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Hier finden sich Artikel, die bisher in keiner Ausgabe abgedruckt wurden. Insbesondere aktuelle Artikel und Rezensionen sollten hier von Zeit zu Zeit erscheinen.

Der Elegante Rest gibt uns Lessons in Japanese

Lessons in Japanese - Der Elegante Rest

Die Band um Jörg Wolschina legt ihr viertes Album vor: Ein wohltuendes Stück Indie-Pop, das die Romantik der Gewöhnlichkeit feiert.

Eigentlich könnte man sich über die Fülle an Musik aufregen und laut schreien, dass alle endlich auch mal die Klappe halten sollten. Man könnte jeden auf die Massen losgelassenen Song, zumal wenn er schlecht ist, schon dafür schelten, dass er sich für wichtig genug hält, der universalen Kakophonie noch mehr Lärm hinzuzufügen. So werden wir von manchen, auf die Hörgewohnheiten und Breitenwirkung hin getrimmten Popsongs regelrecht nervgetötet, wenn wir sie hören müssen, andere legen sich angenehm ins Ohr und lösen interessante Stimmungen aus.

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Unterwegs

Es ist ein kühnes Unterfangen- das Benutzen der Straßenbahn als Transportmittel zu rezensieren. Ich habe kein Führerschein und ich denke in einer zentraleuropäischen Stadt wie Wien, das so gut vernetzt ist, braucht man nicht unbedingt ein Führerschein oder ein Auto um von A nach B zu gelangen.

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Cyrano anno 2018.

2018 hat Michalik eine Hommage nach "Shakespeare in Love "Manier gedreht ,das dieses Jahr auch hierzulande zusehen ist. Das Fin du siecle und wie das berühmte und erfolgreiche Stück Cyrano entstanden sein könnte - das ist die Idee dieses Films. Die Entstehung wird erfunden, und somit der kreative Entstehungsprozess, der von Spontanität gewürzt mit Fatalismus und Leichtsinn geführt wird. Die Premiere die in wenigen Wochen stattfindet hat nämlich nicht eine geschriebene Zeile zur Grundlage.

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Der russische Camus

Nächtliche Wege

Gaito Gasdanow/Gazdanov wird als der Camus der Russen bezeichnet, vielleicht ist er aber auch einfach nur er selbst, einer der aus dem Exil geschrieben hat, ein St. Petersburger, der 1971 in Deutschland gestorben ist und viele Essays und Romane hinterlassen hat.
Beim Hanser Verag ist 2018 ein Roman von ihm erschienen bzw. neuübersetzt verlegt worden, der das Leben des Exilrussen in Paris nacherzählt – mit dem deutschen Titel "Nächtliche Wege."

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Nachschlagen

Bierce: The Devil's Dictionary

Nach-schlagen. Wieviele Lexikas hat man zu Hause? Wieviele Nachschlage­werke hat man in der Bibliothek? Und keines hat es je geschafft, einen zum Lachen zu bringen. Das soll ein Lexikon ja auch nicht – sagt man zumindest. 1911 hat Ambrose Bierce sich die Mühe gemacht, des Teufels Wörterbuch zu schreiben – zumindest wurde es 1911 auf den Markt gebracht. The Devil’s Dictionary ist eine Art Nachschlagewerk mit Aphorismen-Charakter und ja, es macht Spaß, etwas nachzuschlagen.

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Laokoongruppe - Blonde Mädchen Macht und Masse

Laokoongruppe - Blonde Mädchen Macht und Masse

konkord, 2014
Es war klar, dass uns der Karl irgendwann den Kopf waschen würde. Das ist jetzt das dritte Album des Ausnamekünstlers Karl Schwamberger und es kommt daher wie die Sonne selbst: Heiß, massiv und alldurchdringend. Dieses Album, mit seinen verkopften Elektro-Schlagern ist eine solche Naturgewalt, dass mir vollkommen schleierhaft ist, warum es nicht längst die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass "Blonde Mädchen Macht und Masse" ein Gebirgszug von einem Album ist.

