urheberschaft erfreuen, sofern wir uns bemüßigt fühlen, diese zu lesen, was aber ohnehin nie vorkommt. Doch nehmen wir an, eine solche eingangs erwähnte Clique würde völlig unwahrscheinlicherweise tatsächlich die Energie aufbringen, ein irgendwie geartetes Projekt auf die Beine zu stellen. Dann würde man zumindest davon ausgehen, dass höchstwahrscheinlich ein wenig Idealismus, ein wenig Hoffnung, ein wenig Glaube an eine bessere Welt den Ausschlag gibt. Das ist zwar dumm und lächerlich, aber in Anbetracht von naiven Gedankenspielen, die sich die meisten im Alter zwischen 5 und 9 Jahren machen (das geistige Niveau, über das die meisten der hier bedachten Individuen ohnehin nie hinauskommen), zumindest noch irgendwie niedlich und meist unfreiwillig äußerst komisch. (Ein schönes Beispiel dafür ist die sogenannte „Occupy“-Bewegung, wobei deren „geistige Wurzeln“ wohl eher noch im Bereich der Gedankenwelt von unter 5-Jährigen anzusiedeln wären, am ehesten wohl dort, wo sich Kleinkinder gegenseitig die Sandkisten-Spielzeuge wegnehmen und (t)rotzige Tränen vergießen)

Zwischen Vollsuff und Umnachtung

Was aber, wenn ein Exponent aus der oben erwähnten Gruppe – vermutlich im Vollsuff – die unselige Idee gebiert, eine sogenannte Zeitschrift zu produzieren und sich nicht am nächsten Tag verkatert, aber geläutert, wie üblich untätig vor den Fernseher verfrachtet, oder sich zumindest glorreicherweise an nichts mehr erinnern kann? Was, wenn es eine treibende Kraft gibt, deren Antrieb völlig im Dunkeln liegt und die sich so weit ins Irrationale verlaufen hat, dass man ihr wohl nur noch mit psychiatrischen Methoden auf die Schliche kommen könnte? Wenn also demnach weder ein vertretbares und vernünftiges kommerzielles, noch ein ideologisches, noch sonst ein irgend nachvollziehbares Interesse ausfindig zu machen ist, das dem ganzen noch eine gewisse Niedlichkeit und erheiternde Naivität zukommen liesse?
Wenn schon im Vorfeld die Worte Ernst und Satire in den Untertitel aufgenommen werden, um den Fluchtweg offen zu halten, verunglückte (also mehr oder weniger alle) Artikel mit ernsthaftem Anspruch als Satire zu bezeichnen und umgekehrt? Dann kann man nur das Schlimmste erwarten, und die Erwartungen werden in jedem Fall übertroffen. Wenn auch schon der Ursprung und die Grundmotivation dieser Fehlgeburt sich in den unergründlichen Tiefen der geistigen Umnachtung ihres Schöpfers verbergen mögen, so muss man sich wohl die Frage stellen, wieso sich eine Reihe von Exponenten aus der eingangs beschriebenen Gesellschaft dazu berufen fühlt, ihre Untätigkeit zu überwinden und Beiträge in diesem sogenannten Medium einer zum Glück aufgrund des zurecht fehlenden Interesses sehr begrenzten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zwischen Eitelkeit und Selbstdarstellung

