#16 – Erde, Dez 10

Ausgabe 16Hach, wie doch die Zeit vergeht! Seit nunmehr vier Jahren bringt der Bagger immer wieder bahnbrechende Entdeckungen, brandheiße Neuigkeiten sowie handfeste Skandale ans Licht. Damit wird es auch einmal Zeit, zum ureigensten Metier des Baggers zurückzukehren, nämlich in die Erde. Nicht dass jetzt jemand denkt, der Bagger wäre grabungsmüde – ganz im Gegenteil! Gerade dort, wo der Hund begraben liegt, stochert der Bagger am liebsten herum und blickt diesmal nicht nur tief in den Untergrund rein, sondern auch aus so mancher Außenperspektive auf diverse Geschehnisse unserer Zeit.
Bagger Nr. 16 als PDF.

Buried – Lebendig begraben

buriedPaul Conroy, gespielt von Hollywoodstarlet Ryan Reynolds, ist als Truckfahrer für die Ausfuhr von Hilfsgütern im Irak tätig. Als es einen Anschlag auf seinen Konvoi gibt, werden seine Arbeitskollegen erschossen, während er sich lebendig begraben in einem hölzernen Sarg wiederfindet. Die einzigen Grabbeigaben sind ein Mobiltelefon, ein Feuerzeug, Knicklichter und eine Taschenlampe. Seine Lage ist denkbar schlecht. Conroy, keuchend und nach Luft ringend, orientiert sich mithilfe eines Feuerzeugs in der engen Dunkelheit seines Verlieses. Die Dialoge sind ausschließlich auf Conroys Telefonate mit der Außenwelt begrenzt und geben Einblick in sein Leben als Familienvater. Als der Anruf einer seiner Entführer einlangt, wird der Grund für seine missliche Lage bekannt – die Kidnapper halten ihn für einen amerikanischen Elitesoldaten und stellen ihm eine Lösegeldforderung.

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Parkwächter Harlekin – Liebe (Problembär 2010)

parkwächterHipHop?

Der Soundtrack meiner frühen Jugend hat fast ausschließlich aus HipHop bestanden. Auch heute noch hör ich beispielsweise Lootpack, den frühen Busta Rhymes und die erste Eins Zwo-EP sehr gern. Das kam alles zwischen 1996 und 1999 raus. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber retrospektiv würde ich sagen: Danach war erst mal die Luft raus, aus dem HipHop. Plötzlich konnte man mit dieser Spielart, die bis dahin zumindest teilweise als innovativ eingestuft werden mußte, sehr, sehr viel Geld machen, und das hat genau die auf den Plan gerufen, die es eigentlich nicht gebraucht hätte.

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David Lipp & die Liebe – Es ist so unendlich still hier

lipp(Konkord 2010)

Während viele andere Indie-Bands unentwegt an ihrer Lässigkeit schrauben, machen David Lipp & die Liebe doch glatt Musik, die ohne Posen auskommt.

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Bo Candy & his Broken Heats (2010)

bo candyThomas Pronai ist nicht nur einer der begehrtesten Musikproduzenten dieses Landes, sondern auch einer der besten Musiker. Lange Zeit hat er die Beautiful Kantine Band (1999–2008) angeführt, und jetzt macht er dreckigen Country-Blues-Rock allererster Güteklasse.

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Meaghan Burke – Other People’s Ghosts (2010)

other people's ghostsGerade noch rechtzeitig, bevor sie wieder nach New York zurückgeflogen ist, hat Meaghan ­Burke die Lieder, mit denen sie in den letzten Monaten den Wiener Untergrund durchpflügt hat, konserviert und im Eigenverlag veröffentlicht.

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Liger – Unknown Pressures EP

liger(Beat Is Murder 2010)

Dino Spiluttini stilisiert in der letzten Zeit gern als Naturbursch. Seit einiger Zeit hat er in einem Haus in der Pampa irgendwo in der Nähe von Hamburg Quartier bezogen und sporadisch Lebenszeichen in Form von Wald-und-Wiesen-Fotos gepostet.

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Laokoongruppe – Staatsoper (Konkord 2010)

laokoongruppeLaokoongruppe – Staatsoper (Konkord 2010)
Der Herr Karl Schwamberger haut auf den Tisch: „Staatsoper“ nennt er sein zweites Album. Doppel-Vinyl, sapperlot! Subersiv-progressives Disco-Polka-Liedgut mit Schmackes.

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Sletzte Moi – „Kreiz, Birnbam und Hollastaun“

sletzte moiZwei Waldviertler trauen sich was! Weil „wauma sunst nix kennan, daun kema des“. SLETZTE MOI sind räudig, kompromisslos und strotzen vor Spielfreude und Kreativität. David Stellner und Peter Primus Frosch traktieren Gitarre und Bass gekonnt in bluesrockigem Stil.

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Soja Tom & Findleberry Hook – Konzertbericht

in der „Szene“ am 8. Oktober 2010

soya tomEher zufällig hab ich neulich was sehr Eigenartiges gesehen: Auf der Bühne der „Szene“ (ja, genau dem wahrscheinlich sympathischsten Laden der Stadt …) eröffnen ein paar in Flanellhemden und Strohhut gekleidete Leute mit aufgeklebten Bärten und Notenständern für die Textblätter einen Abend vor ca. 700 Hip-Hop-Begeisterten als Vor-Vor-Band. Und wer ist so ziemlich der einzige, dem es gefällt? Icke! Genaugenommen war das Konzert für mich die größte Live-Überraschung, seit ich 2001 ebenso zufällig die Moldy Peaches im Flex gesehen habe.

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Die Tür zum Keller

Aus der Erzählung Unser Jahr mit Gertrude

kellertürSeit wir in dieses Haus gezogen sind, ließ uns Gertrude, unser ebenso schrulliger wie liebenswerter „Hausgeist“, keine Ruhe … so unschätzbar ihre Hilfe bei der Ribisel-Ernte war, so eigenwillig waren ihre Angewohnheiten, die sie aber keinesfalls aufzugeben gedachte.

Und dann war da noch Gertrudes unerklärliche Angst vor dem Keller, den sie nur in den dringensten Fällen zu betreten pflegte; meist erfand sie aber irgendeine Ausrede, um nicht in den Keller gehen zu müssen.

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