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Alma - Transalpin

Alma - Transalpin

col-legno, 2015
"World Music" - ein Etikett, das sich außerhalb dieser Szene oft keiner großen Beliebtheit erfreut. Man verbindet damit Worte wie traditionell und antiquiert. Dass das nicht zwangsläufig so sein muss beweisen Alma auf ihrem neuen Album "Transalpin".

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Karl Stirner - Schichten (2014, non food factory)

Stirner - Schichten (2014)

Einmal im Monat spielen der Zitherspieler Karl Stirner und der Akkordeonist Walther Soyka gemeinsam beim Heurigen Hengl-Haselbrunner im neunzehnten Wiener Gemeindebezirk. Sie zählen zu einer der wenigen "Partien" ("Band" wär in diesem Zusammenhang ja wohl der falsche Ausdruck), deren Repertoire weit jenseits touristischer Gassenhauer wie "Es wird ein Wein sein" liegt. Wer den Beiden aus nächster Nähe beim Musizieren auf die Finger schauen kann, weiß sofort, dass er Zeuge von etwas Besonderem ist. 2009 wurde diese Ehe mit der großartigen Duo-Platte "Tanz" auch formal besiegelt.

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"Das ist alles" - Pico Be von der Band "Das Weiße Pferd"

Pico Be (Foto: Anna McCarthy)

Federico Sánchez alias Pico Be ist der "Crazy Diamond" der Münchner Musikszene. Er ist ein kühner Dichter, selbstgefälliger Dandy und gottloser Gitarrist. Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten, Produzenten und Labelbetreiber Albert Pöschl bildet er seit einigen Jahren den harten Kern der Band "Das Weiße Pferd". Auch der Schriftsteller und Ex-Goldene-Zitrone Hans Platzgumer zählt zum Dunstkreis der Band.

"Pico" ist nicht nur der rätselhafteste Poet seiner Stadt, sondern auch ihr versponnenster Musiker und damit insgesamt eine Figur, die sich nicht zwangsläufig beim ersten Durchhören erschließt. Es braucht mitunter mehrere Anläufe, bis man das - je nach Zählweise - fünf oder sechs Alben umfassende Werk des Gratwanderers zu schätzen und lieben lernt. Bisher sind erschienen: "Paradiso" (2003, mit "Kamerakino"), "Munich Me Mata" (2007, mit "Kamerakino"), "Infant Munich Hits Rock Bottom" (2010, 2-LP zum Zehnjährigen von Kamerakino, mit Beiträgen von "Kamerakino" und "Das Weiße Pferd"), "San Fernando" (2010, mit "Das Weiße Pferd") und "Inland Empire" (2013). Am 14.11.2014 erscheint mit "Münchner Freiheit" das dritte Album seiner aktuellen Band.

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Für immer ich

gui gui cover

Mit seinem Debütroman „Gui Gui oder Die Machbarkeit der Welt“ hat Hubert Weinheimer bewiesen, dass er auch lange Formate durchgehend überzeugend gestalten kann.

Der Titel, mit dem eine vorläufige Begegnung mit diesem kompakten Text anfängt, nimmt das Motiv vorweg, das in der Kunst des zugereisten Oberösterreichers vorherrschend ist; die Zweischneidigkeit, eine Polarität von Aussagen, ein Kontrast, der an den Pranger gestellt und auf die Spitze getrieben wird. „Chanson-Punk“ verschränkt als angeführte Genrebezeichnung Weinheimers Band „Das Trojanische Pferd“ zwei disparate Attribute. „Gui Gui“ wirkt wie ein Nonsense-Wort und erinnert an den Dadaismus, während „Die Machbarkeit der Welt“ streng philosophisch anmutet und von Schopenhauer stammen könnte. Scharfdumm nennt man solche Verschränkungen, oder, um die Referenzen weiterzutreiben, bittersüß, wie ein Songtitel des letzten Albums lautet. 

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