Gott

Adam Ries im Paradies

Eine Ballade von der Schöpfung der Zahlen

Es schufen einst die Götter Welten, gänzlich ohne Zahl
Sie schufen Sonnen, Monde, Sterne, Meere, Berg und Tal

Auch waren diese Erdenrunde voll von Paradiesen
Und Menschen wurden dort geformt, genannt: Die Adam Riesen

Es kreucht’ und fleuchte viel Getier in unzählbarem Heere
Die Himmel schwarz von Vogelschwarm, von Fischen voll die Meere

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Über Gott und die Welt

„Was weißt du, was Wünsche sind! Was weißt du, was gut ist!“
Graógramán, der bunte Tod, in der Unendlichen Geschichte (Michael Ende)

Pik AssLaut Grassmanns Wörterbuch zum Rigveda ist die Bedeutung der Wurzel √div „spielen“, deva bezeichnet im Altindischen den Spieler, insbesondere den Würfelspieler. Wie weiter bekannt, ist deva aber auch der Standardterminus für „Gott“ in den altindischen Sprachen und wie allgemein angenommen wird, ein östlicher Verwandter des griechischen θεός und des lateinischen deus, des althochdeutschen ziu und des hethitischen sius in der großen indoeuropäischen Sprachfamilie. Der Gott, ein Spieler also. Diese Idee taucht auch später wieder ganz massiv in allen möglichen indischen Traditionen auf, wo vom Spiel (līlā) Gottes die Rede ist: Die gesamte Schöpfung, unsere Welt, unser Leben ist ein bloßes Spiel Gottes – Ausdruck seiner vollkommenen Freiheit.

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