„St. Petersburg“: Handwerker kaufen, Gebäude bauen und Adelige bestechen …

2004 war „St. Petersburg“ für das „Spiel des Jahres“ nominiert und konnte sich (leider) nicht gegen „Villa Paletti“ durchsetzen – der „Deutsche Spielepreis“ und der „Preis der Wiener Spiele Akademie“ war dem Wurf von Michael Tummelhofer jedoch vergönnt. Völlig zu Recht erhielt dieses anspruchsvoll gestaltete Strategiespiel Auszeichnungen, denn es bereitet alleine schon viel Freude, den Spielplan und die diversen Handkarten zu betrachten. Letztere unterteilen sich in vier Gruppen: grüne Handwerkerkarten (die zu Rundenbeginn Rubel bringen), blaue pompöse Gebäude (die Runde für Runde Siegpunkte abwerfen), orange Adelige (die am Spielschluss wichtig werden) und begehrte Bonuskarten (die Geld oder Spiel entscheidende Siegpunkte maximieren) für alle drei Rubriken. Nachgelegt werden diese immer neuen (bezahlpflichtigen) Karten – bis der erste der vier Stapel aufgebraucht ist: so wird quasi zufällig, durch geschickte Käufe aber durchaus steuerbar, das Spielende eingeläutet. Dann zeigt sich, ob der Besitzer der Eremitage oder des korrupten Beamtenadels die Nase vorne hat.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.