#5 - Hitze, Jan 08

HitzeDauert der Winter nicht schon ein bisschen zu lange? Wär nicht schön langsam ein bisschen mehr Sonnenlicht, ein bisschen mehr Wärme wieder wünschenswert? Wir, die Bagger-Redaktion, kennen Ihre Sorgen und Hoffnungen und bringen Ihnen hiermit deshalb einen ganzen Haufen geballter HITZE. Dies nämlich ist das Thema unserer 5. Ausgabe. Auch wenn das schöne Wetter draußen noch auf sich warten lässt, hier kann man begeistert in der Sauna schwitzen, stundenlang den Ofen belagern, sich an diversen Feuern wärmen, hitzige Diskussionen verfolgen (und dann am besten gleich selbst über die entsprechenden Artikel führen), den Aggressionen freien Lauf lassen oder sich von einer Mediatorin das Mütchen kühlen lassen, einen kleinen Tropenspaziergang machen oder auch einfach nur scharf essen. Das wärmt auch. ... solange einen nicht vorher der Wärmetod ereilt, oder Kälte aus der Ferne die behagliche Atmosphäre stört. Naja, lesen Sie selbst! Am besten mit einem Bagger-Abo, damit Sie auch in Zukunft nie eine Ausgabe versäumen.

Teuropa

Achtung Bagger! Mir reichts schön langsam … das mit Europa und so … die glauben ja, die können machen, was sie wollen. Selbst alle einen Haufen Geld verdienen, aber uns alles wegnehmen. Eing’sperrt gehören die alle!

weiter...

Österreich einig Atomfreiistan!

Über die Ambivalenz der Österreicher in der Haltung zur Atomkraft

Es gibt ein paar Dinge, die ziemlich undankbar sind. Schnapshändler in Teheran zum Beispiel, Kanalräumer in Kalkutta oder Qualitätsbeauftragter in einer chinesischen Spielwarenfabrik. Und dann gibt es etwas, das all dies wie einen Thermenbesuch erscheinen lässt. Der ultimative Scheißjob zur Lage der Nation: ATOMKRAFTBEFÜRWORTER in Österreich. Es ist ein scheiß Job, aber irgendwer muss es ja machen.
Eines der wenigen Dinge, über die sich ganz Österreich einig ist, ist dass Atomkraft furchtbar, gefährlich und eine verachtenswürdige Sache ist. Glücklicherweise ist Österreich eine atombefreite Zone, äh atomkraftbefreite Zone.

weiter...

Ein Grab für Lebende & Ungeborene

Zur vermeintlichen Friedfertigkeit der so genannten „friedlichen“ Nutzung der Kernenergie

Atomkraft Sie werden sich wohl die Frage stellen, warum in diesem Land jemand einen Artikel gegen die Nutzung von Kernenergie verfasst. Wo doch gegenwärtig sowieso jeder dagegen ist. Die Antwort lautet folgendermaßen: Die Welt hört weder räumlich gesehen an den Grenzen unseres Landes noch zeitlich gesehen mit den Grenzen der Gegenwart auf. Vor allem für zukünftige Generationen (wobei jetzt noch Ungeborene wohl die Mehrheit aller Menschen darstellen) ist atomare Energieversorgung der potentielle Auslöser einer global-sozialen Tragödie.

weiter...

Die Vorstadt brennt (immer noch)

Nicolas Sarkozy, heutiger Marionetteur, versprach als damaliger Oberschlumpf (als Innenminister war er auch Polizeichef) im Vorwahlkampf die Vororte von Paris mit dem Kärcher vom Gesindel zu reinigen und hat mit diesem tölpeligen Löschversuch einen Superbrandbeschleuniger kreiert. Eineinhalb Jahre danach brennen die Banlieues immer noch, und die Grand Nation, scheint es, leckt heimlich mit besorgten Augen und erstaunt die Wunden.
Erlebnisbericht eines Wahlparisers kunterbunt vermengt mit persönlichen Eindrücken und intellektuellem Polemikausguß.

Heute erwärmen nicht mehr 800 brennende Autos pro Tag unseren Alltag hier, denn das Maß ist wieder ins Normale, sprich achtzig Autos pro Tag zurückgesunken. So fand sich gar bei uns, als wir einzogen, keine zwanzig Meter der Eingangstür entfernt, ein ausgebranntes Vehikel, ein Ausläufer der vorstädtischen Gewalt, ein Zungenschlag der Flammen hinein, über die Ringautobahn hinweg, bis zum Friedhof Père Lachaise, damit auch Voltaire und Jim Morrison etwas von der Party haben.

weiter...

