#19 - geheim, Sep 11

Ausgabe 19Gleich eine Warnung im Voraus: Dieser Bagger ist voll von Geheimnissen, aufgedeckten Vertuschungen, Zensur, Unbekanntem und Enthülltem. Und manches, was da auf den folgenden Seiten zwischen den Zeilen steht, bleibt besser auch geheim. Deshalb, sollten Sie sich gerade in der Öffentlichkeit befinden – mit all ihren heimlichen Beobachterinnen und unbemerkten Überwachungskameras, verlassen Sie diese Seite gleich wieder, lassen Sie Ihr mobiles Internet-Empfangsgerät in der Tasche verschwinden. Holen Sie es erst im heimeligen Winkel wieder heraus, geschützt vor neugierigen Blicken, um sich dann über die Geheimnisse der Welt aufklären zu lassen. Wir wünschen viele erhellende Momente !

Bagger Nr. 19 als PDF.

Heimelige Sprechwege

Von den unterirdischen Ge­heim­gedankengängen, im Labyrinth öffentlicher Rhe­torik, im Schatten­spiel des Offensichtlichen. Ein Experte packt aus.

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Was heuer noch alles verheimlicht werden wird

Gerhard Wisnewski hält seit einigen Jahren besonders kritische Geister darüber am Laufenden, wie wir von den Mächtigen über deren geheime Machenschaften konsequent hinweggetäuscht werden. In einer jährlichen Rückschau „Verheimlicht – vertuscht – vergessen“ deckt er gerne Widersprüchlichkeiten zu brisanten Ereignissen auf, wie z.B. den „Mythos 9/11“, die Mond-Nichtlandung oder auch den Unfalltod Jörg Haiders.

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23 – Nichts ist so, wie es ist

23

In 23 Minuten wissen Sie mehr.

Jemand – niemand hat gesagt, daß es eine Wanze war – hat (scheint es) in einem unterirdischen Kapitelsaal, den es eigentlich gar nicht geben dürfte, eine streng geheime Versammlung des geheimsten aller Geheimbünde belauscht. Den Mitschnitt (wir wissen tatsächlich nicht, woher wir ihn haben) geben wir hier kommentarlos wieder. Nochmals: Dies ist zwar ein Wanzenprotokoll, aber die Wanze legt größten Wert darauf, daß ihr Name im Zusammenhang damit nicht genannt wird. Also: Die Wanze heißt gar nicht Wanze, sondern anders. Nicht daß wir noch Ärger kriegen.

(Vielstimmiges Gemurmel hallt vom Gewölbe wider. Gongschlag. Schweigen.)
Meister: Werte Schwestern und Brüder! Auf den Tag genau 23 Jahre nach unserer letzten Sitzung am 23. September 1988 begrüße ich euch von neuem und freue mich, daß ihr auch diesmal wieder vollzählig erschienen seid –
Jüngling: Kann nicht sein. Vor 23 Jahren war ich noch im Kindergarten.

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Die Strottern

Die Strottern

„Ich hab eine irrsinnige Hassliebe zum Wienerlied.“ Der lange Weg und die vielen Umwege der vielleicht interessantesten Band des Landes.

Als die Strottern 1998 ihr Debutalbum veröffentlichen, wissen sie eigentlich noch gar nicht so genau, was sie da machen. Sie sind zu der Zeit hauptsächlich in der Popband Stringbeans aktiv, die sich kurz vor Albumveröffentlichung in Merkes (2002) umbe­nennt – und kurz danach auflöst. Zu Recht. Ich hab versucht, das Album durchzuhören, hab es dann aber nicht geschafft und nur ganz grob drüber geskippt. Der Ball kommt flach … Servus Gschäft!

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Die Freischimma - FS1 (LiMuPic Records 2011)

Passend zu einem verregneten Sommer liefern die vier „Freischwimma“ ein eindrucksvolles und abwechslungsreiches Stück heimischer Musikkultur. Mit starken Bildern und lyrisch auf hohem Niveau erzählt Sänger Florian Kargl im Waldviertler Dialekt Geschichten, die das Leben schreibt.

