Sommerhoroskop 2011

Ernst Strasser

PolsterGanz der Schlaue, der Sie sind, haben Sie schon früh in Ihrer Kindeheit am idyllisch-hausruckviertlerischen Bauernhof begriffen: Will man Erfolg (also Geld) haben, muss man mitunter ein Arschloch sein. Am besten, man macht es wie alle anderen da oben, platziert sich geschickt, macht sich unentbehrlich und häuft reichlich gute Freundschaften an, die man durch kleine Aufmerksamkeiten erhält, z.B. besetzt man kleine Posten um oder forciert winzige Änderungen im Regierungstext zugunsten landschaftsverändernder Kraftwerksprojekte – alles keine große Sache, und der Rubel rollt!

Besonders, wenn das ohnehin vague Gewissen längst erstickt ist. Nun aber sind Sie wirklich in einen randvoll gefüllten Fettnapf gepurzelt. Durch Ihre dreiste Dummheit, anders kann der Ihnen zuzuschreibende Wesenszug nicht bezeichnet werden, haben Sie selbst zu verantworten, was auf Wikipedia nun unter „Cash-for-law“-Affäre nachzulesen ist. Da hätten Sie sich besser an einen Ihrer ehemaligen Parteikollegen gehalten – nach dem Motto „Hände falten, Goschen halten“. Tja – gegen pathologische Fälle hilft manchmal auch die beste Kristallkugel nix.

Anton Polster

PolsterSie können wirklich stolz auf sich sein. Nach einer bewegenden Karriere als „Held und Trottel der Nation“ – und das gleichzeitig! (http://www.austria-archiv.at/) haben Sie sich nun auch noch als „Dancingstar“ ein Denkmal gesetzt – auch wenn auf ein solches eh nur die Tauben scheißen. Jedenfalls, und ja, das stimmt, sollten Sie sich nicht allzusehr auf Ihren Lorbeeren ausruhen – den längst vergangenen Ruhm kann man nicht essen, und, nein, auch nicht trinken. Sie sollten sich wirklich langsam Gedanken um Ihre Zukunft machen; die Zeiten als Torschützenkönig sind ja wohl vorbei, ATV hat schon den Lugner und das dummblonde Strippermädchen, und was die Aussicht auf eine intellektuelle Karriere betrifft, nun ja – das dürften dann doch einige Kopfbälle zu viel gewesen sein. Von der stellaren Konstellation her sollten Sie Ihren Schritt jedenfalls sehr genau überlegen und dann, so wie Sie‘s immer gehalten haben, spontan zusagen. Immerhin sind Sie ja Optimist, wenngleich sich dies freilich keineswegs, wie oft fälschlich angenommen, in der Beschaffenheit der Blutgruppe äußert.

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