Abrissbirne

birneGeistlose Schlusskolumne beliebigen Inhalts.
Mal skurril, mal makaber, ein ander Mal zynisch oder gar schmutzig.

Durch ihre Lebensnähe für den/die Leser/in ungefähr so erquickend wie zwei bräunlich-ranzige, halbvergessen-gärende Bananen in einem alten, speckigen Schulranzen.

Beim Urologen

Nie vergessen werde ich dieses Bild: Als ich mich, einem hilflosen Wurm gleich, in seitlicher Embryostellung auf seinem Untersuchungstisch krümmte. Ritzenalarm auf Tausend. „Es wird gar nicht weh tun“, brummte das bärtige Monstrum, ich glaub’, es war ein Freund meines Vaters. Letzterer war übrigens auch mit dabei, irgendwer musste mir ja die Hand halten (oder ich seine). Allerdings fühlte ich mich Papas Blick ebenso ausgeliefert wie dem des Urologen. Ob die zwei schon meinen Zwölffingerdarm sehen konnten?

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Das Geheimnis vom Männerurlaub

Man hatte uns ertappt. Ja wirklich, ein Mann hatte uns dabei ertappt, wie wir etwas in unsere Beinkleider steckten – etwas, das dort nicht hingehörte.

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Schlüpfriges aus Popowitsa

Fatma machte uns schöne Augen. Mitten im bulgarischen Niemandsland, nicht unweit von Popowitsa. Ob mein vollbärtiger Freund und ich auf ihr schlüpfriges Angebot eingehen sollten?
An diesem Tag wollten wir es in unserem Roadmovie eigentlich noch bis Sofia schaffen. Dort kannten wir zumindest schon ein Hotel, wo man mit den Küchenschaben kuscheln konnte. Aber nicht heute.

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Der Beat der Berts

Was haben Dollfuß, Russell und Brecht gemeinsam?
Als Engelbert, Bertrand und Bertolt waren sie verdammt in dieser Welt, verdammt zum Bert-Sein. Aber sind es nicht vielmehr wir, die wir mit den vielen Berts in unseren Reihen ein schweres Kreuz zu tragen haben?
Schaun ma mal.

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Beim Illuminatenfleischhauer

Hätte ich gewusst, dass meine Greißlerin Mary mit den verschwörerischen Illuminati im Bunde steht – ich wäre sicherlich im Stande gewesen, meine Lust zu zügeln. Meine unheimliche Lust auf Schokolade, nicht auf Mary, die mich jeden Tag genau einmal überkommt, die Lust, nicht Mary. Eigentlich ist Mary gar nicht meine Greißlerin, ja nicht einmal dass sie Mary heißt, kann ich zweifelsfrei sagen. Zweifelsohne aber gehört Mary zum Namen eines verlassenen Geschäfts, das mit „Delikatessen“, „Imbiss“ und „Stube“ in gotischen Lettern beschriftet ist.

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Die Verzehrung der Gerichtsmedizinerin

“‘Gessen wird das, was am Tisch kommt, selbst wenn’s die Schwiegermutter ist”, lautet zwar ein Sprücherl meines Vaters (Nachkriegsgeneration!) – ob er jedoch zu seinem geflügelten Wort stünde, wenn man ihm das auftischte, was die Gerichtsmedizinerin damals vor unseren Augen schnabulierte, bleibt zweifelsfrei zweifelhaft.
Dagegen war das von meinem Kindergarten-Sitznachbarn ausgespuckte, flachsig fette Riesenbröckerl Reisfleisch ein Lercherl. Angeekelt würgte ich es hinunter, aus Angst, die Tante könnte mich für den schlatzigen Klumpen totes Tier, der da neben meinem Teller lag, rügen und mich zurück zu den kleinen Hosenscheißern versetzen.
Nun gut, also bitte zu Tisch.

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Der fragwürdige Freitod des Patrick M.

Selbstmordgeschichten eignen sich besonders gut für Abrissbirnen, vor allem, wenn sie eine gute Mischung aus Existentialismus und Tragikomik in sich bergen. Eine dieser Geschichten habe ich unlängst erzählt bekommen, von einem jungen Mann, der mit wulstig vernarbten Handgelenken auf einen Stock gestützt zu unserem Treffen erschien.
Der Protagonist dieser wahren Geschichte ist Patrick M., ein leicht labiler Bauarbeiter, der sich sehr um eine Frau aus dem ehemaligen Ostblock bemüht hatte.

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Maria Fekter NOT for Außenministerin!

Ein Glück, dass Maria Fekter Innenministerin ist. Denn solange sie das Ressort für Inneres leitet, bleibt ein anderes, im Umgang mit Fremden weit mehr Sensibilität forderndes Amt von ihr verschont: Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.
Wieviel diplomatische Rüffel müsste Österreich einstecken, wenn eine Außenministerin Fekter mit unseren Nachbarn und Nachbars Nachbarn Politik machen wollte.

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Tanja - Teil 2

Fortsetzung aus Bagger No. 11


Als ich zum ersten Mal bei ihr auf Besuch war wollte sie Sexualattentäter und Opfer spielen. Mit einem Bleistiftmesser musste ich sie bedrohen und ihre brettflache Knabenbrust streicheln.

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Tanja - Teil 1

Schuld an allem waren das Schwätzen mit meinem Sitznachbarn und unser Klassenlehrer, der wollte dem Schwätzen durch mein Versetzen ein Ende setzen.
So kam ich ihr nahe.
Tanja, was für ein Name.

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