Alan Turing

Test der Turingmaschine

Über die Genialität einer Maschine, den Wahnsinn der Gesellschaft und die Künstlichkeit der Intelligenz

Entschlossen, einen umfassenden, informativen und fesselnden Artikel über Alan Turing und die Geschichte der nach ihm benannten Maschine zu schreiben, habe ich am Schreibtisch Platz genommen und erst einmal den Computer hochgefahren. Eine Maschine, deren Möglichkeiten unbegrenzt erscheinen (sofern sich nicht eine vermeintliche Auswirkung des sogenannten Halteproblems – nämlich ein Computerabsturz – einstellt) und deren Innenleben, wie der Volksmund weiß, doch nur aus „Nullen und Einsen“ besteht. Die Idee, die einem solchen Gerät zugrunde liegt, stammt freilich gerade von jenem Alan Turing, einem englischen Mathematiker, dessen abstrakte Arbeiten zur Berechenbarkeit von Funktionen eine rasante Entwicklung eingeleitet haben, deren Auswüchse nun in weniger abstrakter Form und weniger strukturierter und schlichter Schönheit (erwähnt sei hier ein gewisser B. Gates) unser (Arbeits-)Leben dominieren.

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Ihr Turing-Test

Uns beschleicht ein gräßlicher Verdacht. Irgendjemand liest zweifellos den Bagger, löst die Rätzel und füllt die Tests aus. Aber was ist – o Graus! –, wenn unsere Leser eigens zum Baggerlesen konstruierte Androiden sind oder gar nur virtuell existieren? Nicht daß wir da mit viel Mühe eine Zeitung machen, und dann wird sie nur vom Geheimdienst oder der Chinesenmafia durch irgendeinen Computer gedreht. Schlaue Programme können heutzutage eine etwa fünfzehnminütige Konversation aufrechterhalten, ehe der Gesprächspartner sie als Maschine enttarnt – Ihnen bleiben also nach Adam Riese, Pausen nicht eingerechnet, gut 64 Sekunden pro Frage. Entlasten Sie sich – beweisen Sie, daß Sie Mensch sind! [ENTER]

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