Literatur

Die Blumenhochzeit

Es gibt ein Buch, es ist ein Märchen und ist es doch nicht – es ist eine Geschichte, die ohne Menschen und Tiere auskommt. Sie lebt ganz von den Pflanzen und purer Phantasie. Dieses „Märchen“ von dem hier die Rede ist; stammt von Eliza Orzeszkowa die 1910 gestorben ist und dieses Märchen soll angeblich auch politische Dimension besitzen.

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Mit den Augen küssen

Dass Jacques Derrida ein großer Name ist wird man nicht bestreiten können. Vielleicht darf aber bezweifelt werden, dass dieser Name ausschließlich dazu dient einzuschüchtern.

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Das Werk aller Werke

Diaphanes Verlag hat 2008 ein Buch verlegt mit dem Titel “ Archäologie des Kinos. Gedächtnis des Jahrhunderts”, es beginnt mit einem Gespräch zwischen Youssef Ishaghpour und Godard und war auf französisch schon 2000 zu haben. Für die Übersetzung der 108 Seiten hat man wohl 8 Jahre gebraucht oder aber es wurde herumgezickt.

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Küche totalitär – Das Kochbuch des Sozialismus von Wladimir und Olga Kaminer

Durch seine witzigen Erzählbände „Russendisko“, „Schönhauser Allee“ und dem „deutschen Dschungelbuch“ ist Wladimir Kaminer einem großen (deutschen) Leserkreis bekannt. Und die Popularität, die dem gebürtigen Moskauer v.a. in Berlin (wo auch seine inzwischen berühmten Russendiskos ihren Anfang nahmen) entgegen schlägt, ist nachvollziehbar: Selten wird der deutsche und russische Alltag so trocken und humorvoll präsentiert!

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Nach Wörter schnappen

Manchmal passiert es manchen Menschen, dass sie in ihrem Leben in einer Situation sind wo sie nach Luft und nach den passenden Wörtern gleichzeitig schnappen. Manchmal passiert das Kindern. Wie soll man denn nur davon erzählen ohne zu versagen? Zsusa Bánk kann das.

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Das Paradies und stetiges Hoffen auf noch paradiesischere Zustände – im Kinderbuch

Es mag verwundern, dass man sich einen Tiger und einen Bären zu Ratgebern der Lebensführung erwählt. Jedoch besitzen Janoschs Helden eine solche Anmut, dass man nicht umhin kommt sie zum Thema „Paradies und Unzufriedenheit“ zu zitieren. Im schmalen, so warmherzig illustrierten Kinderbuch „Oh, wie schön ist Panama“ wird der paradiesische Sündenfall neu aufgelegt.

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Ralf König: Prototyp

„Vitamin C, Kalium, Pektine, Fruktose, Flavonoide, Phenolsäuren, Erkenntnis.“

Das sind die Inhaltsstoffe eines Apfels, aufgezählt von einer Stimme aus dem Himmel. Dabei ist die Erkenntnis nur durch einen göttlichen Betriebsunfall hineingeraten; fatalerweise, denn nachdem Adam in den Apfel gebissen hat (die gehörnte Schlange mit Namen Luzi kann natürlich nichts dafür), wird er sehr nachdenklich, zitiert abendländische Philosophie von Epikur bis Hoimar von Ditfurth und verfällt dem Atheismus. Zwangsläufig, würde ein Richard Dawkins meinen – in diesem Fall aber ein klarer Irrtum: Adam teilt sich die Comicseiten nicht nur mit dem Teufel, sondern auch mit Gott. Und (hallo, Darwin!) mit allerlei Getier, zum Beispiel einer Kurzhalsgiraffe.

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Die rettende Lüge der Poesie

Es ist ein Weilchen her, seitdem „Späte Spiele“ von Luis Landero das erste Mal auf Deutsch erschienen ist. 1995 wurde dieses unglaubliche Buch bei Fischer Taschenbuch verlegt, und es ist wahrlich nicht übertrieben formuliert, wenn man diese 492 Seiten unfassbar klug und großartig nennt. Erfundene Prosa der allerfeinsten Sorte wird einem in einer Sprache präsentiert, die in langen Sätzen einen Gedanken nach dem anderen labyrinthisch zu erzählen vermag.

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Lukian von Samosata: Wahre Geschichten

Lukian„Wer aber nicht glaubt, daß es sich wirklich so verhält – wenn er eines Tages selbst hinkommt, wird er merken, daß ich die Wahrheit sage.“

Jules Verne? Douglas Adams? Michael Ende? Lewis Carroll, L. Frank Baum und die ganze SciFi- und Fantasy-Clique der letzten paar Jahre? Alles Nachmacher. Das Original, dem sie alle Tantiemen zahlen sollten, ist Lukian (geboren ca. 120 n. Chr. im heute türkischen Samsat, das er selbst Samosata nennt) mit seinen Wahren Geschichten. Er war lang vor Dante im Paradies und in der Hölle, und im gar nicht so unwohnlichen Bauch eines Riesenwalfischs hat er länger überlebt als Pinocchio. Andere waren nur auf dem Mond: Lukian hat die Zivilisationen auf Sonne und Mond erkundet, Pläne für die Besiedlung des Morgensterns mitbesprochen und ein vom Schützen (dem Sternbild!) befehligtes Heer aufmarschieren gesehen. Sagt er jedenfalls.

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Richard Powers: „Der Klang der Zeit“

Wenn ein Vogel und ein Fisch sich ineinander verlieben.

2003 erschien Richard Powers Roman „The Time of our Singing“, der 2004 vom Fischer Verlag mit dem Titel „der Klang der Zeit“ auf Deutsch verlegt wurde.

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