linkes/rechtes Eck

Ein Eck, reserviert für verschiedenste politische Meinungen.

Satyagraha!

Mahatma Gandhi hat vielleicht gewisse Fehler gemacht und der von ihm vorgeschriebene Weg führt wohl auch nicht in jeder Situation und zu jeder Zeit zu einem glücklichen Ende. Nicht einmal in Südasien war er damals völlig erfolgreich, da er zwar die Unabhängigkeit von Großbritannien herbeiführte, aber die Aufteilung der Kronkolonie in einen muslimischen Staat Pakistan und den Hindustaat Indien, die Massenflüchte, Massaker und einige Kriege hervorrief , nicht verhindern konnte.

Eine zentrale Idee aber – das wohl wichtigste Element im Unabhängigkeitskampf – könnte, würde sie heute sowohl in der Politik als auch im persönlichen Bereich selbstbewusst angewendet werden, durchaus nach wie vor für alle von Vorteil sein: Das Festhalten an der Wahrhaftigkeit (Sanskrit: satyagraha). Dabei geht es nicht um puren Populismus, Stamm­tischreden oder darum, dem Volk aufs Maul zu schauen, sondern darum, die Situation analytisch zu untersuchen und ohne Umwege aufrichtig darauf zu reagieren – sozusagen ein Handeln nach bestem Wissen und Gewissen gegenüber sich selbst und der Gesellschaft.
Dazu muss man/frau nicht unheimlich weise oder erfahren sein, es geht nur darum, sich nicht selbst zu betrügen, darum, sich nicht einzulullen und einzuschläfern. Darum, nicht den ganzen Tag missmutig zu sein, unzufrieden mit dem Leben, der Arbeit, der Politik und was uns sonst noch alles betrifft, und dann am Abend am Stammtisch oder beim Telephonat mit FreundInnen darüber zu jammern, schimpfen und revoltieren.
Es geht um eine innere Revolution, darum, das zu machen, was man/frau denkt.
Warum müssen wir 40 Stunden arbeiten, wenn wir an allen Enden und Ecken einen Überschuss erwirtschaften, der dann nicht einmal Mittelloseren zugute kommt? Wozu brauchen wir ein Wirtschaftswachstum, das unsere „Lebensqualität“ erhöht, wenn Leute, denen es materiell überdurchschnittlich gut geht, statt natürlichen Gebrechen Zivilisationskrankheiten wie Depression oder Allergien entwickeln? Warum leisten wir uns den Luxus einer überdimensionierten und ineffektiven Infrastruktur, wenn wir genau wissen, dass das auf Kosten zukünftiger Jahrzehnte und Generationen geschieht?
Warum, verdammt noch mal, leben wir nicht ein bisschen ehrlicher?
Satyagraha jetzt!
va

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"libertarianisch"

Ostblockistan: vor einigen Jahren noch arme Diktaturen. Menschen flüchteten und wurden an der Grenze erschossen – jetzt amüsieren sich TschechInnen und PolInnen in den Alpen und wir fahren ohne Visum zu ihnen, um billig zu genießen. Wieso das? Persönliche Freiheit, Kapitalismus, freier Handel usw. machten das. Nie ist ein Land ohne Handel reich geworden. Es wird noch dauern, bis die 50 Jahre Kommunazismus weg sind.

Indien lebte lange Zeit unter der Fuchtel von Nehru/Gandhi-Dynastie. Nehru: geboren, aufgewachsen und gestorben im Luxus, Indien hat er jahrelang in Armut gehalten. War ein Anhänger vom fabianischen Sozialismus und Ostblockdiktaturen haben ihm gefallen. Als Rote Armee 1956 in Ungarn massenmordete, schwieg er. Wenn jemand in Indien im Jahr 1990 einen Computer importieren wollte, brauchte er bis zu 20 Papiere. Indien liberalisierte und wurde Wirtschaftsmacht. Wer nicht weiß, was comparative advantage oder Laffer curve bedeuten, soll über die Wirtschaft schweigen.

KommunistInnen (K) haben jahrzehntelang die Entwicklung der Baustelle Welt gehindert. Die Expansion der K zu stoppen hat Unsummen gekostet. Kommunismus, form of insanity (Ronald Reagan), führt zur Verarmung aller Schichten (mit Ausnahme der K), dann zum Massenmord. Es gab noch keine K an der Macht, die nicht gemordet hätten. Auch in Westeuropa gibt es rich white kids, denen es fad ist und die an irgendeine Spielart vom Kommunismus glauben. Es gibt bessere Religionen.

Ex-DDR bekam zwischen 1990 und 2004 umgerechnet 1,5 Billionen (sic!) Dollar. Macht 7.100 Taler pro Birne und Jahr. Dazu noch die DM für die wertlose DDR-Mark. Auch deswegen geht es ihnen jetzt schlecht. Tschechien bekam von der Weltbank 626 Millionen Dollar an Krediten; zwischen 1992 und 2003 war die Gesamthilfe nur 22 Taler pro Birne und Jahr. Tschechien: kam heuer raus aus der Weltbank: reich genug.

Afrika haben wir vermasselt: zuerst Kolonialismus und dann Fantasiliarden Dollar hingeschickt; Armut steigt weiter. Afrikas Probleme sind Korruption, Diktatur, Rassismus (schon mal über Darfur und Rwanda gehört?) – und Mangel am Rechtssicherheit und Markt. Kenianischer Ökonom James Shikwati, Befürworter der Globalisierung, schreibt: „Hören Sie endlich mit der Hilfe auf … sie hat riesige Bürokratien geschaffen … unterstützt Korruption ... Menschen werden zur Abhängigkeit geführt.“ Warum hat Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis bekommen? Ich will mehr Produkte aus armen Ländern kaufen! Aber im Supermarkt, nicht in Boutiquen!

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