Gesellschaft
Der Basilisk im Eulenspiegel
Die Wanze hat sich im kühlen Gebälk eines alten Brunnens in der Wiener Innenstadt verkrochen. Ganz unerwartet tritt ein Herr in lustigem Aufzug heran und setzt sich müde an den Brunnenrand.
Eulenspiegel: Ein hübscher Brunnen und kein Mensch da, hier will ich rasten und mich ein wenig erholen. Es zehrt an den Kräften, der Gesellschaft permanent einen Spiegel vorzuhalten.
Stimme aus dem Brunnen: Verflucht, ein Spiegel!
E: Wer ist da? Kam das gerade aus dem Brunnen?
Stimme: Sagten Sie Spiegel?
E: Ja, sagte ich, aber das war metaphorisch gemeint. Wer sind Sie und was machen Sie in dem Brunnen?
Schnittstellen. Eine Erzählung
Kapitel III
welches erzählt, wie sich unser trauriger Held aufrafft, um Einkäufe zu tätigen, nebst anderen Vorkommnissen*
Seit Tagen schon hatte ich nicht mehr das Haus verlassen; ich hatte keine Kraft zum Hinausgehen gehabt, oder ich hatte mir eingebildet, mir fehle die Kraft dazu.
→ zum ArtikelHochbau: Richard Lugner
„Die Baggerer sind da!“ Als wäre es gestern gewesen, klingt mir der Klang seiner lieblichen Stimme in den Ohren nach. So freundlich wurde das Bagger-Team noch selten begrüßt. Und das trotz der sichtlichen Enttäuschung, die dem guten Mann ins Gesicht geschrieben stand, als er uns zwei mickrige Gestalten da in seinem Vorraum warten sah. In mannhafter Würde jedoch stellte er sich seinem Schicksal und bat uns weiter.
Rezension: Wladimir Kaminer - Ich bin kein Berliner. Ein Reiseführer für faule Touristen
Wladimir Kaminer gibt in diesem höchst amüsanten Buch einen Überblick über gesellschaftliche Stände und Missstände im Großstadtleben Berlins. Neben 33 schrägen Kurzgeschichten werden zudem touristische Tipps der etwas anderen Art geboten.
→ zum Artikel


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