#13 - Glück, März 10

Glück Traurig? Depressiv? Einsam? Gelangweilt? derBagger® schafft Abhilfe! Schon eine kleine Dosis macht Ihren grauen Alltag wieder bunt und bringt Ihnen lauteres Glück. Verzichten Sie aufs schnelle Geld aus Gewinnspiel, sagen Sie der ewig-vergeblichen Suche nach wahrer Liebe adé. All das wird Sie nicht dauer­haft beglücken; täglich ein paar wohldosierte Portionen derBagger® hingegen wirken Wunder. Und per Abonnement – so viel wird Ihnen Ihr Glück doch wert sein – sind Sie auch vor Entzugserscheinungen gefeit. derBagger® – Glück auf Papier gebannt.
Bagger Nr. 13 als PDF.

Replik auf Kritik: Saublöder Artikel im Bagger

oder: Die Dünnbrettbohrer aus Leopoldstadt

Ja, ich habe eine freche Kolumne geschrieben (Rechts-Links, Der Bagger 11). Über Links und Rechts, sehr politisch. Habe dann eine schöne Werbung geerntet: Marcel Jira hat die Kolumne gar nicht gefallen, obwohl er den Bagger sonst (zu Recht!) liebt („unterstützenswertes Blatt, coole Zeitung, die weitestgehend autonom organisiert ist“), und so entschließt er sich, eine Kritik zu schreiben (Der Bagger 12, Seite 14).

Was macht ein Mensch, wenn er eine Kolumne liest, mit der er nicht einverstanden ist? Liest, forscht, recherchiert und versucht die Kolumne Zeile für Zeile zu zerpflücken.

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Die uferlose Suche nach dem Selbst

Was uns Selbsthilfebücher über unsere Gegenwartskultur erzählen.
*Eine Analyse anhand Robert Pfallers Kulturtheorie. *

Der Erfolg ist in dir, du schaffst es – nämlich alles, was du willst, du musst nur ganz fest daran glauben und so oft wie möglich positiv denken. Sei ganz du selbst und die Welt liegt dir zu Füßen. Sorge dich nicht, lebe – als kleine Draufgabe erfährst du, wie man Freunde gewinnt. 5 Wege zum Glück, 77 Schritte zum Erfolg, 1000 Arten, du selbst zu werden – die Wege zum persönlichen Glück sind wahrlich vielfältig, die Ratgeberliteratur dementsprechend zahlreich. Kaum eine Buchhandlung, die nicht eine eigene Abteilung für „Selbsthilfe“ oder „Lebenshilfe“ führt, gefüllt mit allerlei Weisheiten darüber, wie das eigene Leben zu gestalten ist.

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Vierblättriger Glücksfund

kurze BeschreibungAbonnentInnen haben ja manchmal interessante Bedürfnisse. So wurden wir zuletzt gebeten, immer zwei Ausgaben zu senden – eine fürs Archiv und eine fürs WC. Wenn wir auch solchen Bitten (gegen kleine Aufzahlung) natürlich gerne nachkommen, so fragen wir uns dennoch: In welche Gesellschaft gerät da der Bagger wohl???

Deshalb gibt’s nun eine neue Serie. Jedes Mal stellen wir eine in dieser Umgebung potentiell anzutreffende Konkurrentin unserer Zeitschrift bloß, ähem, vor.

Und weil’s so herrlich passt, nehmen wir uns diesmal gleich „Das vierblättrige Kloblatt“ vor.

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Glücklichsein (oder: die Hölle auf Erden)

Von allen politischen Idealen sei der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste, meinte Karl Popper; der Versuch, den Himmel auf Erden einzurichten, produziere stets die Hölle. Recht hatte er, der gute Meister Popper. Was den Mächtigen vor Glück aufjuchzen lässt, wird der Glückseligkeit des Geknechteten wohl weniger zuträglich sein und vice versa et cetera.

