Raubtierarten in Österreich

Raubtier

Ein faszinierender wie alarmierender Bericht über den Bestand heimischer Carnivora

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich hätte an dieser Stelle der angekündigte Bericht über den so genannten „Raubtierkapitalismus“ erscheinen sollen. Auf eine Weisung des BMI hin wurde uns die Veröffentlichung, mit Verweis auf das neue Anti-Terrorgesetz (§ 613 Abs. 30b), allerdings untersagt.

Die österreichische Fauna hat mit Beginn der Industrialisierung stark an Artenvielfalt verloren. Die großindustrielle Nutzung der Forste und Gewässer, ebenso der Alpintourismus, forderten ihren Tribut insbesondere unter größeren Raubtierarten. Damit wurden zugleich jene Parasiten gefährdet, die in Symbiose mit den bedrohten Raubtieren leben.

Die Säkularisierung der Gesellschaft, zunehmende Demokratisierung, das Ende der Monarchie, der Eintritt in die EU, die Schaffung einer Antikorruptionsbehörde und letztlich die Markteinführung von laktosefreien Milchprodukten brachten diese Tiere an den Rand des Aussterbens.
Der majestätische Blutsaugende Mettersittich, ein Großparasit, verschwand bereits vor Beginn des 20. Jahrhunderts aus heimischen Amtsstuben. Ihm folgte bald sein Wirt, der mächtige Habsburger Habicht (auch: Habsicht), sowie der Arbeiterfressende Dollfüßler und Schuschnigel. Vom Braunen Wildschweinehund und seinem Symbionten, dem Schreibtischwurm (Victima autria), gibt es zwar bis heute vereinzelte Sichtungen, dennoch gelten ihre Bestände als ungesichert. Die Regierung arbeitet jedoch an Gesetzen, die sie vor linken Jagdgesellschaften schützen sollen.

Hoffnungsschimmer aus monarchischer Zucht

Die Fachwelt war aufgrund der tragischen Situation in der österr. Raubtierszene umso mehr überrascht über die Entdeckung der Mensdorffer Pouilly-Katze (Felis alfonsus catus). Dieser einst vom gleichnamigen Adelshaus über Jahrhunderte gezüchteten Katzenart gelang eine erfolgreiche Verwilderung. In den letzten Jahrzehnten verbreitete sie sich sogar jenseits der österreichischen Grenze.
Hintergrund für diese Entwicklung ist das Ende der hiesigen Monarchie. Der Adel war davor üblicherweise mit der Zucht luxuriöser Haustierrassen – wie dem Inzestdorfer Dumpfbackenfisch oder dem Habsburger Doppelkinnadler – beschäftigt. Seit 1919 plagte ihn allerdings ein massiver Beschäftigungsnotstand, weshalb er wieder verstärkt die Jagd mit hochmodernen Waffen betrieb. Die Pouilly-Katze entpuppte sich dabei als hervorragende Jagdbegleiterin, vor allem bei der Jagd auf große Flugtiere.
Schwedischer Greif und Eurofledermaus zählen auch in freier Wildbahn zu ihrer Lieblingsbeute. Eingesetzt wurde das Rassetier sogar in den USA und in Großbritannien, wo einzelne Regierungsorganisation, wie der Londoner SFO, großes Interesse an ihr fanden.
Da sich Hauskatzen im Allgemeinen jedoch schlecht abrichten und trainieren lassen, geschah es immer wieder, dass sich einige Exemplare in ihrem Eifer, zu weit von der Jagdgesellschaft entfernten und in Folge dessen verloren gingen.
Expert_innen gehen davon aus, dass sich die Population der verwilderten Pouilly-Katze deshalb so drastisch erhöhen konnte, weil sie sich mit anderen Wildkatzenarten paarte. Attraktive KandidatInnen hierfür sind Rauchkallatze (Felis maria) und der Hochegger Luchs (Lynx petrus), die in denselben Niederungen heimisch sind.
Solcherart erfolgreiche Eingliederungen erfreuen die zoologische Fachwelt, zumal die Verwilderung des Zuchttiers keine negativen Folgen für andere, bedrohte Raubtierarten zu haben scheint. Sowohl Hochegger Luchs, wie auch der Tiroler Waltermeischbär, bilden offenbar keine Konkurrenz für die monarchische Jägerin. Sie streift vor allem in den Randgebieten österreichischer Beutepfründe umher.

