#16 – Erde, Dez 10

Ausgabe 16Hach, wie doch die Zeit vergeht! Seit nunmehr vier Jahren bringt der Bagger immer wieder bahnbrechende Entdeckungen, brandheiße Neuigkeiten sowie handfeste Skandale ans Licht. Damit wird es auch einmal Zeit, zum ureigensten Metier des Baggers zurückzukehren, nämlich in die Erde. Nicht dass jetzt jemand denkt, der Bagger wäre grabungsmüde – ganz im Gegenteil! Gerade dort, wo der Hund begraben liegt, stochert der Bagger am liebsten herum und blickt diesmal nicht nur tief in den Untergrund rein, sondern auch aus so mancher Außenperspektive auf diverse Geschehnisse unserer Zeit.
Bagger Nr. 16 als PDF.

Der Vier-Elemente-Test

Ich weiß nicht, ob es sich bei Ihnen auch schon rumgesprochen hat, aber: Die Weltformel ist enträtselt. Alles – aber auch wirklich alles – besteht aus vier Elementen. Der Sessel, das Wörterbuch, der Filzstift, der Kunsthonig und die Packerlsuppe – alles mehr oder weniger gelungene Mischungen aus den vier Elementen. Und halten Sie sich fest: Sie auch. Um mit dem Kunst… ach Quatsch, um mit all den anderen Sachen in Harmonie zu bleiben, sollten Sie feststellen, welches Element in Ihrer ganz persönlichen Mischung vorherrscht. Die folgenden zehn Fragen helfen Ihnen dabei. Glätten Sie Ihre Wogen, setzen Sie sich ins Warme, atmen Sie tief durch und erden Sie sich.

1. Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Zu welcher dieser Dreiergruppen gehört Ihr Sternzeichen?

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Die Entdeckung neuer Erden

Eigentlich ist es ja ohnehin schon zu spät. Bereits 1991 wurde der erste erdähnliche Planet, eine sogenannte Super-Erde nachgewiesen. Inzwischen ist eine ganze Reihe solcher Himmelskörper bekannt, von denen manche sogar um sonnenähnliche Sterne kreisen.
Warum diese Entdeckungen schlecht sind?

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Hohlwelttheorien – zurück ins Ei

hohlweltDie Erde ist hohl – auf eine von ungefähr fünf Arten. Keine zwei davon können gleichzeitig zutreffen.

Sehr wenige – reale oder fiktive – Reise­be­schrei­bungen enden, ohne daß die Reisenden ihrem Bestimmungsort auch nur einigermaßen nahe gekommen sind. Jules Vernes „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ (1864) enthält sogar den Beweis dafür, daß das im Titel angekündigte Ziel faktisch unerreichbar ist – und das wird nicht einmal thematisiert.
Im 6. Kapitel erklärt der Mineraloge Otto Liden­brock (angeblich mit den Worten Sir Humphry Davys, der ihn 1825 in Hamburg besucht haben soll, was historisch kaum möglich ist), der Erdkern könne nicht so heiß sein, wie man behauptet; flüssiges Gestein müßte, vom Mond angezogen, ebben und fluten wie das Meer und bei jedem Gezeitenwechsel die Erdkruste sprengen – falls sie dem Innendruck überhaupt standhielte. Wie entstehen dann aber Vulkane?

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Hohlwelt

oder: Wo Du auch bist, es ist Scheiße

Neulich belauschte ich zwei Herren, kurz vor dem Ende der Welt:

„Ja so ist das. Und wenn’s nicht klappt, dann geh ich einfach wieder zurück. Dort unten soll ja sehr viel passiert sein, seitdem Reltih die Religionsfreiheit wiedereingeführt hat, ttogottogo, das hat echt viele von uns vertrieben. Aber wir fallen nicht auf. Eure Sprache ist schnell erlernt, und in Wien gehe ich glatt durch als Piefke!
Wie viele von uns hier wohnen, weiß ich nicht. Die vielen Stellen, wo man rauskommt … macht eine effiziente Grenzkontrolle kaum möglich. So dünn wie die Decke jetzt schon ist ….
irgendwo ist immer ein Spalt, fragt sich nur, wie das weitergeht.

