Politik



Eine Lanze für Erdogan (kein Bajonett)

Istanbul
Da schreien sie wieder, die Anti-Islam­istInnen! Und zu guter Recht — hat doch Tayyip Erdogan, der Islam-Prediger aus Ankara soeben wieder den KurdInnen gedroht und ein Blutbad angekündigt … Glücklicher­weise ist ja Anti-Islam­ismus noch salonfähig und hat einstweilen kein bisschen mit Rassismus oder Anti­semi­tis­mus gemeinsam. Und dass der Islam eine böse Religion ist, das weiß ja bekanntlich jedeR.
Nur zu schade dass die Wirklich­keit wieder einmal komplizierter ist als sie in Inter­net­foren und an Stamm­tischen erscheint.

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So können wir eventuell die Welt retten

Kennen Sie die Sage vom Basilisken? In dieser Altwiener Geschichte geht es um ein Ungeheuer, das in der Schönlaterngasse 7 in einem Brunnen gehaust haben soll. Im 13. Jahrhundert. Und wenn jemand das Ungeheuer angeschaut hat, dann fiel er tot um, steht in der Sage – so hässlich war dieser Basilisk.

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Spiegelbruch und Börsenkrach

Vom Nutzen und Nachteil des Aberglaubens für das Leben

Als LehrerIn kann man sich derzeit glücklich schätzen. Die Stellung des Prügelknabens der Gesellschaft dürfte man momentan eher das Finanzwesen innehaben – und ein kleiner Winzling freut sich bekanntlich dann, wenn er noch kleinere erblickt (Ha ha!). Genug der Schadenfreude: Für die bemitleidenswerten Börsenheinis unter uns dürfte besonders der 13. August interessant werden. Es handelt sich dabei um einen der Freitage, die aufgrund kalendarischer Numerik zumindest einmal im Jahr zu einem Unglückstag mutieren. In Krisen wie diesen schreit das förmlich nach einem der berüchtigten „schwarzen Freitage“, wie etwa dem an der Berliner Börse am 13. Mai 1927 – der Rest ist bekanntlich Geschichte …

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Leben in Krisenzeiten

Wir leben in einer eigentümlich krisenreichen Zeit. Viele Krisen stürzen über uns herein, nach der Angst vor dem Terrorismus ist nun neuerdings Alarmbereitschaft (vgl. K. Rögglas Buch „Die Alarmbereiten“) angesagt – die Weltwirtschaft und so manche Volkswirtschaft sind in permanenter Gefahr.

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Der Basilisk im Eulenspiegel

basiliskDie Wanze hat sich im kühlen Gebälk eines alten Brunnens in der Wiener Innenstadt verkrochen. Ganz unerwartet tritt ein Herr in lustigem Aufzug heran und setzt sich müde an den Brunnenrand.

Eulenspiegel: Ein hübscher Brunnen und kein Mensch da, hier will ich rasten und mich ein wenig erholen. Es zehrt an den Kräften, der Gesellschaft permanent einen Spiegel vorzuhalten.
Stimme aus dem Brunnen: Verflucht, ein Spiegel!
E: Wer ist da? Kam das gerade aus dem Brunnen?
Stimme: Sagten Sie Spiegel?
E: Ja, sagte ich, aber das war metaphorisch gemeint. Wer sind Sie und was machen Sie in dem Brunnen?

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Apokalypse Morgen

Apokalypse
Was 2012 alles passieren kann. Eine kleine Katas­tro­phen­sze­narien-Synopse.

Wirtschaftskrise, Wetter­ka­prio­len, Flug­zeug­ab­stürze, Vulkan­aus­brüche, Öl­katastrophen, Erdbeben – ob durch Menschen­hand geschaffen oder zornig von Mutter Natur verursacht – alle Zeichen stehen auf Sturm. Unschwer lassen sich all diese Phänomene als Vorboten des möglicherweise 2012 bevor­stehen­den Welt­unter­gangs, wie ihn der Kalender der Maya andeutet, interpretieren. Was nun letztendlich die Welt, wie wir sie kennen, aus den Fugen bringen wird, darüber scheiden sich die Geister noch.

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Sieben Jahre Pech

Wie jedes Kind weiß, zieht das Zerbersten eines Spiegels mit sieben Jahren Pech eine besonders harte Strafe nach sich, deren Ausmaß Betroffene gerne in Frage stellen. Überraschenderweise gibt es jedoch auch durchaus positive Auswirkungen einer solchen Sühne. Man bedenke etwa, welch große Enttäuschung entsteht, wenn wir uns redlich um eine Sache bemühen, die schlussendlich misslingt.

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Unsichtbares Theater

Augusto Boal, im letzten Jahr leider verstorbener Theaterheiliger, hat in den 1960er Jahren das „Theater der Unterdrückten“ entdeckt, ausgehend von der sozialen Situation in Lateinamerika. So engagiert er selbst war, möchte auch diese Form des interaktiven Geschehens wirken, indem es aktuelle Problemstellungen behandelt und hierbei die Zusehenden vom Zustand einer passiven Masse zu selbstverantwortlich handelnden und somit in das Geschehen auf der „Bühne“ eingreifenden Individuen anstiften will. Alle sind SchauspielerInnen, alle sind ZuschauerInnen in dieser hippie-marxistischen Schose.

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Sehr geehrte Revolog-Familia!

Vertraute haben mir von Ihren Experimenten berichtet, die ich nun mit größtem Interesse verfolge. Sie müssen wissen, für mich als bedeutsamen Staatsmann haben Ihre Ideen eine ganz besondere Bedeutung: Niemand hat mehr unter der bodenlosen Neugier und Niedertracht hinterlistiger Paparazzi und schamloser Journalisten zu leiden als unsereins.

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Gerede des Pflanzministers: Protektorat Österreich

Es gilt das gebrochene Wort!

Herzlich willkommen im Pflanzministerium!
Nicht alle, die eingeladen wurden, sind entkommen. Aber für die wenigen, die entkommen sind, freue ich mich ganz besonders.
„Projekt Österreich“ – der Titel versagt, wann es nur geht. Lassen Sie mich gleich zu Anfang was Klares bestellen. „Konfekt Österreich“ heißt: Es ist etwas auf dem Holzweg. Es gibt kein Ziel. Und es gibt noch weniger Arbeit. Und wenn wir über das „Insekt Österreich“ sprechen: Denken wir nur kurz darüber nach, was dieses Österreich eigentlich für uns ist. Von außen betrachtet ein feines Land – in Wahrheit aber kein großartiges Land. Ein Land, das weltweit eine enorme Gebanntheit hat. Ein Land, das große Apathiewerte genießt. Öko-komisch betrachtet: Eine Macke mit enormem Potential.

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