Kafka

Kafka, Gott und das unzerstörbare Paradies

Angenommen, „Gott“ ist ein Name. Wie der eines Schriftstellers beispielsweise oder eines Schauspielers. Angenommen, man erwähnt „Gott“, egal weshalb und völlig egal wo. Geistliche Kreise und Institutionen ausgenommen, wird man ein genervtes Seufzen hören, sobald man über einen gewissen „Gott“ zu sprechen beginnt. So als ob man „Pythagoras“ oder „Kafka“ gesagt hätte.

Über diesen gewissen „Gott“ scheint schon so viel gesagt worden zu sein, dass er einem wie ein nerviger, etwas gestörter Nachbar vorkommt, von dem man nicht immer weiß, ob er jetzt da ist oder nicht. Ob daran die religiösen Überlieferungen und ihre konsequent labilen Interpretationen und Interpreten schuld sind, weiß ich nicht. Selbst jetzt während des Schreibens dieser Zeilen bin ich sehr vorsichtig, denn seine Anhänger sind oftmals leicht gekränkt. Leichter ist es, Kafka, der in manchen Kreisen so unbeliebt wie Gott ist, vorzuschicken und sich hinter ihm zu verstecken.

weiter...
RSS - Kafka abonnieren