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Werner Kitzmüller – Evasion (2011, Valeot)

Evasion

Vor zwei Jahren habe ich bei einem Konzert im Subterrarium zum ersten Mal Purple gehört, und seither warte ich. Jetzt ist das Debut endlich fertig, und im Oktober steht es in den Läden. Das Album beginnt mit der schaurig wunderschönen Soundcollage. „Ein Teil von mir ist verloren“ heißt es da ebenso resignatorisch wie hochzufrieden.

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Geheimtipp

bobo

An dieser Stelle möchte ich einen Geheimtipp loswerden, der schon bald keiner mehr sein dürfte: das kanadische Multitalent Xavier Dolan (Schauspieler, Drehbuchautor, Regisseur, Cannes-Preisträger – mit 22!). Und sein, nach dem großartigen „J’ai tué ma mère“, zweiter Film „Les amours imaginaires“ (englischer Titel: „Love, imagined“, Festivaltitel: „Heartbeats“), wird bald in ausgewählten Wiener Kinos zu sehen sein.

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Punctum

Vom Abenteuer des Betrachtens

Ich erinnere mich deutlich an jene Tage meiner Kindheit, an denen meine Eltern die Photos vom letzten Familienurlaub nach Hause brachten. In den kleinen Umschlägen aus Papier, das wusste ich, steckten Bildchen, die es mir erlauben würden in den Erinnerungen an die gemeinsam verbrachte Zeit zu schwelgen. Sie würden es mir gestatten, zumindest für einen kurzen Moment, in den Abenteuern des Sommers weiterzuleben, das Salz auf der Haut trocknen zu lassen, den knirschenden Sand unter den Füßen zu spüren und die fruchtige Kälte des Erdbeereises, für welches ich mit meinem Bruder den ganzen Strand ablief, erneut am Gaumen zu schmecken. Auch wenn die Sandburgen, die wir gebaut hatten, schon lange von den Wellen verformt und vom Wind vertragen worden waren, so existierten sie auf den Photos weiter und gaben den flüchtigen Momenten Beständigkeit.

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Lieber Johannes Paul I.!

Durch Zufall ist mir Dein Buch „Ihr ergebener Albino Luciani. Briefe an Persönlichkeiten“ in die Hände gefallen und ich war begeistert von Deinen Briefen – und schreibe Dir nun selbst einen :-) !

Ich habe bis vor Kurzem nichts von Dir gewusst. Und ich weiß, dass Du mir das nicht übel nimmst – denn wie hätte ich denn auch von Dir wissen sollen? Schließlich warst Du nur ganz kurz Papst und das im Jahre 1978 – also lange bevor ich auf die Welt gekommen bin. Ich kannte nur Deinen polnischen Nachfolger, der Deinen Papstnamen fortführte und eben der zweite Johannes Paul war. Von Dir hat mir niemand erzählt – aber zum Glück gibt es in unseren Tagen das „Internet“, in dem man vieles schnell nachlesen kann. Das, was ich in der „Wikipedia“ über Dich las, „gefiel mir“.

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Nietzsche, die antiken Philosophen und die Therapeuten

Wer sich für Nietzsche, den sprachgewaltig(st)en Philosophen des 19. Jahrhunderts, interessiert, der darf auch über seine Antikenkenntnis staunen und deren Aneignung durch die Psychotherapie …

Wohl kaum ein Philosoph ist einer so großen Allgemeinheit bekannt wie Friedrich Nietzsche. Woran das liegt? Nietzsche brilliert sprachlich und ist inhaltlich äußerst wagemutig. Sein Ausruf „Gott ist tot!“ lässt ihn als Kritiker der Religion, allgemeiner: der unfrei machenden Systeme, erscheinen. Jahrzehnte später findet seine befreien wollende These Eingang ins Liedgut von Konstantin Wecker, der da summt: „Nur die Götter gehen zugrunde, wenn wir endlich gottlos sind.“

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