#15 - Bewegung, Sep 10

LügeWas ist der Fortschritt wert? Sollten wir uns nicht besser einfach auf die faule Haut legen? Und wenn wir uns schon bewegen, mit welchen Mitteln? Wie meistern wir die Energiezufuhr, um unsere Aktivitäten zu ermöglichen? Und was passiert mit dem Müll, der dabei entsteht, und mit welchen Folgen für uns und die Umwelt? Wie kommen wir mit den Anderen aus? Welche Bewegungen schützen oder beschneiden uns und unsere Rechte? Wie geht es Menschen auf Wanderschaft? Sowohl Heimatlosen mit großen Wegen, als auch denjenigen, die nur eine kleine Bergtour oder einen Entspannungsspaziergang wagen. Alternativ böte sich auch ein Tänzchen an – das hilft vielleicht dabei, sich selbst und den eigenen Bewegungsapparat besser kennen zu lernen ... Diese und manche andere Fragen haben uns zu dieser Ausgabe bewegt. Jetzt sind Sie an der Reihe. Bitte weiterlesen, bewegen lassen, selbst bewegen!
Bagger Nr. 15 als PDF.

Stillgestanden!

Achtung SchneckentempoAlso, das mit unserer Regierung und so, das wird ja echt immer ärger. Die tut ja wirklich nichts. Da haben wir den Klimawandel, gierige Banken und hohe Schulden – und was tut die Regierung? Nichts … außer streiten vielleicht. Die sollen doch endlich mal vernünftig arbeiten und was weiter bringen, anstatt ihren Streit auf dem Rücken der Bürger auszutragen.

weiter...

Der alte Müll und das Meer

PlastikFünf verknüpfte Geschichten über Plastik, Menschen, Innovationen, schlechte Gewissen und schwimmende Inseln.

So unendlich mögen die Weltmeere zunächst wirken, dass der Eindruck entsteht, sie seien unerschöpflich in ihrem Reichtum und unbegrenzt in ihrer Aufnahmefähigkeit. Lange Zeit war dies auch der Fall: Die Fischerei beschränkte sich im Großen und Ganzen auf einige Küstenstriche und konnte der Fülle an Meeresgetier kaum schaden. Ging einmal wo ein Schiff zugrunde, so bestand es zum Großteil aus verrottendem Material und war durch Wellen und Salzwasser bald verschwunden oder verfaulte harmlos am Meeresgrund. Spätestens aber mit der Entdeckung des Erdöls und seinen vielseitigen Einsatzgebieten hat das Meer seine Unerschöpflichkeit verloren.

weiter...

Ich möchte Teil einer Fahrradbewegung sein!

Alec HagerAlec Hager ist Obmann der IG Fahrrad, Chefredakteur des Fahrrad-Magazins Velo­sophie und aktiver Teil der Critical Mass Vienna. Der Bagger bat zum Interview.

Kannst du vielleicht kurz deinen fahrrad-politischen Werdegang schildern?
Das ist eine Ent­wicklungs­geschichte, die ich für unaufhaltsam halte für jedeN, der/die in eine Großstadt kommt. Ich bin zum Studieren nach Wien gekommen und habe aus Kosten­gründen mein altes Fahrrad mitgenommen. Nach und nach bin ich draufgekommen, dass es weder not­wendig ist, ein Auto zu besitzen noch öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

weiter...

Aller Laster Anfang?

IgelEin müßiges Streitgespräch.

Märchenhafte ProtagonistInnen würden be­kannt­lich noch heute leben – wenn sie nicht schon gestorben wären. Glücklicherweise leben sie aber (zumindest genetisch betrachtet) doch noch ein kleines bisschen, nämlich in Gestalt ihrer Nach­kommen, so, wie sie beispielsweise ein Hase und ein Igel (vierter Generation) darstellen. Eines Tages (no na!) trafen sich die beiden, um über diverse Familien­ge­pflogen­heiten zu debattieren. Und ungeachtet jeglicher Daten­schutz­richt­linien konnte es unsere Wanze wieder einmal nicht lassen, einen ihrer berüchtigten Lauschangriffe zu starten …

Igel: Guten Abend, Hase! Na, Lust auf ein kleines Wettrennen?

weiter...

