#20 - Raub, Dez 11

#20 - raubRaubtiere und ihr Kapitalismus, Mundraub und Landraub, Eigentum und Diebstahl von Geistigem und Materiellem, Räuber und Gendarmen, Raubbau und Raubkopie, Gewalt und Kriminalistik - alles Themen, denen wir uns in dieser Ausgabe mehr oder weniger(,) ernst oder satirisch gewidmet haben.

Wer auf seinem Raubzug durch die Lokale Wiens keine gedruckte Version dieser Ausgabe ergattert hat, dem wünschen wir viel Spass mit der digitalen hier.

Bagger Nr. 20 als PDF.

Krimis sind besser als Ihr Ruf!

Vielen macht es Spaß, Krimis zu lesen, doch ein öffentliches Bekenntnis zum vermeintlich trivialen Unterhaltungsgenre Kriminalliteratur fällt so manchem schwer – warum eigentlich? Dieser Artikel will die Vorzüge der Geschichten von Mord und Totschlag für seine Leser aufweisen und diesen helfen, selbstbewusst beim nächsten Gespräch über Literatur aufzutrumpfen …

Ferienzeit – Reisezeit – Weihnachtszeit: eine ausgezeichnete Gelegenheit, ein Buch zu kaufen und zu lesen. Nur welches? Den neuen Literatur(nobel)preisträger, einen Ratgeber oder vielleicht doch einen Krimi?

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Mit Martin Mucha durch Wien Noir

seelenschacher

Martin Mucha ist der Autor von „Papierkrieg“ und „Seelenschacher“, zwei hard-boiled Wien-Krimis die 2010 und 2011 im Gmeiner Verlag erschienen sind. Der Bagger hat mit ihm Kaffee getrunken und nach seiner Meinung zu Krimis, Wien und Verbrechen gegraben.

Warum schreibst du Krimis?
Einerseits, weil es ein Krimi ziemlich leicht macht, einen vertikalen Schnitt durch eine Gesellschaft zu machen, von ganz oben bis ganz unten Leute vorkommen zu lassen. Das ist schön, wenn Du aus mehreren Perspektiven Schauplätze hast, die von einem Loft im Ersten zur Würstelbude im Fünfzehnten reichen können, von Leuten mit ganz unterschiedlichen materiellen Sicherheitsniveaus.

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Mit freundlicher Genehmigung von Strg+C et al.

copyright, © on

„ist nicht mein geistiges Eigentum, wenn es unter Gänsefüßchen steht“
  ist nicht mein geistiges Eigentum, wenn es unter Gänsefüßchen steht.

An der Universität Innsbruck sprach sich vor wenigen Monaten ein Fall akademischer Copyright-Verletzung herum, wo ein Lehrender wohl von einem Verlag geklagt und in Folge zu einer Geldstrafe verurteilt wurde, weil er verwertungsrechtlich geschütztes Material in seiner Vorlesung verwendete. Konkretes Vergehen war das Bereitstellen dieser Lehrmaterialien über eine Uni-interne Lernplattform – ein Online-Medium, zu dem ausschließlich ordentliche Studierende der Uni Innsbruck über ihren persönlichen Uni-Account Zugang erlangen.

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Aus Alt mach Neu

Griechenland ist pleite, an jeder Ecke steht ein Atomkraftwerk und im Fernsehen nix Gescheites. Die Welt geht in die Miesen und wir sind dabei. Und zu allem Überfluß haben wir Politiker, die versuchen, unsere Kapitalgesellschaft zu retten. Da möchte man doch aus der Haut fahren? Tun Sie’s doch – das Glück liegt auf der Straße!

Ich habe mir heute einen Baseballschläger auf Amazon bestellt. Neben unterschiedlicher Form, Farbe und Größe eines Schlägers besteht das wesentliche Qualitätsmerkmal im Material, Alu oder Holz, und insofern man nicht bereits Sixpacks hat, ist der Griff nach Aluminium zu empfehlen. Es ist wesentlich leichter, liegt dadurch hervorragend in der Hand und bei harten Schlägen ergeben sich Dellen, doch wir wollen kein Purist sein, so ein Schläger kostet keine 20 Euro, und Dellen sehen noch dazu cool aus. Für den vorausdenkenden Käufer gibt’s ihn (den Schläger) auch in Rot,  muß nicht sooft gereinigt werden, und das kann – kleiner Tipp – viel Mühe ersparen!

