#10 - Essen, Jun 09

EssenDies ist die 10. Ausgabe des Baggers und sie wartet nur darauf, verschlungen zu werden. Um die enthaltenen Leckerbissen besonders schmackhaft zu machen, haben wir uns etwas Spezielles überlegt und unsere erste durchgehend farbige Papierbaumaschine produziert. Entsprechend bunt gestaltet sich dann auch der Inhalt: Angefangen von der kulinarischen Kulturdebatte und der Behandlung der Konsumproblematik, über Essen, das anders ist, aussieht oder schmeckt als es sollte, über Essen in dünner Luft bis hin zur Lösung der Hungerproblematik haben wir einen ausgewogenen Lektüremenüplan zusammengestellt und mit geschmackssicher ausgewählten Kulturhäppchen verfeinert.

Florian Kargl – Freischwimma! (2009/LiMuPic Records)

freischwimmaSich mit dem Kaffeehäferl in der Hand zu den Klängen von Florian Kargls neuem Album frühmorgens „freizuschwimmen“, ist ein gutes Gefühl. Überraschend gut, auch wenn man sonst mit der klassischen Liedermacherei und vor allem mit deutschem Gesang nicht unbedingt so viel anfangen kann.

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Brot und Spiele

Vergangenen März rettete Josef Hader das kleine Theater am Alsergrund vor dem Aus. Die Stadt Wien hatte verabsäumt, bereits in Aussicht gestellte Subventionen auszubezahlen. Also hat Hader die Garantie abgegeben, zumindest bis Ende September für den Spielbetrieb im Alsergrund aufzukommen und das benötigte Geld aus der Privatkassa vorzuschießen.
Die Bühne für Nachwuchstalente wird seit wenigen Wochen vom Kabarett-Duo Buchgraber & Brandl geleitet. Im vergangenen Herbst haben die beiden Steirer den Goldenen Kleinkunstnagel 2008 gewonnen. Buchgraber & Brandl über Leben und Überleben mit der Ware Humor.

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S...loch!

S…loch!

Die Spielzeit 2008/09 der Theaterszene neigt sich nun wieder unaufhaltsam ihrem Ende zu. Mit den Wiener Festwochen bekommen Theaterjunkies noch eine letzte Dosis, den gloriosen Goldenen Schuss, um dann Ende Juni aus dem Rausch an internationalen Erfolgsproduktionen wider Erwarten doch noch lebend wieder aufzuwachen und sich in einem zwei- bis dreimonatigen Cold Turkey – oder nüchterner gesagt „Sommerpause“ – wiederzufinden, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.
Was tun als nach Kultur oder Gegenkultur gierender Mensch, der die innenräumliche Unaufhaltbarkeit zu kompensieren sucht, wenn die kühlen Theaterkeller geschlossen bleiben?

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Holubarz

Erste Folge: Drei Polnische

Es war ein schöner Tag und die Frau Inge vom Salon Sylvia grüßte ganz besonders freundlich. Holubarz schleppte missmutig den Plastiksack mit den Einkäufen fürs Wochenende nach Hause, während die Vögerl im Beserlpark trillerten, was ihre kleinen Goldkehlen nur her gaben. „Elendiges Geflügel“, schnaubte Holubarz in sein Doppelkinn und ärgerte sich so sehr über diese hundselendigen Kanari, dass er zu allem Überdruss vor lauter Groll fast noch ein Hundstrümmerl übersehen hätte und in selbiges hinein gestiegen wär’.

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Fotoserie: Essen

Die Fotoserie Essen der zehnten Ausgabe des Baggers von Elena Anna Rieser (photocase | pheebs), Wien.

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Küche totalitär – Das Kochbuch des Sozialismus von Wladimir und Olga Kaminer

Durch seine witzigen Erzählbände „Russendisko“, „Schönhauser Allee“ und dem „deutschen Dschungelbuch“ ist Wladimir Kaminer einem großen (deutschen) Leserkreis bekannt. Und die Popularität, die dem gebürtigen Moskauer v.a. in Berlin (wo auch seine inzwischen berühmten Russendiskos ihren Anfang nahmen) entgegen schlägt, ist nachvollziehbar: Selten wird der deutsche und russische Alltag so trocken und humorvoll präsentiert!

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Nachtrag: Unappetitlich – essentiell: Die Maria Lassnig-Schau im Mumok Wien

Schönere, gefälligere Schauen findet man in Wien derzeit viele: Mucha im Belvedere, Picasso im Kunsthaus, Rembrandt in der Albertina – und dennoch war es gut, mit Maria Lassnigs Bildern aus dem „neunten Jahrzehnt“ konfrontiert zu werden. Die alte Künstlerin zeigte sich im doppelten Wortsinn hüllenlos – zum einen physisch (und erzeugt dadurch Angst vor Altern, Verfall und Tod) zum anderen psychisch (und zeigt so eine sympathische geistige Wach- und Regheit, die auf niemanden mehr Rücksicht nehmen muss und gerne Stachel im Fleisch ist). Warum lohnt es, sich mit diesen Bildern (im Katalog erhältlich) auseinander zu setzen?

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Onkel Brilli

Neben Onkel Michi und früher Onkel Thomas ist mir seit jeher Onkel Brilli der Lieblingsonkel.
Eigentlich ist er ja gar nicht mit mir verwandt. Aber dazu später ausführlicher.
Was wir nicht schon alles gemeinsam erlebt haben, Onkel Brilli und ich.
Wir waren auf Reisen, in Indien, Paris und Griechenland, sind quer durch den Balkan gebraust, bis nach Istanbul und noch weiter in den Süden hinunter.
Über Onkel Brillis Vorfahren weiß ich nicht viel, außer, dass sie sich früher gern in der russischen linken Szene herumtrieben. Soweit ich weiß, standen sie Lenin und Trotzki nahe, später aber konnte man sie im Dunstkreis amerikanischer Prominenter sehen. Ich sage nur Janis Joplin.

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