Wie viele Menschen fühlen sich wohl verkannt, ungerecht behandelt, übergangen und sind der Meinung, dass ihnen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung gebühren würde, als dies im wirklichen Leben der Fall ist. Zwar gibt es zu diesem Thema keine verlässlichen Zahlen, aber „alle“ scheint hier eine vernünftige Annahme zu sein. Das bisschen Abstraktionsvermögen, das uns Menschen offensichtlich den entscheidenden evolutionären Vorteil gegenüber allen anderen Erdenbewohnern verschafft hat, rächt sich nun dadurch, dass es uns einerseits durch den technologischen Fortschritt dazu verurteilt, uns nicht permanent mit den Grundbedürfnissen der Nahrungszufuhr zu beschäftigen und uns als Abfallprodukt der evolutionären Entwicklung andererseits eine sogenannte Rationalität ermöglicht, durch die wir uns gezwungen fühlen, die ursprünglichen Triebe als unsere einzige Antriebskraft für zu primitiv und unserer nicht würdig zu erachten. Abgesehen davon ist es natürlich durch die unkontrollierte Vermehrung der Menschen auch schon logistisch gesehen beinahe unmöglich, allen, die uns im Weg stehen, die Schädel einzuschlagen, von der Trickserei, die den Namen „Gesetze“ trägt, die einige schlaue Köpfe zu ihrem Vorteil erfunden haben, einmal ganz abgesehen. Was bleibt also? Wenn der Fuchs an die Trauben nicht herankommt, sind sie ihm bekanntlich zu sauer und dennoch bleibt er wie zufällig unter dem Weinstock liegen und schnappt gierig nach der Frucht, die der Wind ihm zufällig vor die Schnauze fallen lässt.
Es sind die Mittel der Verdrängung, Verschiebung, Rationalisierung und sonstige Mechanismen des Irrationalen, die unserer sogenannten Rationalität beigegeben sind und uns höchstwahrscheinlich erst zu der flächendeckenden Landplage haben werden lassen, die der Mensch heute darstellt. Dies erlaubt uns eben, dem Dilemma des gekränkten Stolzes und dem damit einhergehenden Frust, der bei klarem Denken notwendigerweise bald zum Untergang des Individuums und damit in weiterer Folge auch der gesamten Menschheit führen müsste, zu entgehen, indem man eben vorgibt, sich der sogenannten intellektuellen Auseinandersetzung mit diversen Themen und in unterschiedlicher Form, jedoch immer reflektiert und auf möglichst breiter Basis um des Themas und des geistigen Fortschrittes willen, zu widmen.
In Wirklichkeit geht es aber immer nur um Eitelkeit, Selbstdarstellung und die Rationalisierung eben jenes verletzten Stolzes, also um jenen eingangs erwähnten Mangel an Anerkennung und Aufmerksamkeit, der diejenigen zerfrisst, die ein wenig zu klug sind, um froh zu werden, aber leider nicht klug genug sind, die Unzulänglichkeit jenes Ausweges zu erkennen, bzw. wenn sie diese erkennen, zu schwach, um daraus die Konsequenzen zu ziehen. Diese fatale Konstellation beschert uns nun das Heer an Selbstdarstellern und Besserwissern, das für die Unmengen an belanglosen Veröffentlichungen wie Forumsdiskussionen, Beiträge in sogenannten sozialen Netzwerken und eben solche Veröffentlichungen wie „der Bagger“ verantwortlich sind. Im Grunde also Versager, die über den Umweg der sogenannten Intellektualität versuchen, sich selbst über ihre Antriebskraft hinweg zu täuschen. Ein bei genauer Betrachtung mehrschichtiges Modell, das in seiner Konstruktion gar nicht so dumm und trivial, dabei aber äusserst armselig ist.

Zwischen Putzlappen und Untergang

Nachdem nun also die Gründer als geistig umnachtet und die Schreiber als frustrierte Selbstdarsteller enttarnt sind, bleibt noch die Frage nach den Lesern dieses Machwerkes offen. Dieser nachzugehen gestaltet sich schwieriger, denn im Unterschied zu den soeben erwähnten Protagonisten ist die Existenz dieser Gruppe nicht direkt aus der Existenz des besagten Mediums abzuleiten. Da „der Bagger“ weder lustig noch originell, noch aktuell, noch informativ, also schlicht nicht lesenswert ist, muss die Existenz einer Leserschaft also demnach stark in Zweifel gezogen werden. Sicher, die Autoren selbst lesen den „Bagger“, aber wie in der obigen Analyse gezeigt, nur aus Eitelkeit und fast ausschliesslich ihre eigenen Artikel. Das zählt also nicht. Andererseits ist der Bagger teilweise auch gratis erhältlich und liegt in Lokalen auf und dadurch ist nicht ganz auszuschliessen, dass ihn einmal jemand in die Hand nimmt und enttäuscht wieder weglegt, nachdem er festgestellt hat, dass die Zeitschrift aufgrund ihrer Konsistenz weder fürs Fensterputzen, noch als Ersatz-Toilettenpapier geeignet ist. Die ersten Ausgaben hatten hier einen deutlichen Vorteil gegenüber der aktuellen Version. Sollte aber jemand ernsthaft beispielsweise diesen Artikel bis hierher gelesen haben, so muss dieser Person ein aufrichtiges Bedauern ausgesprochen werden. Über ihren Geisteszustand weiss sie wohl am besten selbst Bescheid und daher erübrigt sich wohl jeder weitere Kommentar.
Zusammenfassend kann also folgender Vorschlag für die nächsten 5 Jahre unterbreitet werden: Den „Bagger“ wieder auf schön saugendem Papier herausgeben und zwar ein Bündel völlig leerer Seiten. Vorne „der Bagger, ein praktischer Putzlappen“ draufdrucken, das spart Produktionskosten und würde den Raubbau und Etikettenschwindel dieses Machwerkes beenden und zumindest einen gewissen praktischen Wert schaffen. Aber vielleicht löst sich das Problem ja bald von selbst, wenn die Beteiligten womöglich doch irgendwann einmal einen vernünftigen Job finden sollten.  
 

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