So können wir eventuell die Welt retten

Kennen Sie die Sage vom Basilisken? In dieser Altwiener Geschichte geht es um ein Ungeheuer, das in der Schönlaterngasse 7 in einem Brunnen gehaust haben soll. Im 13. Jahrhundert. Und wenn jemand das Ungeheuer angeschaut hat, dann fiel er tot um, steht in der Sage – so hässlich war dieser Basilisk. Doch ein kleiner Junge, damals, entschied sich, den Basilisken zu töten, indem er ihn mit seinen eigenen Waffen schlagen würde. Er kletterte mit einem Spiegel bewaffnet in den Brunnenschacht. Und ohne das hässliche Viech anzusehen, streckte der Junge dem Basilisken den Spiegel entgegen. Und siehe da, das Ungeheuer war ein für alle Mal tot.
In letzter Zeit denke ich an diese Sage, denn es wird Ihnen nicht entgangen sein, dass … unsere heutige Welt so hässlich ist wie dieser Basilisk. Hungersnöte, Kriege, Überschwemmungen, Terroranschläge und Neid. Erdebeben, Hass, Wirtschaftskrisen und Armut. Der Hässlichkeit ist kein Ende zu setzen. Glauben Sie, dass, wenn man unserem runden, blauen Basilisken einen Spiegel vorhält, die Welt endgültig untergehen wird? Ehrlich gesagt, die Zeiten haben sich geändert. Ich denke, es ist an der Zeit, der Gesellschaft einen schonungslosen Spiegel vorzuhalten. Nur so kann sie gerettet werden.

Kommentare

Zweifelhaft

"Schonungslos den Spiegel vorhalten...." klingt leider so wie "Wir werden UNS nicht schonen, diversen Basilisken ins hässliche Antliz zu blicken..." Einfach die Augen verschließen und in dumpfem Konsumierismus glücklich sein ist offenbar kein gangbarer Weg für die hier in dieser Sandkiste Baggernden(Des Wegen möchte ich ja bei euch mitbaggern ;-)
Aber die Hoffnung, die ja bekanntlich zuletzt stirbt, sollten wir mal flott begraben, daß heutzutage noch ein Basilisk durch seinen Anblick Schaden nimmt. Der heutige Basilisk ist soweit Narziß daß er sich sowieso schön findet, egal wie hässlich er ist. Und erst die Anderen: In Italien findet (fast) niemand den B-Paten hässlich - hässlich finden es die Wahlschafe höchstens, nicht selbst in der Position des Paten zu sein. Ähnlich wird auch der P-Pate in Russland bewundert. Und auch hierzulande, im Zwergenreich der langen Schatten kleiner Geister gibt es allzuviele Basilisken, die keine Angst vor Spiegeln mehr haben. Sie sonnen sich ja geradezu in ihrer zweifelhaften Schönheit(War das nicht auch ein Beispiel von "guter alter Vergangenheit" als eine Regierung unterirdisch gehen musste? - Heutzutage tragen sie ihre Verunstaltungen erhobenen Hauptes(Ach wenn es doch nur Schlupflider wären, was man hässlich finden könnte!) Wenn man sich einen guten Teil der politischen Argumentation anhört, drängt sich der vielzitierte Vergleich mit grauslichen analen Anhängseln auf...
Aber wenn sie weder platzen noch versteinern und die Betrachtung nur UNS Schmerzen zufügt - Macht das ganze dann überhaupt noch Sinn?
Ja, denn wir sollten zumindest passiven Widerstand("Mir trittst Du nicht auf die Zehen, du hässliche Gesinnung!") leisten, denn diese Wesen sollten ja nicht genug Platz eingeräumt bekommen, um zu galoppieren oder zu fliegen anzufangen....

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