Burgenland

Wie sich Erde gut trinken lässt

Thomas SchwarzBisher ist dem Winzer des Weinguts „Kloster am Spitz“ noch kein gleich wohlklingendes deutsches Wort für „Terroir“ eingefallen, was ihn nicht daran hindert, den Begriff vom Podest auf den Boden zu holen. Eine Entmystifizierung.

Gekostet hat er sie noch nie, die Erde von seinen Weingärten, mitten am burgenländischen Leithaberg. Dennoch weiß Thomas Schwarz genau, wie sie schmeckt. Er braucht nur einen seiner Weine zu trinken. Der 38-Jährige sitzt in seinem Verkostungsraum, sinkt zurück in den Sessel und schenkt sich ein Glas, nein, nicht Wein, sondern Rosé-Sekt ein. Am langgezogenen Tisch zeugen leergetrunkene Weingläser und offene Flaschen von der eben zu Ende gegangenen Verkostungsrunde. Ehe er zu erzählen beginnt, klopft es erneut an der Tür: Weinkäufer. Es ist Samstag. Wenn andere längst ihre Wochenendfreizeit genießen, sich vielleicht eine gute Weinflasche aufmachen oder ihre Lieblingswinzer besuchen, ist Thomas Schwarz mitten in der Arbeit.

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