#7 - Straße, Okt 08

Straße Straße ist das Thema dieser Ausgabe. Sie führt uns vom Ausgangspunkt Wien kreuz und quer über Rom und Venedig nach Prag, über Amsterdam nach Stockholm, nach Athen, auch in die ehemalige DDR und den Kontinent verlassend bis nach Indien. Was dem Bagger auf jener ereignis­reichen Straße so alles über den Weg läuft, werdet ihr auf den folgenden Seiten erfahren. Also: Gang rein und drauf los geschaufelt! Der Bagger gräbt auch jenseits der Bodenmarkierungen!

Photoserie: sokak

Die Photoserie sokak der sechsten Ausgabe des Baggers zum Thema Straße von Yaşar Canpolat, Istanbul.

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Die gonze Tschoch umasunst

Ortsschildauf Käantnarisch

Die Josefa Ogradnig aus Srajach untn (vulgo Drabosenig, waßt eh, wen i man) wollt ihra Mama in Poglantschach a Ritschert und Pohatscha bringen. Setzt sich also ins Auto, foat pomalig los, die Tschreapm und des Reinkale am Beifoarasitz.

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Auf die Straßen!

faustDemonstrieren ist eines der elementarsten Mittel einfacher Menschen um auf ihren Willen und ihre Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Aber hats wirklich einen Effekt? Fünf Beispiele aus der jüngeren österreichischen Geschichte.

Zufällig war ich damals dabei, als im Jänner 2004 einige hundert StundentInnen während einer entscheidenden Senatssitzung den Senatssaal und Teile des Rektorats der Hauptuni Wien besetzten. Grund dafür war die geplante Einführung eines neuen Organisationsplans auf Basis des Universitätsgesetzes 2002, der die Struktur der Universität unternehmerischer gestalten sollte und unter anderem die in vielen Gremien übliche drittelparitätische Ordnung und somit die direkte Mitbestimmung von Studierenden und Mittelbau zugunsten der ProfessorInnen vor allem des Rektorats abschaffte.

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„Hast du fünf Minuten Zeit?“

Vom Nutzen und Nachteil des Fundraisings auf der Straße

Nachdem sich die hauseigene Wanze im letzten Bagger eine Auszeit gönnte, ist sie diesmal wieder in alter Frische in der Welt unterwegs. Dort beobachtet sie eines Tages, wie eine junge Philosophiestudentin namens Sofie gemächlich über die Wiener Mariahilferstraße schlendert. Der Rummel um Sofie herum prallt währenddessen an einer unsichtbaren Mauer ab, die eine geistige Welt begrenzt, in der sie sich gerade den Kopf über Albertos These zur ontologischen Qualität kategorialer Existenzaussagen zerbricht. Plötzlich wird sie von einem jungen Herrn aus dieser Welt befreit.

Junger Herr: Hast du fünf Minuten Zeit?
Sofie (erschrickt fürchterlich): Oh! Äh …

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Hochbau: Asphalt

Asphalt Juhu!

1500 Zeichen lobend über Asphalt schreiben. Für normale Menschen noch dazu. Nicht für Ingenieure (generisches Maskulinum) der ASFINAG. Kann ja nicht so schwer sein. Sollte man meinen. 1 Monat Kopfzerbrechen und etliche seltsame Webseitenbesuche später dann die ernüchternde Feststellung.

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Tiefbau: Asphalt

Tiefbau: Das Gute am Schlechten

Moderne, ökologisch bewusst denkende Stadtmenschen haben ja hierzulande meist nicht so eine Freude mit Asphalt: Sie erzürnen sich über die dauerhafte Versiegelung wertvollen Erdbodens, über das Verschwinden der letzten Grünflächen und Beserlparks, über Feinstaub in Luft und Nase und über vieles andere. Asphalt – der Wohlbefindlichkeitskiller unserer Tage!

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Warum Geld der Joker im Spiel des Lebens ist. Und warum es eigentlich nichts wert ist.

Das Geld liegt auf der Straße

Ist der Titel eines Buches, in dem der Autor (und selbsternannter Börsenguru) „Normalbürgern“ einerseits Tipps zum Sparen und andererseits zur Geldanlage an der Börse gibt. Die Meinungen der bis dato zwei Buchrezensenten auf Amazon liegen weit auseinander:
Der eine bezeichnet das Buch als „die Landkarte zum Glück“ und empfiehlt es vor allem Menschen, „denen [ihr] Geld nicht reicht und [die] mehr erreichen wollen als jeden Monat für zu wenig Lohn arbeiten zu gehen“, die andere verbleibt mit der Empfehlung, dass „der beste Sparansatz ist, das Buch erst gar nicht zu kaufen“.

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Sex als Arbeit

Verletzung der Menschenwürde oder Menschenrecht? Abzuschaffendes Übel oder selbstbestimmte Arbeit? Freiwilligkeit oder Zwang? – Die Diskussion um Prostitution/Sexarbeit bewegt sich entlang mehrerer Dichotomien.

Schreiben, Reden, Forschen zum Thema Prostitution (a), so die Soziologin Martina Löw, findet „jenseits der Meistererzählung“ statt. „SexarbeiterInnen, ZuhälterInnen, SozialarbeiterInnen, PolizistInnen wissen viel über Prostitution, aber diese Kenntnisse widersprechen sich und folgen unterschiedlichen Erzählsträngen“. Darum gibt es in diesem Feld „zahlreiche Wahrheiten“, die nebeneinander existieren.

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Der Weg der Achtundsechziger

Die 68er Generation wird vielfach wegen ihrer Verdienste gepriesen. Vielleicht hat sie aber auch Böses verursacht und die Menschenrechte und Demokratie in der Welt gebremst. Über das Jahr der Großen Revolutionen.

Daniel Cohn-Bendit, ein humorvoller Soixante-huitard, ein 68er, Mitglied des Europaparlaments und einer der helleren Köpfe der Grünen, meinte, ohne die 68er-Generation hätte Sarkozy, Sohn eines Einwanderers und einer Jüdin, nicht Präsident werden können. Seine Aussage ist für einen 68er typisch: Ohne sie wäre nichts da, die Welt wäre in konservativen Werten ertrunken.

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Schlechte Autobahnen

HC Strache erklärte mit sarkastischem Unterton vor gut einem Jahr in der ORF-Pressestunde, was alles schlecht an der Zeit des Nationalsozialismus gewesen ist: „Der Erste Mai, die Kirchensteuer, VW-Produktion, Autobahnbauten, das war alles entsetzlich.“

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