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Selbstbewusst und richtig gut drauf!

kurze Beschreibung Wofür ist die bescheidene Beatrice Poschenrieder wohl am dankbarsten? Richtig – „Dass es mich gibt!“ Die besten Voraussetzungen also, um eine Anleitung zu verfassen, wie aus jedem noch so großen Ekelpaket ein absoluter Superstar wird. Nach einer eingehenden Analyse der Ursachen von Unsicherheit kommt zunächst die etwas überraschende Erkenntnis: „Selbstbewusst lebt es sich besser!“ Ein Grund, um sogleich mit dem Zeigefinger zu wackeln: „Kein Mensch ist wirklich wertlos oder langweilig oder blöd, sondern man selbst denkt nur, dass es so ist!“ Mithilfe einiger Übungen sollte das Selbstbild aus dem Keller in schwindelerregende Höhen gehoben werden – etwa durch einen „Brief an Sie“, „so als wären Sie selbst Ihr größter Fan“, oder durch achtmal tägliches Aufsagen von „Ich mag mich“ vor dem Spiegel bis hin zu einer „Das-ist-gut-an-mir-Liste“.

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Das Glück mitten unterm Unglück

kurze Beschreibung Mitten im größten Unglück – genau dort, wo man meint jetzt ersticken zu müssen, genau dort, wo es nur noch schlimmer werden kann, und auch schlimmer wird, genau dort – ausgerechnet dort – hat das Leben so viel Humor, dass es dem leidenden Menschen einen Perspektivenwechsel gönnt. „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt ist so eine Geschichte, die diesen Perspektivenwechsel beschreibt, so leicht, dass man es nicht glauben kann. Dieses Buch, das ohnehin sehr bekannt ist, aber Wert ist immer wieder in Erinnerung gerufen zu werden, handelt von Oskar, einem zehnjährigen Buben im Krankenhaus, der Krebs hat und bald tot sein wird.
Oskar weiß, dass er bald tot sein wird, aber das ist nicht sein Problem.

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Alex Capus: Der König von Olten – Ein Reigen charmanter Geschichten aus der Provinz

kurze Beschreibung Der Schweizer Knapp-Verlag veröffentlichte unlängst eine Auswahl von Capus’ kleinen Geschichten und Zeitungsartikeln, die sich allesamt dem Ort Olten widmen. Soll man das jenseits der Kantonsgrenzen von Solothurn wirklich lesen? Allen Oltnern sei die Lektüre freilich zugestanden, egal ob sie in Capus den liebevollen Miniaturisten oder doch eher den Nestbeschmutzer sehen – sie haben einen Bezug zum Geschriebenen. Aber wir Nicht-Schweizer? Können wir profitieren? Von leichten schwebenden Geschichten, die schön geschrieben sind, abgerundet und milde den Alltag in der Provinz skizzieren? Können wir im Oltner Geschehen das Allgemeine der Kleinstädtigkeit wieder erkennen und uns lächelnd denken: „Ja so ist das Leben fernab der großen Stadt“? Ja, können wir.

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Wettbewerbe und Steuersünder

Nachdem das Wiener Burgtheater der Bagger-Theaterredaktion auf Lebenszeit (ob der des Intendanten oder meiner wurde bis Redaktionsschluss noch nicht ausverhandelt) das Abo, die Berechtigung für Pressekarten sowie den in dritter Generation vererbten Stehplatz im 2. Rang (links) entzogen hat, scheint der passende Moment für eine Minute der Selbstbesinnung und Überprüfung meiner kritischen Werkzeuge gekommen.

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Glückwärts. Eine Idylle

Kapitel III b,

in welchem wir, nachdem uns einige Hintergründe nähergebracht, die Familie der Holznerin Katha vorgestellt sowie jene schicksalhafte Veränderung geschildert worden ist, welche durch deren plötzliches Auftreten das bis dahin recht gleichförmige Dasein der jungen Holznerin Katha erschütterte, nun Näheres über die Holznerin Katha selbst erfahren, die nach den darauffolgenden, nicht minder tragischen Wirrnissen und Ereignissen nun – wie im ersten Teil des Kapitels geschildert – ein Leben als Sennin führt.

In dieser Abgeschiedenheit hatte die Sennin Katha also vorerst ihr Glück gefunden, wie sie mir bei meinem ersten Besuch auf der Hütte erzählte.

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Maria Fekter NOT for Außenministerin!

Ein Glück, dass Maria Fekter Innenministerin ist. Denn solange sie das Ressort für Inneres leitet, bleibt ein anderes, im Umgang mit Fremden weit mehr Sensibilität forderndes Amt von ihr verschont: Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten.
Wieviel diplomatische Rüffel müsste Österreich einstecken, wenn eine Außenministerin Fekter mit unseren Nachbarn und Nachbars Nachbarn Politik machen wollte.

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