Wenn’s nicht das wär’, wär’s nicht dasselbe

Hätte ich dich damals nicht getroffen, hätte ich wahrscheinlich früher oder später, an diesem Ort oder an einem anderen, jemand anderen getroffen. Der Andere wäre vielleicht ein schmucker, netter Kerl gewesen, der mir hin und wieder Blumen schenkt und gerne bis spät nachts sinniert (über alles oder nichts, in jedem Fall jedoch mit Blick aufs große Ganze). So hätte ich es mit dem Anderen wohl gut und gerne eine Zeit lang ausgehalten und anfangs mehr, dann später weniger, Bestimmung purem Zufall vorgezogen. Leider wäre es nicht lange gut gegangen (so wie es in den meisten Fällen doch nicht gut geht), sodass ich jenen unpassenden Anderen wohl bei sich bietender Gelegenheit gegen einen anderen Anderen getauscht hätte.
Zufällig wäre ich diesem wahrscheinlich gerade zu einer Zeit begegnet, in dem der Zufall, dem ich das Zusammentreffen mit dem einen Anderen verdankte, immer mehr den Charakter eines unglücklichen angenommen hätte. Zufällig wäre der andere Andere so erfrischend anders gewesen als der eine Andere, sodass ich es mit dem wohl gut und gerne eine Zeit lang ausgehalten hätte. Sei’s, wie’s sei, oder eben nicht. An dieser Stelle möchte ich die vielen kleinen, sich akkumulierenden Zufälle, die dazu geführt haben, dass ich dir letztendlich doch begegnet bin, lobend erwähnen und wink’ im Vorbeigehen dem Schicksal zu, das wissend nickt: Um dich und mich wär’ nämlich ewig schad gewesen.

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