Allerlei



Von Belustigungsorten mit Irrwegen

Zwischen „Stormy Sunday“ und „Spectacolo“, gleich hinterm „Boomerang“, wird das eigene Spiegelbild dem Gelächter ausgesetzt. Es kann schon sehr lustig sein, im Wiener Prater.

Wenn Monika T. über ihr „1. Original Wiener Lachspiegelkabinett“ mitten im Wurstelprater spricht, kommt ihr dabei kein Lacher aus. Die rund 40-jährige Frau mit kurzem Haar sitzt in der kleinen Kassakabine, hinter ihr gibt ein Fenster den Blick ins Innere des Irrgartens frei. So kann sie den Besuchern beim Verirren zusehen.

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Dominion – Spiel des Jahres 2009

Sobald das ordensähnliche rote Gütesiegel „Spiel des Jahres“ an einer Spielverpackung prangt, kann der Käufer eigentlich nichts mehr falsch machen – Spielfreude ist garantiert. Allerdings verteilt die Jury diese Auszeichnung nicht nach absoluten Mindestkriterien (bzgl. Spiel-Material, - Idee, -Innovation, -Strategieaufwand), sondern lässt sich oftmals von einer Facette besonders hinreißen. Daher konnte auch ein Plastik-Bau-Spiel den Preis bekommen und Strategiefüchse waren damals etwas schnell gelangweilt. Nicht langweilig hingegen wird Dominion, für das es inzwischen schon zwei Erweiterungen gibt.

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Das Gesicht am Ende des Korridors

Jeder von uns könnte in diese Situation geraten. Denken Sie sich hinein und antworten Sie ehrlich. Wer auf der anderen Seite ist, sollte klar sein – aber wer sind Sie? Lügen sollten Sie nur, wenn Sie es nicht wissen wollen. Beziehungsweise: Lügen ist zwecklos – der Test liefert auch dann ein getreues Bild von Ihnen. Außer daß vielleicht links rechts ist und rechts links. Oder umgekehrt.

1. Am anderen Ende eines finsteren Korridors sehen Sie eine Gestalt, die Ihnen ähnlich sieht und auf seltsame Weise Ihre Bewegungen nachmacht. Wer ist das?
a) Irgendein Spaßvogel.
b) Ich. Oder so.
c) Mein böser Zwilling.

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So wie man in den Spiegel schaut, so schaut’s zurück

Ich schrubbe mir die Zähne und sehe dich, mit blauem Schaum vorm Mund. Witzig sieht das aus, finde ich, doch du lachst nicht und ich verkneif es mir aus Solidarität. „Es gibt auch nichts zu lachen hier“, erwiderst du und bietest mir die Stirn: „Siehst du? Ein roter Fleck, hier, hier und hier.

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Der fragwürdige Freitod des Patrick M.

Selbstmordgeschichten eignen sich besonders gut für Abrissbirnen, vor allem, wenn sie eine gute Mischung aus Existentialismus und Tragikomik in sich bergen. Eine dieser Geschichten habe ich unlängst erzählt bekommen, von einem jungen Mann, der mit wulstig vernarbten Handgelenken auf einen Stock gestützt zu unserem Treffen erschien.
Der Protagonist dieser wahren Geschichte ist Patrick M., ein leicht labiler Bauarbeiter, der sich sehr um eine Frau aus dem ehemaligen Ostblock bemüht hatte.

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Das ist ... Revolog

Die Macht des Zufalls oder wie Fortuna unser photographisches Schicksal manipuliert …

Alles beginnt mit einer simplen Idee.
Inwiefern kann man Filmmaterial verändern und immer noch brauchbare oder gar interessantere, vielleicht auch absolut außergewöhnliche Photos zu erhalten?

Inspiriert durch zufällige Bildfehler auf dem Negativ, die durch eine schadhafte Kamera entstanden waren, beginnt Michael Krebs, sich näher mit dem Thema Bildmanipulatuon zu beschäftigen.

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s’ Klick is a Vogerl

„Wahres Glück ist das Gelingen zwischenmenschlicher Beziehungen“, schwafelt so manche Ahnungslose. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte lautet: Wir grüßen zwar unsere Nachbarinnen nicht mehr, dafür haben wir jetzt 155.723 Freundinnen auf Facebook.

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Gans im Glück

Schwein Geschichte von einem, der Schwein gehabt hat.

Eines Tags in grauer Vorzeit, so um 1750, lag unsere Wanze an einer altdeutschen Landstraße und war – o Zufall – eingeschaltet. Was sie dort aufzeichnete, erweist sich heute als wahrer Schatzfund für die vergleichende Mythenforschung, und auch sonst für allerhand.
(Zu Beginn des Bandes hört man den freudig beschwingten Laufschritt des jungen Mannes, den wir mangels genauerer Daten per Arbeitshypothese, auch des Reimes wegen, schlicht „Hans“ nennen.)

Hans: Hei, das war ein guter Tausch!

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Glück aus der Apotheke

Hast du die Krise? Wir haben die Lösung! Wie das Leben krank macht und warum uns die „Tabletten gegen Liebeskummer“ davon heilen.

„Liebeskummer“? „Vereinsamung, Alleine-Sein“? „Der Ehemann verlässt seine Frau, die Freundin ihren Partner, die Kinder das Elternhaus, der geliebte Begleiter stirbt“? Alles kein Problem: „Wenn Du Liebeskummer hast oder alleine bist … AMOREX® – Frag’ deinen Apotheker.“ Selbst über Heimweh oder den „Tod eines geliebten Tierchens, welches vor allem für ältere Menschen oft der einzige Begleiter war“, verspricht das Medikament hinweg zu helfen – ein veritables Glück aus der Apotheke also.

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Fragen an die Glücksfee

Lotto Der Bagger hat auch diesmal weder Kosten noch Mühen gescheut und bei seiner Recherche eine tatsächlich echte Glücksfee ausgegraben. Millionen ÖsterreicherInnen hängen jeden Mittwoch und Sonntag an Karin Klippls Lippen: Sie moderiert die Lotto-Ziehung im ORF. Vermutlich polarisiert sie wie keine Zweite im Vorabendprogramm – die kolportierten Publikumsreaktionen reichen von „juhu“ bis zu „so a schas, wieda nix“.

1. Der Bagger: Sind Sie ein Glückspilz?
Karin Klippl: Ja.

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