Tiefbau: Mythos Cordoba

Mit voller Vergangenheit in die Zukunft!

Vor fast 30 Jahren besiegten die Herren Krankl, Sara, Vogts, Schachner & Co im fernen Cordoba nach 47 langen Jahren endlich wieder die Fußballnationalmannschaft unsrer teutonischen Lieblingsnachbarn. Was damals (aus österreichischer Sicht turniertechnisch betrachtet) so wunderbar wie belanglos war, ist heute ein Bremsklotz für die weitere Entwicklung des österreischen Fußballes.

Wie kein andres Land der Welt hält Öster­reich an der glorreichen (?) Fußballvergangenheit fest, anstatt auch mal ein wenig Abstand („Wenn die Zukunft geöffnet werden soll, darf die Vergangenheit kein Argument sein!“) zu gewinnen und mit einem GUTEN ausländischen Trainer neue Wege zu beschreiten. Man muß ja nicht unbedingt den Iren Giovanni Trapattoni ausspannen. Aber anstatt eines Guus Hiddinks (der die Russen in einer Gruppe mit Kroatien, England & Israel zur EM führte) könnte uns vermutlich ein alter Bekannter als Nationaltrainer nach der EM blühen. W. Sch.; internationale Trainererfahrungen? Einen deutschen Mittelständler der 2. Bundesliga fast erfolgreich in den Abstieg gecoacht. Ernsthafte Qualifikationen? Am 21.06.1978 70 Minuten für Österreich gelaufen zu sein. Wäre ja erst der vierte Cordobaner auf der Trainerbank in den letzten Jahren. In einer Zeit der globalen Turbulenzen braucht es ein paar Dinge, auf die man sich verlassen kann.
Also wird Schneckerl Prohaska im ORF weiterphilosophieren, Hansi Krankl in jedes Mikrophon, das man ihm unter die Nase hält unsäglich selbstbeweihräuchernden Blödsinn hineinsudern und der Hicke … der darf wieder ein paar Runden golfen in irgendeinem Emirat. Und bei Österreichs Gekicke bleibt halt mal wieder alles beim Alten … The Times, they are halt nicht immer a changing. Leider.

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