Musik

Der Elegante Rest gibt uns Lessons in Japanese

Lessons in Japanese - Der Elegante Rest

Die Band um Jörg Wolschina legt ihr viertes Album vor: Ein wohltuendes Stück Indie-Pop, das die Romantik der Gewöhnlichkeit feiert.

Eigentlich könnte man sich über die Fülle an Musik aufregen und laut schreien, dass alle endlich auch mal die Klappe halten sollten. Man könnte jeden auf die Massen losgelassenen Song, zumal wenn er schlecht ist, schon dafür schelten, dass er sich für wichtig genug hält, der universalen Kakophonie noch mehr Lärm hinzuzufügen. So werden wir von manchen, auf die Hörgewohnheiten und Breitenwirkung hin getrimmten Popsongs regelrecht nervgetötet, wenn wir sie hören müssen, andere legen sich angenehm ins Ohr und lösen interessante Stimmungen aus.

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Laokoongruppe - Blonde Mädchen Macht und Masse

Laokoongruppe - Blonde Mädchen Macht und Masse

konkord, 2014
Es war klar, dass uns der Karl irgendwann den Kopf waschen würde. Das ist jetzt das dritte Album des Ausnamekünstlers Karl Schwamberger und es kommt daher wie die Sonne selbst: Heiß, massiv und alldurchdringend. Dieses Album, mit seinen verkopften Elektro-Schlagern ist eine solche Naturgewalt, dass mir vollkommen schleierhaft ist, warum es nicht längst die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass "Blonde Mädchen Macht und Masse" ein Gebirgszug von einem Album ist.

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Alma - Transalpin

Alma - Transalpin

col-legno, 2015
"World Music" - ein Etikett, das sich außerhalb dieser Szene oft keiner großen Beliebtheit erfreut. Man verbindet damit Worte wie traditionell und antiquiert. Dass das nicht zwangsläufig so sein muss beweisen Alma auf ihrem neuen Album "Transalpin".

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Karl Stirner - Schichten (2014, non food factory)

Stirner - Schichten (2014)

Einmal im Monat spielen der Zitherspieler Karl Stirner und der Akkordeonist Walther Soyka gemeinsam beim Heurigen Hengl-Haselbrunner im neunzehnten Wiener Gemeindebezirk. Sie zählen zu einer der wenigen "Partien" ("Band" wär in diesem Zusammenhang ja wohl der falsche Ausdruck), deren Repertoire weit jenseits touristischer Gassenhauer wie "Es wird ein Wein sein" liegt. Wer den Beiden aus nächster Nähe beim Musizieren auf die Finger schauen kann, weiß sofort, dass er Zeuge von etwas Besonderem ist. 2009 wurde diese Ehe mit der großartigen Duo-Platte "Tanz" auch formal besiegelt.

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"Das ist alles" - Pico Be von der Band "Das Weiße Pferd"

Pico Be (Foto: Anna McCarthy)

Federico Sánchez alias Pico Be ist der "Crazy Diamond" der Münchner Musikszene. Er ist ein kühner Dichter, selbstgefälliger Dandy und gottloser Gitarrist. Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten, Produzenten und Labelbetreiber Albert Pöschl bildet er seit einigen Jahren den harten Kern der Band "Das Weiße Pferd". Auch der Schriftsteller und Ex-Goldene-Zitrone Hans Platzgumer zählt zum Dunstkreis der Band.

"Pico" ist nicht nur der rätselhafteste Poet seiner Stadt, sondern auch ihr versponnenster Musiker und damit insgesamt eine Figur, die sich nicht zwangsläufig beim ersten Durchhören erschließt. Es braucht mitunter mehrere Anläufe, bis man das - je nach Zählweise - fünf oder sechs Alben umfassende Werk des Gratwanderers zu schätzen und lieben lernt. Bisher sind erschienen: "Paradiso" (2003, mit "Kamerakino"), "Munich Me Mata" (2007, mit "Kamerakino"), "Infant Munich Hits Rock Bottom" (2010, 2-LP zum Zehnjährigen von Kamerakino, mit Beiträgen von "Kamerakino" und "Das Weiße Pferd"), "San Fernando" (2010, mit "Das Weiße Pferd") und "Inland Empire" (2013). Am 14.11.2014 erscheint mit "Münchner Freiheit" das dritte Album seiner aktuellen Band.

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Krixi, Kraxi und die Kroxn – Die Gegenwart

Problembär 2011
Diesen Sommer haben sich in der Non Food Factory, dem Label bzw. Studio von Walther Soyka immer wieder Leute mit Nino „aus Wien“ Mandl und Natalie Ofenböck getroffen, um dort Lieder aufzunehmen, die bis zu diesem Zeitpunkt oft noch gar nicht fertig geschrieben waren. „Arrangiert“ wurde auch sehr spontan: Jede/r tat eben das, wozu er/sie fähig war, und herausgekommen ist eine erstaunlich runde Platte. Manches erinnert stark an die Radiohits vom Nino aus Wien, aber die Platte dehnt den Rahmen der Möglichkeiten noch weiter aus.

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Neuschnee – Bipolar

bipolar

Problembär 2011
Bipolar ist – wie schon Titel und Artwork zu erkennen geben – in zwei Hälften gegliedert. Es beginnt mit Neuschnee, wie man sie vom ersten Album kennt: aufgewühlte Streicherballaden, bei denen jedes Gramm Schmalz mit einem scharfen Wort austariert wird.

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Die Freischimma - FS1 (LiMuPic Records 2011)

Passend zu einem verregneten Sommer liefern die vier „Freischwimma“ ein eindrucksvolles und abwechslungsreiches Stück heimischer Musikkultur. Mit starken Bildern und lyrisch auf hohem Niveau erzählt Sänger Florian Kargl im Waldviertler Dialekt Geschichten, die das Leben schreibt.

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Werner Kitzmüller – Evasion (2011, Valeot)

Evasion

Vor zwei Jahren habe ich bei einem Konzert im Subterrarium zum ersten Mal Purple gehört, und seither warte ich. Jetzt ist das Debut endlich fertig, und im Oktober steht es in den Läden. Das Album beginnt mit der schaurig wunderschönen Soundcollage. „Ein Teil von mir ist verloren“ heißt es da ebenso resignatorisch wie hochzufrieden.

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Tyler the creator – Goblin (XL, 2011)

Goblin„Ok, you guys called me: I’m not a fucking rapist or a serial killer, I lied.“ Ja, schon komisch, dass er sich auf seiner zweiten Platte verpflichtet sieht, das in der Form explizit zu machen. Aber so ist das: mit einem Deal bei einem großen Label wird man notgedrungenermaßen ein bisserl vorsichtiger.
Und er hat allen Grund, vorsichtig zu sein, werden er und seine Crew (siehe oben) doch für den heißesten Scheiß im Hiphop seit dem Debut von Wu-Tang (1993) gehalten.

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