Thomas Mann

Paradiesische Klänge

Unsere Wanze hat sich nun, zur Erholung von all den Lügengeschichten, denen sie in der letzten Ausgabe lauschen musste, an einen Ort der Ruhe und Besinnung zurückgezogen. In das etwas düstere Arbeitszimmer des großen Komponisten Adrian, der gerade Besuch von seinem Jugendfreund und standhaften Begleiter und Verehrer Serenus bekommt. Dieser wird von der rührigen Haushälterin Ludmilla hereingeführt.

Adrian: Nun, Serenus, dass du dich einmal herablässt, einem verschrobenen und zurückgezogenen Musikus die Ehre zu erweisen, nett von dir, ganz nett.
Serenus: Du und deine Redensarten! Du weißt genau, wie gerne ich deine Gesellschaft in Anspruch nehme. Ganz im Gegenteil bist du es ja, der sich von Zeit zu Zeit unpässlich fühlt und außer Ludmilla niemanden empfängt, aber heute wirkst du ja recht frisch und munter.

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