Brasilien

Per Anhalter durch die Prärie

chapadaIrgendwann bleibt schon wer stehen. Die scheinbare Unberechenbarkeit des Zufalls. Eine Entschleierung.

Unbarmherzig brennt die Sonne vom Himmel, kein Baum, der schützenden Schatten spendet. Der Asphalt flimmert unter der späten Nachmittagshitze, doch ein nahender Regenschauer hat schon seinen feuchtheißen Atem über die Chapada gelegt und lässt die Hoffnung auf baldige Abkühlung wachsen. Ich hebe den Kopf. Am Horizont zeichnen sich schon einige dunkle Wolken ab.

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Ganhar-Perder

Von der brasilianischen Agrarreform

Ich wollte schon immer die Welt retten. Wie macht man das? Ich bin noch immer weit davon entfernt, irgendwas oder irgendwen auch nur ansatzweise zu retten. Deshalb versuche ich etwas von dem, was ich zwischen September 2007 und Februar 2008 in Mato Grosso, wo ich zur Feldforschung für meine Diplomarbeit war, gesehen und gehört und gespürt habe, aufzuschreiben.
Vielleicht hilft das ein bisschen.

Der Bundesstaat Mato Grosso, im Westen Brasiliens gelegen, ist etwas größer als Deutschland, hat aber nur an die 2, 5 Millionen Einwohner, von denen sich rund eine Million in der Hauptstadt Cuiabá konzentriert. Mato Grosso bildet zusammen mit acht weiteren Bundesstaaten „Amazônia Legal“: dieser Teil Brasiliens ist der größte soziogeographische Bereich Lateinamerikas, charakterisiert durch eine ungemein artenreiche Vegetation und große Flächen Regenwald.

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