Sonderedition Manipulation

GlückSie lesen Zeitung? Sie wollen informiert sein? Sie kommen Ihrer Pflicht als guter Staatsbürger oder gute Staatsbürgerin nach und halten sich stets auf dem aktuellen Stand über die politische Situation? Sie legen Wert auf gute Berichterstattung und treffende Analysen? Vergessen Sie das. Erwachen Sie aus dieser Scheinwelt! Jedes Medium lügt, jeder Informationskanal manipuliert sein Publikum, jede Redaktion ist beeinflusst, jedes Bild ist verfälscht. Wir wissen das – wir sind selbst in diesem schmutzigen Geschäft aktiv. Nun gibt es sogar schon Unternehmen, die Filme manipulieren, bevor sie überhaupt an die FotografInnen gelangen. Mit revolog, dem Pionier in dieser Branche, haben wir uns für diese Sonderedition des Baggers zusammengetan und zu manipulativen Texten manipulierte Bilder gefügt. Lesen Sie nicht weiter. Finger weg davon. Sie werden belogen, betrogen und in die Irre geleitet. Bei uns nur dieses eine Mal – denn was anderswo gang und gäbe ist, war uns nur eine Sonderedition wert: Manipulation ist hier das Thema. Die Sonderedition als PDF.

Das ist ... Revolog

Die Macht des Zufalls oder wie Fortuna unser photographisches Schicksal manipuliert …

Alles beginnt mit einer simplen Idee.
Inwiefern kann man Filmmaterial verändern und immer noch brauchbare oder gar interessantere, vielleicht auch absolut außergewöhnliche Photos zu erhalten?

Inspiriert durch zufällige Bildfehler auf dem Negativ, die durch eine schadhafte Kamera entstanden waren, beginnt Michael Krebs, sich näher mit dem Thema Bildmanipulatuon zu beschäftigen.

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Sehr geehrte Revolog-Familia!

Vertraute haben mir von Ihren Experimenten berichtet, die ich nun mit größtem Interesse verfolge. Sie müssen wissen, für mich als bedeutsamen Staatsmann haben Ihre Ideen eine ganz besondere Bedeutung: Niemand hat mehr unter der bodenlosen Neugier und Niedertracht hinterlistiger Paparazzi und schamloser Journalisten zu leiden als unsereins.

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Gerede des Pflanzministers: Protektorat Österreich

Es gilt das gebrochene Wort!

Herzlich willkommen im Pflanzministerium!
Nicht alle, die eingeladen wurden, sind entkommen. Aber für die wenigen, die entkommen sind, freue ich mich ganz besonders.
„Projekt Österreich“ – der Titel versagt, wann es nur geht. Lassen Sie mich gleich zu Anfang was Klares bestellen. „Konfekt Österreich“ heißt: Es ist etwas auf dem Holzweg. Es gibt kein Ziel. Und es gibt noch weniger Arbeit. Und wenn wir über das „Insekt Österreich“ sprechen: Denken wir nur kurz darüber nach, was dieses Österreich eigentlich für uns ist. Von außen betrachtet ein feines Land – in Wahrheit aber kein großartiges Land. Ein Land, das weltweit eine enorme Gebanntheit hat. Ein Land, das große Apathiewerte genießt. Öko-komisch betrachtet: Eine Macke mit enormem Potential.

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Von den Manipulatoren

Manipulierte Kilometerzähler? Manipulierte Wahlergebnisse? Manipulierte Medien? Genug davon – das ist Blasphemie. Manipulation ist eine hochkarätige Kunstform.

Manipulation (englisch „sleight of hand“, französisch „leger-de-main“) ist die Kunst, magische Effekte zu erzeugen, und zwar ohne Maschinerie, bloß mit Hilfe geschickter Hände. Manipulatoren – so heißen die Künstler – arbeiten mit Spielkarten, die sie bündelweise aus der leeren Luft fangen, Billardkugeln, die zwischen ihren Fingern erscheinen und zu rohen Eiern mutieren, überhaupt mit allem, was man leidlich bequem in der Hand halten kann: Spazierstöcke, brennende Kerzen, leuchtende Glühbirnen, weiße Tauben, Karnickel, Vogelkäfige mit lebenden Kakadus.

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Faust im Auge des Betrachters

Was halten Sie von Goethes Faust? Was für eine Frage! Womöglich das bedeutendste Werk der deutschen Literatur schlechthin. Ein Menschheitsdrama, ein Meisterwerk, sprachgewaltig, ruhmreich und einzigartig.

Aber haben sie den Faust auch gelesen? Äh, ja … also … Auszüge in der Schule. Teil 1 wohlgemerkt, der 2. Teil ist ja ohnehin unlesbar und den ersten fand ich ebenfalls totlangweilig. Aber gut ist es trotzdem. Sicher sogar. Ein großartiges Werk, soviel ist gewiss.

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Eulenmangel in Griechenland

DrachmeWien/Athen. Noch unlängst war dies ein geflügeltes Wort: „An Eulen wird es nie mangeln.“ Heute belehrt uns die Realität eines Besseren. Eulen sind Mangelware und das sogar in mehrfacher Hinsicht.

Der Steinkauz (Athene noctua) ist eine hübsche kleine Eulenart, die vor allem in Europa und Zentralasien verbreitet ist. Mit Vorliebe nisten diese Nachtvögel in alten Weinkellern. Das klingt zunächst äußerst sympathisch und idyllisch, hat aber den Nachteil, dass die Population unter dem Verschwinden ihrer Lieblingsbrutplätze sehr leidet. Während auch in Österreich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr zu moderneren Weinlagerungstechniken übergegangen wurde, ging gleichzeitig die Population an Steinkäuzen massiv zurück.

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