Vierblättriger Glücksfund

kurze BeschreibungAbonnentInnen haben ja manchmal interessante Bedürfnisse. So wurden wir zuletzt gebeten, immer zwei Ausgaben zu senden – eine fürs Archiv und eine fürs WC. Wenn wir auch solchen Bitten (gegen kleine Aufzahlung) natürlich gerne nachkommen, so fragen wir uns dennoch: In welche Gesellschaft gerät da der Bagger wohl???

Deshalb gibt’s nun eine neue Serie. Jedes Mal stellen wir eine in dieser Umgebung potentiell anzutreffende Konkurrentin unserer Zeitschrift bloß, ähem, vor.

Und weil’s so herrlich passt, nehmen wir uns diesmal gleich „Das vierblättrige Kloblatt“ vor.

Vom Land Niederösterreich gesponsert – Geld stinkt ja bekanntlich nicht –, widmet sich dieses bereits dreimal erschienene Heftchen vor allem dem Ort, für den es gemacht ist. Vom Interview mit einer Klofrau, über den Exkreminator, das Klomasutra, bis hin zum großen Klorakel (Klo-Orakel) dreht sich alles um das eine. Aber mau sollte sich von den Wortspielen nicht täuschen lassen. Das Kloblatt versteht sich nämlich durchaus als Literaturzeitschrift, als eine, die ganz nach dem Vorbild der Wände öffentlicher Notdurft-Einrichtungen Schund und Hochkultur vereint. So finden sich neben den stark Thema-gebundenen fixen Bestandteilen und hübschen Illustrationen Gedichte ebenso wie Prosawerke. Einmal mehr, einmal weniger dem Thema verpflichtet. Das eine für längere, das andere für kürzere Sitzungen geeignet. Insgesamt ein sehr stimmiges Produkt, klug konzipiert für den liebsten Aufbewahrungsort nur halb entbehrlicher Druckwerke.
Einzig am Papier könnten Sie noch arbeiten. Das kratzt ein bisschen.

Erhältlich ist das Kloblatt in ausgewählten Lokalitäten und online auf http://www.kloblatt.at.

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