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Raubern – eine Spielerfahrung

Wenn man mit alten Menschen arbeitet, kann man vieles lernen. Neben Lebensweisheit schlummert in vielen auch eine Menge Handlungswissen. Hat man Glück, so erfährt man davon und kann nun selbst davon profitieren. So geschehen in einem Wiener Tageszentrum, als die Rede aufs Kartenspielen kam.

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Spiel des Jahres 2011 „Qwirkle“

Susan McKinley Ross hat ein tolles Spiel erfunden, für das ihr völlig zu Recht der Kritikerpreis „Spiel des Jahres 2011“ zuerkannt wurde. Abgesehen vom schwierig aussprechbaren Namen ist das Spielprinzip nämlich denkbar einfach.

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David Kleinl zwischen Charmant Rouge und Tanz Baby!

Charmant Rouge, © Elisabeth Handl

David Kleinl ist vielen als Sänger des Neo-Schlager-Duos Tanz Baby! ein Begriff. Weniger bekannt ist seine hundsgemeine Art-Noise-Combo Charmant Rouge.

Eisenstadt 1993. Der 15-jährige David Kleinl beginnt im Freundeskreis (mit Robert „Pinzo“ Pinzolits und Thomas „Kantine“ Pronai, mit denen er noch heute in Charmant Rouge ist) mit Grunge zu experimentieren. Wie für die meisten Bands dieser Zeit sind Nirvana auch für sie zunächst stilprägend. Beeindruckt hat die Teenager dabei in erster Linie die Punk-Attitude: Musik machen, ohne es notwendigerweise zu können. Sie spielen sporadisch Konzerte und überschätzen sich nach eigenen Angaben maßlos, aber ein Anfang ist gemacht.

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Krixi, Kraxi und die Kroxn – Die Gegenwart

Problembär 2011
Diesen Sommer haben sich in der Non Food Factory, dem Label bzw. Studio von Walther Soyka immer wieder Leute mit Nino „aus Wien“ Mandl und Natalie Ofenböck getroffen, um dort Lieder aufzunehmen, die bis zu diesem Zeitpunkt oft noch gar nicht fertig geschrieben waren. „Arrangiert“ wurde auch sehr spontan: Jede/r tat eben das, wozu er/sie fähig war, und herausgekommen ist eine erstaunlich runde Platte. Manches erinnert stark an die Radiohits vom Nino aus Wien, aber die Platte dehnt den Rahmen der Möglichkeiten noch weiter aus.

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Neuschnee – Bipolar

bipolar

Problembär 2011
Bipolar ist – wie schon Titel und Artwork zu erkennen geben – in zwei Hälften gegliedert. Es beginnt mit Neuschnee, wie man sie vom ersten Album kennt: aufgewühlte Streicherballaden, bei denen jedes Gramm Schmalz mit einem scharfen Wort austariert wird.

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Wo ist bloss die frau Haselbach?

frau haselbach

Auszug aus einem Kriminalroman an dem der Autor gescheitert ist, aber ein wenig Alkohol, ein wenig Drogen und wer weiß? Vielleicht werdens ja mal die Brüder Karamasoff. Der Autor schämt sich für diesen Vergleich.

Frau Haselbach war gerade 83 Jahre alt geworden, und dabei immer noch sehr rüstig. Sie stand jeden Morgen um etwa sieben Uhr auf und legte sich um elf am Abend schlafen. Rhythmus war wichtig in ihrem Leben, und sie versteifte sich mit zunehmenden Alter darauf, einen exakten Tagesablauf einzuhalten. Frau Haselbach war überzeugt, dies wäre der Grund für ein langes, gesundes Leben.

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