#17 – Zufall, März 11

Ausgabe 17Bagger 17 haben wir dem Zufall überlassen.

 

Folgendes ist dabei herausgekommen.

Der beste aller möglichen Tests

Dies ist der beste aller möglichen Tests. Die Wahrscheinlichkeit, daß Sie ihn aufschlagen, war verschwindend gering. Aber es ist passiert. Gibt Ihnen das nicht zu denken? Und jetzt wollen Sie auch noch originell sein und die Antworten nach dem Zufallssystem ankreuzen. Nur zu. Sie werden sehen, was Sie davon haben. In diesem besten aller möglichen Tests ist alles einkalkuliert.

1. Glauben Sie eigentlich an Zufall?
a) Ich glaube vor allem an mich.
b) Nein, hinter allem steckt – etwas. Oder jemand.
c) Ja.

weiter...

Die Welt im Schnappschuss

lomo… und das Geschäft mit dem Zufall

„Dedicated to the plastic heart, analog soul, grand history and bright future of the Diana, Diana+ and Diana F+ cameras.“

Dieser Artikel ist ein Text voll von Widersprüchen. Wie bei einem mehrfach belichteten Bild überlagern sich die Meinungen und die Interpretation liegt im Augenblick der Betrachtung. Es ist die Geschichte eines Selbstversuchs. Des Versuchs, sich nicht von einer Marketingstrategie manipulieren zu lassen, indem man sie kritisch hinterfrägt. Und die Geschichte eines ambivalenten Scheiterns.

weiter...

Wenn’s nicht das wär’, wär’s nicht dasselbe

Hätte ich dich damals nicht getroffen, hätte ich wahrscheinlich früher oder später, an diesem Ort oder an einem anderen, jemand anderen getroffen. Der Andere wäre vielleicht ein schmucker, netter Kerl gewesen, der mir hin und wieder Blumen schenkt und gerne bis spät nachts sinniert (über alles oder nichts, in jedem Fall jedoch mit Blick aufs große Ganze).

weiter...

Der Fall des Sperlings

SperlingWerden wir geschöpft? Wenn nicht, wer kommt nach uns? Das älteste bisher bekannte Gespräch zum Thema Intelligent Design, exklusiv von der Wanze.

Anläßlich eines (leider nicht datierbaren) Ausflugs nach Helsingør verkroch sich unsere Wanze hinter dem Wandbehang eines Prunkzimmers in Schloß Kronborg. Zufällig unterhielt sich dort eben der dänische Kronprinz mit dem Hofkaplan Christoffer Skjøneborn, kurz Born genannt (bei Shakespeare tritt er namenlos auf, s. Hamlet V 1, 212-236).
Für seine Hilfe beim Entziffern des dänischen Originaltranskripts danken wir Isildur Smørrbrødsen aus Kopenhagen, argwöhnen allerdings, daß ihm dabei sein elfischer Humor näher am Herzen lag als strikte Texttreue.

Hamlet: Wie wollt Ihr erkennen, Herr Kaplan, was nach einem klugen Plan erdacht ist und was nicht? Bei meinem Schwert hat der Schmied gewiß nicht an ein Kruzifix gedacht, und doch, wenn man es umdreht –

weiter...

Das Lachen der Vernunft über die Unvernunft

Gernhardts Gedichte

Robert Gernhardt zu lesen ist eine große Lust. Kaum ein Gedicht, das man nicht mit breitem Grinsen quittiert. An Lebensweisheit sind sie reich, die oftmals so leicht hingeschrieben wirkenden Verse des Deutsch-Balten Gernhardt. 1937 in Reval geboren, floh er im Krieg mit seiner Familie in den Westen, studierte in Stuttgart Malerei, lebte künftig in Frankfurt und zeichnete, malte, schrieb für satirische Magazine wie „Pardon“ und später „Titanic“. Ganz nebenbei erschienen viele Bücher – häufig selbst illustriert wie zum Beispiel „Reim und Zeit“. 1996 wurde er am Herzen operiert und ließ seine Leserschaft teilhaben am körperlichen Verfall, am krankheitsbedingten Gebrechen.

weiter...

HGichT

Warum Schlecht diesmal ausnahmsweise vorübergehend wirklich das neue Gut ist. Oder: Wie sich Pop an sich selbst kalibriert.

HGichTDas HGichT Konzert hat mich meinen Lieblingspullover gekostet, aber das macht nix. Es ist ja schon einiges geschrieben worden, über die Band, und noch mehr wurde gelabert. Die einen lehnen die Band rundheraus ab, und die anderen lassen sich hinreißen zu hymnischem Geschreibsel, das den „Kunstdiskurs“ um eine weitere Facette „bereichert“.
Ich möchte mich keiner der beiden Seiten zuordnen und dennoch schreiben, warum ich diese Band (neben anderen Spinnern, wie zum Beispiel die Antwoord) für relevant halte. Über die musikalischen Qualitäten braucht dabei freilich nicht viel gesagt zu werden, und der Text ist nur in sehr wenigen Fällen ausgereifter. Was aber eben gerade deshalb interessant ist, ist die totale Reduktion auf eine Haltung, die – noch dazu – über weite Strecken unhaltbar ist. Das Vakuum als Unterhaltung. Und ob das geht!

weiter...

Filou – Show (Problembär 2011)

ShowIch bin baff. Dieses Album ist so unangestrengt und doch präzise, so verschroben und doch ganz vereinnahmend. Zwischen „Freu dich nicht zu früh, an mir mußt du vorbei!“ und „ich bin müde, ich bin satt, bin am Boden, ich bin matt.

weiter...

Fred Schreiber – Das große Komplott (Problembär 2011)

Das große KomplottFred Schreiber, einst Frontmann der Falschen Freunde, hat zwischenzeitlich – und sehr erfolgreich – anderes Terrain betreten: Als Kopf und Stimme der legendären Sendung ohne Namen hat er ein Format geschaffen, das seither in der österreichischen Fernsehlandschaft

weiter...

Bernhard Eder – To disappear does not mean to run away (Tron 2010)

ederDamit ein Barde, der sich ganz dem klassischen Songwriting verpflichtet fühlt, etwas relevantes Schaffen kann, muß er schon einen großen Wurf machen. Ich glaube, ein solches Beispiel haben wir hier vor uns. Besonders die vorausgekoppelte Single Unexpected, die schon auf der gleichnamigen EP vertreten war, hat es mir sehr angetan.

weiter...

Angus & Julia Stone - Memories of an old Friend (EMI 2011)

memoriesPaper Aeroplane ist auf keinem der beiden regulären Alben des australischen Geschwisterpaars. Jetzt hat sich der Song aber recht gut gemausert, wurde zu einem kleinen Youtube-Hit und zudem in einer Fernsehwerbung verbraten. Also wurden Aufnahmen früher EPs zu diesen Memories of an old Friend zusammengewürfelt.

weiter...

Seiten

RSS - #17 – Zufall, März 11 abonnieren