Sehr geehrte Revolog-Familia!

Vertraute haben mir von Ihren Experimenten berichtet, die ich nun mit größtem Interesse verfolge. Sie müssen wissen, für mich als bedeutsamen Staatsmann haben Ihre Ideen eine ganz besondere Bedeutung: Niemand hat mehr unter der bodenlosen Neugier und Niedertracht hinterlistiger Paparazzi und schamloser Journalisten zu leiden als unsereins. Die sind nämlich die viel schlimmere Mafia hierzulande! Unentwegt lauern sie mir auf, stellen mir ein Fettnäpfchen nach dem anderen vor die Füße, machen mich vor dem Volk lächerlich und untergraben so unsere Demokratie. Das reinste Sodom und Camorra! Tag und Nacht grüble ich, wie ich ihrem Treiben ein Ende setzten könnte. Nun plötzlich – wie vom Himmel gesandt – kommt mir in der dunkelsten Stunde Ihre Idee zu Ohren. Ich möchte Ihnen gerne ein Angebot machen. Für eine kleine Aufmerksamkeit werde ich dafür Sorge tragen, dass Ihr Projekt gedeiht und in naher Zukunft die Märkte beherrschen wird. Selbst Pressefotografen werden nicht mehr an herkömmliche Filme gelangen, und so gezwungenermaßen Ihre Methode auch im letzten linken Hetzblatt bekannt machen.
Als Gegenleistung erwarte ich mir nur einen kleinen Gefallen: Wäre es möglich, eine Methode zu entwickeln, die nackte Menschen auf Fotos stets angezogen erscheinen lässt? Einem konservativ erzogenen Cavaliere wie mir bereiten derartige Bilder immer solche Kopfschmerzen!
Als kleine Bestätigung der Ernsthaftigkeit meines Angebotes möchte ich Sie gerne zu einem entspannten Wochenende in meine Villa auf Sardinien einladen, wo wir Unsere Sache dann zwischen allerlei Vergnügungen ganz ungestört besprechen können.

In hoffnungsvoller Erwartung,
Ihr S.B.

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