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Bio-Fibel

biofibelAls „Lehrbuch, das das Grundwissen eines Fachgebietes vermittelt“, ist im Duden – Das Fremdwörterbuch („Not­wendig für das Verstehen und den Gebrauch fremder Wörter“, wie es im Titelzusatz heißt) das Wort „Fibel“ definiert. Das Akronym FiBL findet sich hingegen nicht im Duden – dahinter verbirgt sich das Fachinstitut für Biologischen Landbau, dessen österreichischer Zweig seit dem Jahr 2008 eng mit dem Freiland-Verband (ehem. Kritische Tiermedizin) kooperiert, welcher seinerseits seit letztem Jahr die viermal jährlich erscheinende Zeitschrift Bio-Fibel herausgibt.

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Groar macht der Bär

groarKinderbuchrezension eines schnarchenden Vaters

Wenn mein zweijähriges Kind am Topferl sitzt, dann will es auch manchmal Bücher um sich haben, die es während seiner Ausscheidungstätigkeit studieren kann.
Einer dieser in die Ritze zwischen Waschbecken und Badezimmerkasterl geklemmten Kinderschmöker heißt „Groar macht der Bär“ von Norman T. Grant, erschienen im Kyrene Verlag.
Was an dem Werk wortwörtlich ins Auge sticht, sind die expressionistisch-schrillen, aber trotzdem sympathischen Illustrationen von Christian Yeti Beirer.

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Was in der Geschichte begraben liegt

begrabenEin Streifzug hinter die Kulissen verschiedener Diskursmechanismen rund um Abfall und Reste vergangener Zeiten und auf die Kehrseite vorgefertigter Meinungen, die von alten Bildern gespeist werden. Für Gabi Teichert und das Knie.

Zur Veranschaulichung: Szenario ist ein Feld aus erdigen Brocken. Angerollt kommen große, auf Gleisketten laufende Maschinen mit kräftigen Turbinen und mächtigen Schaufeln. Sie graben das Gelände um. Stetig schneidet das Eisen ins Erdreich und wirft es auf. Zurück bleiben gigantische Maulwurfshügel, die zugleich in die nächste Schaufel wandern oder unter dem Gewicht der Maschinen plattgewalzt werden.

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Wir werden nicht schweigend in der Nacht untergehen!

Von der Lust an der fiktiven Katastrophe, dem Ende der Welt und unserem helden­haften Kampf gegen die Natur.

Unsere persönliche Existenz und die der gesamten Menschheit hängt empfindlich vom Nichteintreten durchaus nicht unwahrscheinlicher Ereignisse ab. Unser Planet ist eine fragile Enklave des Gleichgewichts in einem unermesslich großen, eiskalten Universum. Unser Lebensraum verändert seine Gestalt kontinuierlich, unser Klima ist die Momentaufnahme eines hochkomplexen Systems, das immer noch kaum berechenbar ist. Die Erde ist keine wohlwollende Mutter, die Natur nicht unser Freund. Und plötzlich ist sie da, die Katastrophe.

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Somewhere –  auf der Suche nach Wahrheit

Glück kann man nicht kaufen. Dieser Satz mag abgedroschen klingen, aber gerade bei großen Hollywoodstars, deren Lebensweise sich sehr exzessiv gestaltet, kann früher oder später eine spürbare Leere aufkommen, die eine Suche nach sich selbst in Gang setzt.

Johnny Marco (Stephen Dorff) lebt das scheinbar überwältigende Leben eines Hollywoodstars in vollen Zügen. Er logiert dauerhaft im legendären Hotel Chateau Marmont am Sunset Boulevard, fährt einen schnittigen Ferrari, lädt sich regelmäßig junge Blondinen in sein Zimmer ein, die für ihn an mobilen Striptease-Stangen tanzen, und verbringt viele Nächte auf etlichen Parties. Alkohol, Drogen und Liebhaberinnen gehören zu seinen täglichen Gebräuchen.

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Was kommt nach der Zukunft?

planetesauvageAnsichten einer wilden Erde: La Planète sauvage von René Laloux

Science-Fiction kann auch eine Form von Postfuturismus sein. Wenn man fragt, was mit uns Menschen passiert, wenn die Erde – aus welchen Gründen auch immer (aber das ist ja dann egal) – den Bach runter- oder in fulminanten Staubwolken aufgeht, sind Normalsterbliche oft schnell mit ihrem Latein am Ende. Ultraoptimistische träumen dann gerne vom Leben in einer fernen Galaxie, deren paradiesische Planeten von unserer fortgeschrittenen Wissenschaft erschlossen sein würden, wenn es denn so weit käme.

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