Präzension

PräzensionSachen, die's besser nie geben sollte ...

Wir rezensieren Sachen gleich im voraus, die besser zensiert werden sollten, bevor sie überhaupt existent werden. Wer das Konzept jetzt noch nicht verstanden hat, liest am besten einfach ein paar Präzensionen - dann wird's schon klar.

Was heuer noch alles verheimlicht werden wird

Gerhard Wisnewski hält seit einigen Jahren besonders kritische Geister darüber am Laufenden, wie wir von den Mächtigen über deren geheime Machenschaften konsequent hinweggetäuscht werden. In einer jährlichen Rückschau „Verheimlicht – vertuscht – vergessen“ deckt er gerne Widersprüchlichkeiten zu brisanten Ereignissen auf, wie z.B. den „Mythos 9/11“, die Mond-Nichtlandung oder auch den Unfalltod Jörg Haiders.

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Ironie des Schicksals

Wie wäre es, wenn alles, wirklich alles vorherbestimmt wäre? Herrlich. Die entbehrliche Zeit für langwierige pro-und-contra-Abwägungen bezüglich Eissorten oder Stimmzettel könnte sinnvoller investiert werden. Es wäre auch deshalb eine unschätzbare Erleichterung, weil wir den für freie Individuen größten Ballast abwerfen könnten: Verantwortung.

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Die Entdeckung neuer Erden

Eigentlich ist es ja ohnehin schon zu spät. Bereits 1991 wurde der erste erdähnliche Planet, eine sogenannte Super-Erde nachgewiesen. Inzwischen ist eine ganze Reihe solcher Himmelskörper bekannt, von denen manche sogar um sonnenähnliche Sterne kreisen.
Warum diese Entdeckungen schlecht sind?

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Die Demokratische Bank

Aus der Wirtschafts- und Bankenkrise ist eine neue Art von Institut hervor- und auch schon wieder zugrunde gegangen, die sich „Demokratische Bank“ nannte. Die Grundidee, die reichlich Bewegung in den Bankensektor bringen sollte, war es, ein Institut zu gründen, das Sparguthaben verwaltet und Kredite vergibt, vorrangig an private Haushalte bzw. ökologische und soziale Projekte, sowie den Staat, ohne dabei auf die Profitmaximierung und den globalen Markt zurückzugreifen.

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Sieben Jahre Pech

Wie jedes Kind weiß, zieht das Zerbersten eines Spiegels mit sieben Jahren Pech eine besonders harte Strafe nach sich, deren Ausmaß Betroffene gerne in Frage stellen. Überraschenderweise gibt es jedoch auch durchaus positive Auswirkungen einer solchen Sühne. Man bedenke etwa, welch große Enttäuschung entsteht, wenn wir uns redlich um eine Sache bemühen, die schlussendlich misslingt.

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Glücklichsein (oder: die Hölle auf Erden)

Von allen politischen Idealen sei der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste, meinte Karl Popper; der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziere stets die Hölle. Recht hatte er, der gute Meister Popper. Was den Mächtigen vor Glück aufjuchzen lässt, wird der Glückseligkeit des Geknechteten wohl weniger zuträglich sein und vice versa et cetera.

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Spinnennetz – zu Ende gesponnen

Meist gibt es Anlaß zur Freude, wenn sich ein literarisches Fragment lange nach dem Tod des Autors doch noch als vollständiges Werk wiederherstellen läßt. Niemand freut sich aber, daß die verschollenen letzten 20 Kapitel von Joseph Roths Erstlingsroman „Das Spinnennetz“ nach nunmehr 86 Jahren Wartezeit den Weg aus dem Nachlaß in die Druckpresse finden.
Immer schon peinlich genug war die Hauptfigur: Theodor Lohse, entwurzelter Weltkriegsleutnant, Mitläufer, Nachsager, Antisemit aus allerniedrigsten persönlichen Gründen, Spitzel im Kampf gegen den Kommunismus (mit profundem Mangel an politischer Bildung), bei Gelegenheit Folterer und Totschläger.

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Sie läuft … und läuft … und läuft …

Für viele mag das Perpetuum mobile als eine sich immerfort bewegende Maschine den Stein der Weisen, das Ei des Kolumbus und darüber hinaus noch die Lösung aller Probleme darstellen. Vielen dürfte dahingehend der böse Physikunterricht eine herbe Enttäuschung beschert haben, denn eine solche Maschine gehört leider zu den zahllosen Dingen, die die Menschheit niemals zu Gesicht bekommen wird.

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Fettfrei in die Fressnot

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass die Zahl der hungernden Menschen im Jahr 2008 rund 1 Milliarde (das ist ca. jeder siebte Mensch) betrug, Tendenz steigend. In unregelmäßigen Abständen bricht auf einem der Urlaubskontinente eine sogenannte „Hungersnot“ aus und ausgewählte Nachrichtensender berichten auch darüber. Dann werden mitunter Bilder von apathischen, blähbauchigen Kindern mit Fliegen im Gesicht gezeigt und abwechselnd das Klima und die Politik beschuldigt, manchmal auch AIDS.

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Stressinduzierte Zeitverschiebung

Jetzt aber wirklich, nur mehr wenige Stunden bis zum Ende der letzten, bereits zweimal verlängerten Nachfrist. Diesmal geht es sich aus, dass der Plan fertig ist, bevor im Copyshop die Lichter ausgehen, dass das Buch wieder in der Bibliothek steht, bevor der Nachtwärter seine einsamen Runden dreht, dass der Artikel bei der Lektorin eintrifft, bevor die Zeitung in Druck geht.

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