Würschtlstand

Des Schweines Ende ist der Wurst Anfang

Richtig, die obige Erkenntnis stammt von dem herrlich verrückten Dichter Wilhelm Busch. Der vermutlich kaum besonnenere Schriftsteller Jean Paul aber versetzte: „Wurst ist eine Götterspeise. Denn nur Gott weiß, was drin ist.“ Unsere Wanze, wahrscheinlich aufgrund des delikaten Gegenstands der Debatte von einem plötzlichen Hungergefühl übermannt, begab sich aber, anstatt sich der daraufhin folgenden hochphilosophischen Auseinandersetzung zu widmen, auf Nahrungssuche und wurde schließlich an einem Imbissstand in der Wiener Innenstadt fündig, wo sie Zeugin folgender Unterhaltung wurde.

WürschtlFrühmorgens, an einem Wiener Würschtlstand an der Ringstraße. Wenig los. Neben dem Wurschthüttenangestellten ist nur ein am Tresen dösender Sandler anwesend. Ein Burenhäudl und eine Eitrige schmoren seit Stunden auf dem Grill, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer depressiv aussehenden Bratwurst.

Burenhäudl Jessas, wos san denn Sie fia ana?
Eitrige (missmutig ihre verkohlte, aufgesprungene Haut betrachtend) Na, sehn S‘ des net, Sie Lustiger – i bin a Käsekrainer!

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