Kommunismus

Freiheit

BaggerFreiheit gehört zu den wichtigsten Dingen im Leben der Menschen. Warum? Versuch einer Erklärung, mit einem weiterführenden Glossar versehen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, aber es ist schwierig, das Gefühl der Freiheit zu vermitteln. Für Menschen in einem freien Land ist sie nicht wie ein guter Kuchen, den mau richtig auskosten kann. Es ist etwas Selbstverständliches wie die Luft. Viele Journalisten schreiben die Worte Freie Welt in Anführungszeichen.

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Replik auf Kritik: Saublöder Artikel im Bagger

oder: Die Dünnbrettbohrer aus Leopoldstadt

Ja, ich habe eine freche Kolumne geschrieben (Rechts-Links, Der Bagger 11). Über Links und Rechts, sehr politisch. Habe dann eine schöne Werbung geerntet: Marcel Jira hat die Kolumne gar nicht gefallen, obwohl er den Bagger sonst (zu Recht!) liebt („unterstützenswertes Blatt, coole Zeitung, die weitestgehend autonom organisiert ist“), und so entschließt er sich, eine Kritik zu schreiben (Der Bagger 12, Seite 14).

Was macht ein Mensch, wenn er eine Kolumne liest, mit der er nicht einverstanden ist? Liest, forscht, recherchiert und versucht die Kolumne Zeile für Zeile zu zerpflücken.

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Korruption

KorruptionKorruption ist böse. Korruption macht Demokratie kaputt. Korruption führt zu Armut. Korruption hält Armut aufrecht. Korruption führt zu Unfreiheit und verhindert (Lebens-)Freude (umgekehrt jedoch bei den Korrupten). Und – Korruption verhindert ehrliches Bagger-Schreiben!

Vorgestern hielten mich in der Wickenburggasse im Wiener achten Bezirk zwei Männer mit dunklen Brillen sanft an. Die Taschen ihrer Mäntel waren ausgebeult. Sie sahen meinen Blick: „Die Taschen sind ausgebuchtet, es sind jedoch keine Buchteln drinnen, Metall kann mau nicht essen“, knurrte einer, der mit einem Schnauzbart. „Diese Buchtel gibt meinen Wörtern Wuchtel! Das Manuskript, dalli!“, murrte der andere, der mit einer Narbe. Ich händigte ihnen das Manuskript des Enthüllungsartikels über Korruption bei * aus. „Brav“, grummelte der Schnauzer. „Ganz anders schreiben, nichts Konkretes erwähnen, uns schon gar nicht, sonst bum-bum!“, brummte die Narbe.

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Der Weg der Achtundsechziger

Die 68er Generation wird vielfach wegen ihrer Verdienste gepriesen. Vielleicht hat sie aber auch Böses verursacht und die Menschenrechte und Demokratie in der Welt gebremst. Über das Jahr der Großen Revolutionen.

Daniel Cohn-Bendit, ein humorvoller Soixante-huitard, ein 68er, Mitglied des Europaparlaments und einer der helleren Köpfe der Grünen, meinte, ohne die 68er-Generation hätte Sarkozy, Sohn eines Einwanderers und einer Jüdin, nicht Präsident werden können. Seine Aussage ist für einen 68er typisch: Ohne sie wäre nichts da, die Welt wäre in konservativen Werten ertrunken.

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Eto wasche djelo

Das Machtspiel mit einem ganzen Land: Fallbeispiel Tschechoslowakei 1968-1989.