Die Demokratische Bank

Aus der Wirtschafts- und Bankenkrise ist eine neue Art von Institut hervor- und auch schon wieder zugrunde gegangen, die sich „Demokratische Bank“ nannte. Die Grundidee, die reichlich Bewegung in den Bankensektor bringen sollte, war es, ein Institut zu gründen, das Sparguthaben verwaltet und Kredite vergibt, vorrangig an private Haushalte bzw. ökologische und soziale Projekte, sowie den Staat, ohne dabei auf die Profitmaximierung und den globalen Markt zurückzugreifen.

weiter...

Bewegung oder Stillstand

kain und abelWohin der Fortschritt führt, warum er nicht aufzuhalten ist und der Stillstand doch unvermeidlich und verheerend. Ein unzulängliches und entbehrliches Lamento, dessen Essenz die Er­kennt­nis ist, dass man am Fort­schritt lieber teilhaben sollte, als darüber nach­zudenken.

Alles um uns ist in Bewegung. Beinahe täglich hören wir von neuen Ent­wick­lungen, Produkten und Tech­no­lo­gien. Schon in unserer eigenen Ge­schich­te spielen Revolutionen der Technik eine bedeutende Rolle und kaum jemand kann, oder will sich dem entziehen. Warum auch? Unsere Lebens­umstände haben sich durch Tech­no­logien verändert und wer sich nicht blind zum so­ge­nannten Konsumwahn verführen lässt, hat die Möglichkeit, durch die Auswahl des Grades der Partizipation sein Leben objektiv zu erleichtern.

weiter...

Tropenfrucht oder Rinderschnitzel?

KuhDas Kreuz mit der bewussten Ernährung. Und was man alles bedenken kann – besonders beim Fleisch.

Was ist denn nun die bösere Wahl? Das Rinderschnitzel aus heimischer Zucht vom frisch geschlachteten glücklichen Jungstier oder der höchst vegetarische, aber dafür umso exotischere Obstsalat mit frischer brasilianischer Mango und Weintrauben aus Südafrika eingeflogen?

weiter...

Nachrichten aus der Tretmühle

Sie bildungsprivilegierteR, ökonomisch unterforderteR MinderpigmentierteR mit eurafrasischem Völkerwanderungshintergrund! – Doch. Fast alle, die diesen Artikel lesen, sind so etwas.

Humpty Dumpty hat es sich zu einfach vorgestellt: Wir können unsere Wörter nicht, auch nicht gegen Schwerarbeitszulage, alles heißen lassen, was wir damit meinen möchten; außer, es sind selbsterfundene. Jeder normale Wortgebrauch gründet sich auf ein Myzel, besser: eine Wolke zumindest jahrhundertelanger Bedeutungsverschiebungen, und wer ein Wort wann in welchem Sinn zuerst in den Mund genommen hat, ist meist ungefähr so bestimmbar wie der Wochentag des Urknalls.

weiter...

Alkoholverbot am Oktoberfest

rauchenDer Nichtraucherschutz in Österreich: Ein Chaos. Schlechtes Vorbild ist mal wieder Bayern. In der dort herrschenden Anarchie muss mit allem gerechnet werden.

Mit den Alpha-Tieren des Bösen ist es wie mit dem mythologischen Ungeheuer Hydra: Schlägt man ihm einen Kopf ab, wachsen zwei nach. Sei es der Schulhof-Schläger, der Mafia-Pate oder Saddam Hussein – hat man das vermeintliche Übel beseitigt, geraten die negativen Energien in Unruhe. Und am Ende ist alles noch schlimmer. Warum also sollte es ausgerechnet mit der bayrischen, der ungeheuerlichen CSU anders verlaufen?

weiter...

Fett, reich und träge in die Sklaverei

Hier ein BUWOG-Skandal, da ein HYPO-Fiasko, daneben eine träge, überforderte Justiz, die sich nicht aus der Umarmung der Politik lösen kann, eine Regierung, die, um die nächsten Wahlen nicht zu verlieren, per Verfassungsbruch das Budget verschiebt, ein Kanzler, der seine eigene, wenigstens annähernd reformwillige Bildungsministerin hintergeht und ihre Pläne während ihres Urlaubs torpediert, eine Asylpolitik, die dieser Bezeichnung spottet, eine Volkspartei, die dagegen ist, ihre Finanzierung dem Volk gegenüber offen zu legen, …

weiter...

Seiten

RSS - #15 - Bewegung, Sep 10 abonnieren