Woher der Bartl weht

Eine unüberriechbare Fahne wird derzeit in der Wiener Innenstadt geschwenkt:

Most gibts wohl keinen auf den 1,6 Fankilometern. Meilensteine wohl auch nicht. Eher schon Biere, und aus denen werden Fahnen gezaubert, welche vom Winde verweht werden. Der Geruch der Bierfahne zieht morgen Richtung Nordwesten (Wohl bekomms, Döbling!). Nordwestwind? Keineswegs – die Windrichtung gibt an, woher der Wind (und nicht etwa der Bartl) weht. Südostwind nennt man ihn also, den Wind, der aus dem Südosten kommt. Oder besser gesagt, die Luft, die aus dem Südosten kommt (weil der Wind ist ja da und kommt nicht erst von irgendwo her). Richtiger (falls man das so quantifizieren kann) wäre also Südostluft. Eigentlich muss aber die Luft aus dem Südosten nicht unbedingt zwangsläufig in den Nordwesten wehen, nur weil sie von dort kommt. Sie könnte eigentlich ja auch aus dem Südosten in den Nordosten wehen, nur wärs dann irgendwie ein Nordwind, und würde an der Wiener Innenstadt vorbeiwehen. Oder der Wind könnt überhaupt aus dem Südosten noch viel weiter in den Südosten hineinwehen. Wobei ja nicht genau bekannt ist, von wo genau im Südosten die Luft eigentlich herkommt – Südosten ist ja mitunter recht weit weg.

Jedenfalls ist das mit der Windrichtung recht verwirrend. Vielleicht sollte man besser doch in altbewährter Manier den Finger ablecken und in die Höhe halten. Und des Anstands wegen einen der vier wohlriechenden!

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