Rumble in the Häuserjungle

Währendessen hinterlassen Hochegger Luchs  und Waltermeischbär ihre Spuren meist  inmitten heimischer Sumpflandschaften. Dort ernähren sie sich vor allem von Steuerprüfern, im Winter ebenso von staatsnah gedeihenden Körperschaften. Gerne durchwühlen sie auch den Müll angrenzender Siedlungsbauten, was zu vereinzelten Problemen mit Besitzer_innen und Anrainer_innen führt.
In den letzten Jahren drangen Luchse immer wieder in ein baufälliges Gebäude des Flughafen Wiens ein, wo sie ein heilloses Chaos unter den dort eingepflanzten Steuergeldern anrichteten. Mehrere vor Ort grasende Lokalpolitiker_innen wurden gerissen.
Waltermeischbären waren hingegen in der Lage, ganze Güterzüge der ÖBB entgleisen zu lassen, um an ihr verlockendes Inneres zu gelangen. Gleichzeitig begannen die Bären und Luchse, sich in scheinbar herrenlose Bundeswohnungen einzunisten. Die Raubtiere lebten dort harmonisch nebeneinander, ehe die Kammerjäger sich mit eingerollten Zeitungen bewaffneten.
Leider führen bedauernswerte Zwischenfälle wie diese dazu, dass die österreichische Regierung bereits an Abschussplänen zur Dezimierung von „Problembären und Wildkatzenwuchs“ schmiedet. Diese edlen Räuber, die in Österreich ohnedies durch eine Verknappung ihrer Lebensräume bedroht sind,  könnten also bald ebenfalls die traurige Liste bereits ausgerotteter Wildviecherarten zieren.

Alte Hunde und neues Getier

Ein stolzes Getier heimischer Sitzordnungen, das erst unlängst aus dem Sichtradius der Forscher_innen verschwand, ist der Schüsselwolf (Canis catinus). Der Lebensraum dieses stillen Wildhunds, dessen schwarze Meute gerne nahe am Volke, in bäuerlichen Gegenden pirschte, fiel der modernen Telekom-Technologie zum Opfer.
Der Flöttlwolf (Canis lupusgangus) ist eine weitere Untrasse des eurasischen Hundlings, die in den letzten Jahren stark in Bedrängnis geriet. Seine Vorliebe für knackige Gewerkschaftsbanker hatte ihm, in Zeiten vergifteter Anlagen, große Verluste bereitet. Glücklicherweise profitiert er von Auswilderungsprogrammen in den USA.
Über all diesen dramatischen Szenarien kreist beständig der Blauschwarze Kaha-Geier. Dieser seltene Großvogel frisst üblicherweise das, was ihm Wildkatze, Bär und Wolf übrig lassen. Er wurde aber auch schon beim Verzehr von Frischfleisch beobachtet.
Sollten frischverliebte Industrielle und Lobbyisten aber einmal ausgehen, ist der Kaha-Geier sogar imstande, sich vorübergehend von unschuldigen Blümchen wie Winterswarovskis  oder Schwiegermütterchen, zu ernähren. Wie auch immer sich die Nahrungskette verändert, dieses anpassungsfähige Geiertier wird der österreichischen Fiona noch für Generationen erhalten bleiben.
Ähnlich anpassungsfähig scheint das Wernerische Faymännchen zu sein. Diese erst vor kurzem entdeckte Erdmännchenart hat sich, in unseren politischen Breiten, auf das Jagen von Insekten und kleinen Anzeigen spezialisiert.
Beispiele wie diese geben Hoffnung, dass die Artenvielfalt der heimischen Räuber und ihrer Darmparasiten so rasch nicht endet. Es herrscht unter Expert_innen sogar die Ansicht, dass viele heimische Arten immer noch unentdeckt sind.   

Abschließend wollen wir über aktuelle Ereignisse aus dem Kanzleramt berichten, mit dieser BEZAHLTEN ANZEIGE im Interesse der Bevölkerung: Bündniskanzler Werner Fayman sendet den Leserinnen und Lesern des Baggers freundschaftliche Grüße. Er lässt ausrichten: „Das Lesen von Inseraten zur Information der Bürgerinnen und Bürger, ist, auch in Krisenzeiten wie der heutigen, durchaus bereichernd (Eine Initiative von Anzeigenminister Wiener Faymann und dem Österreichischen Raubtierschutzverband)“.
 

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.