Reisthunfischsalat in Chilipower

Wir machen uns Reis, wir waschen den Reis, auch wenn behauptet wird, dass es nicht notwendig ist, glaubt mir, es ist IMMER notwendig Reis zu waschen, das ist ein Ritual. Wie man Reis macht, weiß ja wohl jeder – also kommen wir zur Sache: Thunfisch aus der Konserve, von mir aus die Bio-Version, nehmen wir aus der Konserve, schütten das Fischöl weg und geben es in eine große weiße Schüssel.

Danach kommt der schöne weiße Reis dazu, den wir nach Möglichkeit mit einem Schuss Olivenöl und Salz zubereitet haben. Thunfisch und Reis werden miteinander vermengt, umgerührt und das gibt ein hässliches Bild. Ja, es ist nicht schön anzusehen – ABER – es wird besser. Also Reis und Thunfisch sind in einer elenden, eher bräunlichen Allianz miteinander in einer weißen Schüssel in Konversation und nun nehmen wir Schüssel Nummer 2 und zerkleinern gut gewaschenen Rotkohl. Rotkohl nehmen wir der Farbe wegen, gegessen und gekocht wird nämlich nach Farben! Jawohl! Dieser Rotkohl wird gepfeffert, nicht gesalzen, gepfeffert und mit Olivenöl und Zitrone bearbeitet, ordentlich Zitrone dazu, danach die obligatorische Zwiebel (weiß!) zerkleinern und ebenfalls in diese Schüssel, wo Rotkohl in sich ruht. Und dann kommt sie! Die Göttin der Küche: Chili. Chili rettet uns alle – immer! Sie ist scharf kurvig und einfach nur großartig. Am besten man hat die kleinen Körner vom Türken um die Ecke gekauft. Wir nehmen gut zwei große Löffel Chilikörner, lassen es nicht ganz undramatisch in die Schüssel mit Rotkohl, Zwiebel, Pfeffer, Zitrone-Olivenöl fallen und rühren um, dass uns die Tränen kommen vor Glück. Und dann, wenn Reis und Thunfisch sich angefreundet haben, zur homogenen, aber hässlichen Masse geworden sind, greifen wir an. Beide Schüsselinhalte werden vereint und siehe da – Reisthunfischsalat in Chilipower hat die Welt erblickt, eine Augenweide! Und es schmeckt irre, auf der Zunge geht die Post ab – denn da ist also der Reis auf der einen Seite, göttlicher Thunfisch auf der anderen, Salat ist nicht zu verachten, Zwiebel nicht zu verleugnen und Chilikörnchen geben einem das, was man zum Leben braucht – Feuer! Feuer! Feuer!

Kommentare

"das is wie feuer"

- hab ich neulich einen naschmarktstandler über ein bündel sehr roter chilis sagen gehört :-) chilis kann man nie genug haben.

wobei, ich bin ja bekennender anti-ritualist.

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