Fernkälte

Ein kurzer Überblick über Geschichte und Technik

Man kann zur Klimatisierung von Gebäuden stehen wie man will, es ist jedoch nicht zu bestreiten, dass eine Nachfrage besteht und wächst. Nicht nur das menschliche Bedürfnis nach Komfort will gestillt sein, es gilt auch Abwärme technischer Geräte abzuführen. Da der Betrieb von Kleinklimageräten, das sind diese weißen Kästen die unter anderem zur optischen Auflockerung öder Fassaden beitragen, ein energetisches Harakiri ist, werden bei Bürogebäuden leistungsfähige Kompressionskältemaschinen verwendet, welche dem ganzen Komplex unerwünschte Wärme entziehen. Der Wirkungsgrad ist hier zwar besser als bei der Bastlerlösung mittels Kleinklimageräten, aber dennoch verbrauchen diese Kompressionskältemschinen noch immer sehr viel elektrische Energie, was die Stromversorgung in Österreich an einem Sommertag an die Grenzen ihrer Kapazitäten führen kann.

weiter...

Feuer auf die Altäre

Heiße Debatte um ein Thema, das nie auskühlt.

Dieselbe Wanze, die der vorletzten Bagger-Ausgabe den Dialog „Viel Lärm ums Nichts“ beschert hat, war diesmal so indiskret, das Zweigespann Joachim und Thusnelda bei einer morgendlichen Unterhaltung zu belauschen (zum Glück erst beim Frühstück). Im Gegensatz zum vorigen ist dieser Dialog nicht fiktiv, sondern vollkommen real – sonst könnte er hier ja auch gar nicht stehen.

weiter...

Hochbau: Fegefeuer

Fegefeuer Warum Fegefeuer, fragen Sie? Warum die Fernwärme, könnten Sie dann auch gleich fragen! Der Zusammenhang ist folgender: Die hoch nützliche Hauptfunktion dieser lodernden Drohung ist ja die Veredelung leicht unreiner Seelen auf dem Weg zum Himmel. Für Wiener KatholikInnen ist dieses Feuer jedoch außerdem – und womöglich in erster Linie – ein aus sicherem Abstand glühendes Versprechen einer Gewissens-Wärme, ohne die das Leben in diesem kalten nassen Jammertal sehr trist aussähe.

weiter...

Tiefbau: Fegefeuer

Fegefeuer Hell-dunkel, schwarz-weiß, gut-böse, Himmel und Hölle. Das Gleichnis schlechthin für den allgegenwärtigen Dualismus. Erklärung und Grundlage unserer Weltsicht als Übertragung ins Jenseitige und als Projektion des Jenseitigen auf das Diesseits. Die Guten werden belohnt, die Schlechten bestraft – einfache, logische Folgerung, der sich jeder, der ein wenig bei Verstand ist, fügen wird. Man hat die Wahl: Auch die kleinste, ungesühnte Sünde führt geradewegs in die Hölle, das ist zwar hart, aber folgerichtig.

weiter...

Über die wahre Begebenheit der glorreichen Schlacht bei Ofen

Normalerweise braucht es seine Zeit, um Marco wütend zu machen, denn er war ein besonnener Mensch. Seit seiner Geburt war ihm das Leben als Mönch vorherbestimmt und er hatte gewiss sein Leben in Demut gelebt. War es denn wirklich so schwer zu begreifen, weshalb man sich den Sobieski herholte? Dabei ging es doch nicht um das Austauschen von derben Scherzen oder wer besser im Stehen gegen den Wind wiescherlt, ohne sich dabei von oben bis unten die Paraderüstung ganz rostig zu machen; es ging hier um Weltpolitik!! Innozenz hatte es ihm aber auch gesagt, damals, dass es keinen depperteren Trottel gäbe als den heiligen römischen. Aber der wäre leicht zu beeinflussen und der Glaube könnte verbreitet werden und alles in allem eine lohnende Aufgabe …

weiter...

Bücherverbrennungen

„Gegen Dekadenz und moralischen Verfall! Für Zucht und Sitte in Familie und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Heinrich Mann, Ernst Glaeser und Erich Kästner.“

weiter...

Seiten

RSS - #5 - Hitze, Jan 08 abonnieren