Eto wasche djelo, das ist eure Sache. Das sagte der sowjetische Diktator Breschnew im Frühjahr 1968, nachdem ihm die tschechoslowakischen Genossen mitgeteilt hatten, dass sie das politische System ein wenig menschlicher gestalten wollten („Prager Frühling“). Offiziell nannten sie das geplante System „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“. Es wäre jedoch nur eine „sanftere“ Diktatur gewesen: Die reale Apartheid-Gesellschaft (Mitglieder der KP-Oberschicht hatten „andere“ Rechte als das Fußvolk und waren in der Verfassung als die „führende Kraft der Gesellschaft“ verankert (a)) wäre erhalten. Monate später, am 21. August, waren trotzdem Panzer des Warschauer Paktes im Lande. Die Invasion lief nicht nach Plan ab: Die vorbereitete Regierung der Arbeiter und Bauern (so nannten die Kommunisten schon immer ihre Diktaturen der Ideologen, die weder Arbeiter noch Bauern waren) wurde nicht eingesetzt, die selbsternannten Reformer wurden aber nach und nach entmachtet.

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Einmal Bratislava und bedächtig zurück

Ein nachahmenswerter unkonventioneller Tagesausflug nach Bratislava fernab der touristischen Trampelpfade eröffnet (zudem) neue Denkhorizonte über den Umgang mit aufgezwungenen Denkmälern in (ost-)europäischen Hauptstädten.

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"libertarianisch"

Ostblockistan: vor einigen Jahren noch arme Diktaturen. Menschen flüchteten und wurden an der Grenze erschossen – jetzt amüsieren sich TschechInnen und PolInnen in den Alpen und wir fahren ohne Visum zu ihnen, um billig zu genießen. Wieso das? Persönliche Freiheit, Kapitalismus, freier Handel usw. machten das. Nie ist ein Land ohne Handel reich geworden. Es wird noch dauern, bis die 50 Jahre Kommunazismus weg sind.

Indien lebte lange Zeit unter der Fuchtel von Nehru/Gandhi-Dynastie. Nehru: geboren, aufgewachsen und gestorben im Luxus, Indien hat er jahrelang in Armut gehalten. War ein Anhänger vom fabianischen Sozialismus und Ostblockdiktaturen haben ihm gefallen. Als Rote Armee 1956 in Ungarn massenmordete, schwieg er. Wenn jemand in Indien im Jahr 1990 einen Computer importieren wollte, brauchte er bis zu 20 Papiere. Indien liberalisierte und wurde Wirtschaftsmacht. Wer nicht weiß, was comparative advantage oder Laffer curve bedeuten, soll über die Wirtschaft schweigen.

KommunistInnen (K) haben jahrzehntelang die Entwicklung der Baustelle Welt gehindert. Die Expansion der K zu stoppen hat Unsummen gekostet. Kommunismus, form of insanity (Ronald Reagan), führt zur Verarmung aller Schichten (mit Ausnahme der K), dann zum Massenmord. Es gab noch keine K an der Macht, die nicht gemordet hätten. Auch in Westeuropa gibt es rich white kids, denen es fad ist und die an irgendeine Spielart vom Kommunismus glauben. Es gibt bessere Religionen.

Ex-DDR bekam zwischen 1990 und 2004 umgerechnet 1,5 Billionen (sic!) Dollar. Macht 7.100 Taler pro Birne und Jahr. Dazu noch die DM für die wertlose DDR-Mark. Auch deswegen geht es ihnen jetzt schlecht. Tschechien bekam von der Weltbank 626 Millionen Dollar an Krediten; zwischen 1992 und 2003 war die Gesamthilfe nur 22 Taler pro Birne und Jahr. Tschechien: kam heuer raus aus der Weltbank: reich genug.

Afrika haben wir vermasselt: zuerst Kolonialismus und dann Fantasiliarden Dollar hingeschickt; Armut steigt weiter. Afrikas Probleme sind Korruption, Diktatur, Rassismus (schon mal über Darfur und Rwanda gehört?) – und Mangel am Rechtssicherheit und Markt. Kenianischer Ökonom James Shikwati, Befürworter der Globalisierung, schreibt: „Hören Sie endlich mit der Hilfe auf … sie hat riesige Bürokratien geschaffen … unterstützt Korruption ... Menschen werden zur Abhängigkeit geführt.“ Warum hat Muhammad Yunus den Friedensnobelpreis bekommen? Ich will mehr Produkte aus armen Ländern kaufen! Aber im Supermarkt, nicht in Boutiquen!

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