Himmel

Zeta Reticuli

Wie man sein Netz nach den Sternen auswirft.

südlicher Sternhimmel Praktisch jedes europäische Volksschulkind kann seinem Geburtsdatum ein Sternzeichen zuordnen. Erwachsene Menschen laufen frei herum, die einen fast zum Analphabeten stempeln, wenn man seinen Aszendenten nicht zu nennen weiß. Und wer hat noch nie sein Horoskop gelesen? Sie? Auch nicht das im Bagger? Sie sind ein Lügner. Trotzdem: führen Sie einmal irgendwen in einer klaren Nacht auf den Hausberg Ihrer Stadt und bitten ihn, Ihnen ein paar Sternbilder zu zeigen. Wenn er es kann, ist er wahrscheinlich ein Berufsastronom. (Kein Astrologe – die benutzen heutzutage nur noch Computerprogramme, denen noch dazu meistens Sternkarten aus dem Hochmittelalter zugrundeliegen.) Schauen Sie selbst in den Sternenhimmel!

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Roast your sins away!

Himmel, Hölle, Fegefeuer – und wo dabei das Huhn ins Spiel kommt

„Bekanntlich ist das Paradies ein Ort der Harmonie und des Wohlbefindens. Sämtliche in einer Gesellschaft auftauchende Konflikte treten hier nicht auf, weil es keine sozialen und persönlichen Gegensätze gibt (…)“ – so ist es zumindest im Wikipedia-Artikel „Garten Eden“ unter „Soziale Deutung“ nachzulesen. Man darf sich also Hoffnungen darauf machen, Gleiche/r unter Gleichen sein, wenn man denn zu Lebzeiten stets anständig und gehorsam war. Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung der Hölle: Jene, die sich alles andere als redlich verhalten, schmoren im quälenden Höllenfeuer, ohne jemals darin zu verbrennen. Dazwischen gibt’s natürlich noch das Fegefeuer, denn der unmittelbare Zugang zum Paradies ist niemandem möglich, da in diesem Gedankenmodell jede/r zumindest durch die Erbsünde vorbelastet ist und somit mehr oder weniger Zeit im Fegefeuer zubringen muss.

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Tiefbau: Fegefeuer

Fegefeuer Hell-dunkel, schwarz-weiß, gut-böse, Himmel und Hölle. Das Gleichnis schlechthin für den allgegenwärtigen Dualismus. Erklärung und Grundlage unserer Weltsicht als Übertragung ins Jenseitige und als Projektion des Jenseitigen auf das Diesseits. Die Guten werden belohnt, die Schlechten bestraft – einfache, logische Folgerung, der sich jeder, der ein wenig bei Verstand ist, fügen wird. Man hat die Wahl: Auch die kleinste, ungesühnte Sünde führt geradewegs in die Hölle, das ist zwar hart, aber folgerichtig.

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